Kika in Eugendorf bei Salzburg

Viel Fläche für den Teppich, stimmungsvoll gestaltet

Das Möbelhaus Kika in Eugendorf bei Salzburg gibt dem abgepassten Teppich Zeit und Raum: Raum, um zu wirken, Zeit für die Mitarbeiterfortbildung. Auch in den Sozialen Medien ist das Mutterunternehmen Kika/Leiner sehr aktiv und kooperiert dort auch mit Bloggerinnen.

Freie Sicht auf die Teppiche herrscht in der Teppichabteilung von Kika in Eugendorf bei Salzburg: Teppiche auf dem Boden und an den Wänden. Flach geschichtet auf Holzpodesten oder nebeneinander in Präsentationsständern. Der Blick fällt auf moderne und traditionelle Knüpfteppiche, Fellteppiche, fröhliche Maschinenwebteppiche, Handwebteppiche aus Wolle. Nicht aber auf riesige Preisschilder mit zweistelligen Prozentangaben, die sich in vielen großen Teppichabteilungen erstens ins Blickfeld drängeln und zweitens so viel Atmosphäre und Gemütlichkeit verströmen wie ein Marktschreier im Wohnzimmer.

Teppiche wirken am besten, wenn man ihnen Raum gibt - und Kika Eugendorf stellt der Abteilung stolze 1000 m2 zur Verfügung. Auch Teppichboden, Parkett, Laminat, LVT und Wandverkleidungen werden dort verkauft. Seitdem der Standort 2019 komplett umgebaut wurde, befindet sich die Abteilung unten im Erdgeschoss, wo sie nicht zu übersehen ist. Kika-Stammkunden haben sie jedoch schon lange gut im Blick: "Unser Haus gibt es seit 28 Jahren, und Teppiche und Bodenbeläge hatten hier immer einen hohen Stellenwert", erklärt Geschäftsleiter Kurt Gmeinbauer.

Kompetente Mitarbeiter
verkaufen höherwertig

In der Abteilung kümmern sich die Abteilungsleiter Markus Leitner, sein Stellvertreter Dejan Stancic und zwei frisch ausgebildete Mitarbeitende kenntnisreich und engagiert um die Kunden. "Der Teppich ist ein beratungsintensives und gleichzeitig sehr emotionales Produkt, über das wir schnell in interessante Dialoge mit den Menschen kommen", erklärt Leitner. In besagten Dialogen geht es immer seltener um den Preis und immer häufiger um Design und Qualität. Dank kompetenter Beratung werden hier überdurchschnittlich viele höherwertige Teppiche verkauft - und das bei Kika, der konsumigeren Marke der Kika/Leiner-Möbelhausgruppe.

Hier kompetentes Fachpersonal zu bekommen, ist normalerweise nicht leicht - bei Kika Eugendorf durchlaufen jedoch alle Lehrlinge und neuen Mitarbeiter automatisch auch die Teppich- und Bodenabteilung und nehmen an umfassenden Produktschulungen teil. "Unsere Lieferanten führen etwa einmal im Monat in den verschiedenen Abteilungen Produktschulungen durch", so die stellvertretende Geschäftsleiterin Rebekka Schoknecht.

Auswahl und Beratung sind wichtige Komponenten in der Kika-Bodenbelagsabteilung, Service ist eine weitere: Damit sich Kunden ihrer Entscheidung sicher sein können, bringt Kika gern mehrere Teppiche zum "Probeliegen" vorbei. Überhaupt können alle Produkte geliefert werden. Oder die Kunden mieten sich bei Kika einen Wagen und fahren ihn selbst - nachdem ihn Möbelhaus-Mitarbeiter vorher mit allen Einkäufen beladen haben. Wer sich in der Bodenbelagsabteilung Parkett, Laminat oder LVT aussucht, dem vermittelt Kika auf Wunsch zuverlässige Handwerksbetriebe für die professionelle Verlegung.

Das Sortiment: Nachhaltigkeit
und Outdoor immer wichtiger

Moderne Teppiche machen die eine Hälfte des Teppich-Umsatzes der Abteilung aus; handgefertigte traditionelle Teppiche die andere. "Klassische Orientteppiche verkaufen sich tatsächlich sehr gut, gerade auch jüngere Leute interessieren sich wieder dafür", berichtet Dejan Stancic. "Gerade haben wir einen großen Seidenteppich an ein junges Paar verkauft." Ein Nebensortiment mit Matten und Teppich-Unterlagen sorgt für lukrative Zusatzverkäufe.

Ein Blick in die Teppichabteilung von Kika Eugendorf zeigt: Natürlichkeit ist ein wichtiges Thema. Ungefärbte Wolle und Tierfelle prägen das Bild. Rinder- und Schaffelle von Fellhof nehmen eine Wandfläche ein; der "Natur Pur"-Teppichshop von Manfred Barfuss eine weitere. Ebenfalls beliebt: Recycling-Teppiche aus PET-Flaschengarn, die nicht nur ressourcenschonend hergestellt werden, sondern auch im Außenbereich eingesetzt werden können: auf dem Balkon oder auf der Terrasse etwa. Überhaupt seien gerade jetzt, zu Pandemie-Zeiten, Outdoor-Teppiche ein großes Thema. "Weil die Menschen nicht verreisen können, halten Sie sich umso mehr im Garten auf", so Schoknecht. Das führe dazu, dass jetzt auch aufwendigere, höherwertige Outdoor-Teppiche gekauft würden.

Dass es das wetterbeständige Sortiment überhaupt gibt - darauf muss der Kunde natürlich erst mal kommen. Also hat das Kika-Team die Outdoor-Teppiche großflächig in der Gartenabteilung dekoriert. Inspirationen zum Teppichkauf findet man übrigens in allen Kika-Abteilungen. Überall im Haus sind Teppiche in Wohnsituationen mitdekoriert, mit Hinweis auf die große Teppichabteilung. Für unterschiedliche Geschmäcker und für verschiedene Budgets. Umdekoriert wird häufig, meist zu saisonalen Anlässen: Ostern, Frühling, die Grillsaison, Herbst oder Weihnachten zum Beispiel. "Da sind wir ständig dran, um immer aktuelle Ware zu zeigen und um zu inspirieren. Das gefällt den Kunden sehr."

Zwei Influencerinnen
zeigen, was geht - und wie

Gerade jüngere Leute holen sich ihre Inspirationen auch aus dem Internet, vor allem aus Sozialen Medien wie Instagram oder Facebook. Hier veröffentlicht das Mutter-Unternehmen auf zwei Facebook-Seiten - einmal für Kika, einmal für Leiner - mehrmals wöchentlich Meldungen und Bilder mit Gestaltungsideen, Inspirationen und Produkthinweisen. Da geht es manchmal um den gemütlichen Balkon oder verschiedene Wohnwelten, manchmal auch um bestimmte Möbelstücke.

Darüber hinaus werden auch Kooperationen mit Bloggerinnen und Influencerinnen umgesetzt: So erklärt beispielsweise Karin Teigl von Constantly K, kürzlich von Augsburg nach Wien gezogen, wie sie ihre kleinere Wohnung mit Dachschräge hell, minimalistisch und gleichzeitig gemütlich eingerichtet hat - mit Möbeln und Teppichen von Kika/Leiner. Die Bilder sind auf Instagram und auf der Leiner-Seite zu sehen, mit Links zu den jeweiligen Produkten. Die Wiener Bloggerin und Interior-Expertin Vicky Heiler wiederum zeigt, wie sich mit wenigen Handgriffen (und Produkten von Kika/Leiner) das Zuhause unkompliziert und effektvoll "umstylen" lässt.

"Natürlich ist auch Print-Marketing weiterhin ein wichtiges Thema; wir lassen Prospekte und Flyer drucken und inserieren regelmäßig in lokalen und überregionalen Zeitungen", erklärt Kurt Gmeinbauer. Die Wohnszenarien setzt ein professionelles Fotostudio in Szene - so gut wie immer mit Teppich. Der wird in den Prospekten zusätzlich oft auch einzeln gezeigt.
Eugendorf:

Zwei Ankerbetriebe an einem Standort

Kika ist nicht das einzige Unternehmen, das am Standort Eugendorf Möbel verkauft. Genau gegenüber stehen drei weitere Möbelhäuser, darunter ein XXXLutz. "Wir sehen das sportlich, ich würde sogar sagen: Wir profitieren davon", findet Rebekka Schoknecht. "Werden Kunden des Mitbewerbs dort nicht fündig, so haben sie keinen weiten Weg und kommen zu uns." Zusätzlich hält die Nähe zum Wettbewerb wach und spornt an, up-to-date, flexibel und kreativ zu bleiben. Das ist gerade jetzt gefragt, wo das Thema Wohnen einen großen Boom erlebt.


Kika/Leiner - das Unternehmen

Das österreichische Traditionsunternehmen Kika/Leiner hat seinen Hauptsitz in St. Pölten. In 26 Kika- und 14 Leiner- Einrichtungshäusern in ganz Österreich finden Kundinnen und Kunden eine große Auswahl an Wohnwelten verschiedener Hersteller, dabei ist Kika die konsumigere Marke. Zusätzlich bieten die Kika- und Leiner-Häuser Serviceangebote von der Planung bis zur Montage. Sämtliche Artikel sind auch in den Online-Filialen erhältlich.

Kika/Leiner beschäftigt mehr als 4.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich und ist seit 2018 Teil der Signa Retail Gruppe des Tiroler Unternehmers René Benko. Das Unternehmen wird von CEO Reinhold Gütebier geführt.
aus Carpet! 02/21 (Wirtschaft)