Hellweg schließt weitere Baumärkte
Der kriselnde Baumarktbetreiber
Hellweg setzt die Schließung von Filialen fort. Die Tageszeitung Münchner Merkur hat dazu lokale Medien ausgewertet: Demnach wurden bis November 2025 zehn Standorte vom Netz genommen, bis Februar 2026 sollen weitere sechs Niederlassungen schließen. Auf der Webseite von Hellweg wurde Mitte Januar in der Selbstdarstellung des Unternehmens die Zahl von 88 Filialen in Deutschland und sieben in Österreich genannt. Die Standortkarten zeigten zum selben Zeitpunkt noch 68 deutsche sowie sechs österreichische Adressen an (Stand 13. Januar 2026). Auf eine Anfrage dazu hat die Firma bislang nicht reagiert.
Hellweg wurde 1971 gegründet und befindet sich im Besitz der Familie Semer. Sie ist auch als Mehrheitsgesellschafter an den
Baywa Bau- und Gartenmärkten beteiligt. Für Hellweg weisen die letzen vorliegenden Geschäftszahlen inklusive sieben Augsburg-Gartencentern in 2023 einen Umsatz von 671,6 Mio. EUR - das Minus zum Vorjahr lag bei knapp 12 % - sowie einen Konzernverlust von 103,9 Mio. EUR aus.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenSaueressig Surfaces: Neue Eigentümerstruktur durch Management-Buy-out
Die Geschäftsbereiche Saueressig Surfaces und Packaging wurden zum 16. Dezember 2025 durch ein Management-Buy-out aus dem US-amerikanischen
Matthews-Konzern herausgelöst. Die neu gegründete Saueressig Group vereint neben Saueressig Vreden, einem internationalen Technologiespezialisten u.a. für Fußbodendekore, auch die Unternehmen
Ungricht (Mönchengladbach) und AKG Ahler Gravuren (Vreden) sowie zwei polnische Niederlassungen und einen indonesischen Standort.
"Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung aus voller Überzeugung, weil wir an unsere Mitarbeitenden, unsere Standorte und unsere Kunden glauben", erklärt Markus Pennekamp, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft mit weltweit rund 790 Mitarbeitern. Der Kauf sei ein Bekenntnis zu langfristiger Partnerschaft, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit und werde von Investoren aus der Region getragen. Auch Mitarbeiter seien an der Finanzierung beteiligt. Die operative Struktur der Gruppe soll vollständig erhalten bleiben, teilt das Unternehmen mit.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenAkzo Nobel: Kein neuer Finanzvorstand
Mit Blick auf die Fusion mit Axalta hat
Akzo Nobel den geplanten Wechsel im Vorstandsressort Finanzen abgesagt. Sofern die Aktionäre des Farben- und Lackherstellers zustimmen, bleibt der bisherige CFO Maarten de Vries vorerst im Amt. In dem fusionierten Unternehmen wird der Posten des CEO von Akzo Nobel besetzt, der des Finanzvorstands von Axalta.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenInsolvenzen bei Domo Chemicals
Drei Firmen mit Sitz in Leuna aus der belgischen Domo-Gruppe befinden sich seit dem 26. Dezember 2025 in vorläufiger Insolvenz. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Domo Chemicals GmbH, die
Domo Caproleuna GmbH und Domo Engineering Plastics GmbH hat das Amtsgericht Halle (Saale) Rechtsanwalt Prof. Dr. Lucas F. Flöther bestellt. Dieser lotet gegenwärtig Möglichkeiten für eine Investorenlösung oder eine Einigung mit den Gläubigern aus und betont: "Das Tagesgeschäft geht an allen Standorten weiter, Fertigung und Belieferung der Kunden laufen ohne Unterbrechung."
Domo produziert Polymere, technische Kunststoffe und Hochleistungsfasern, darunter Polyamid 6- und 66-Basisgranulate für die Textilindustrie. Dabei sieht sich der Hersteller mit einer schwachen Nachfrage in Europa, hohen Energiepreisen sowie stark gestiegenen Importen von Polyamid-Harz aus Nicht-EU-Staaten, vor allem aus China, konfrontiert, was letztlich zur Zahlungsunfähigkeit führte.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenVictoria: Callaghan soll beim Turnaround helfen
Der britische Konzern
Victoria, größter Hersteller textiler Bodenbeläge in Europa, hat Steve Callaghan zum Non-Executive Director und Senior Independent Director ernannt. In seiner Funktion als vorwiegend beratend tätiges Vorstandsmitglied wird er vom Unternehmen als "äußerst effektive", wachstumsorientiert und auf Turnarounds spezialisiert vorgestellt.
Victoria hatte zuletzt zwei Jahre in Folge sinkende Umsätze zu verzeichnen und ist zudem auf der Suche nach einem neuen CEO, nachdem Philippe Hamers sein Ausscheiden für die Jahresmitte 2026 angekündigt hat.
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Prognose: Mehr Neubau als Renovierung

Trendwende in der Bauwirtschaft: In den nächsten drei Jahren wird in ganz Westeuropa der Neubau stärker wachsen als die Renovierung. Davon geht das Marktforschungsinstitut B+L Markdaten aus. Diese Einschätzung, die im Gegensatz zur häufig betonten Stärke der Renovierungsmärkte steht, basiert auf aktuellen Indikatoren wie steigende Baugenehmigungen und stabile Finanzierungskosten, die den Neubau begünstigen. Die Investitionsbereitschaft in Renovierungen bleibt dagegen verhalten.
ln Deutschland zeigt sich derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau: Von Januar bis Oktober 2025 wurden rund 160.000 Wohnungen im Neubau (inkl. Bestand 195.400) genehmigt - ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der
Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert für 2026 ein reales Umsatzplus von 2,5 %. Im Nichtwohnbau stützt sich die Stabilität 2026 noch auf verzögerte Projekte aus den Boomjahren 2022 und 2023. Ab 2027 jedoch droht ein breiter Rückgang, da die Projektpipeline dann erschöpft ist und neue Genehmigungen ausbleiben.
ln der Schweiz entwickelt sich die Bauwirtschaft erneut stabiler als in den Nachbarländern, getragen von kontinuierlichen Investitionen und moderatem Wachstum. ln Österreich scheint der Tiefpunkt erreicht: Erste Indikatoren signalisieren nicht nur einen leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch der Bautätigkeit, mit einer erwarteten Beschleunigung ab 2026.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenHeimtextil kooperiert ab 2027 mit Hospitality Interiors Europe
Die
Messe Frankfurt baut das Objektgeschäft der
Heimtextil durch eine strategische Partnerschaft mit dem Veranstalter Strive Exhibitions massiv aus. Ab 2027 wird das neue Format Hospitality Interiors Europe (HINT) parallel zur Weltleitmesse stattfinden und eine eigene Halle für High-End-Einrichtungskonzepte bespielen. Die Kooperation zielt darauf ab, die textile Expertise der Heimtextil mit einem spezialisierten Netzwerk aus Hotellerie, Projektentwicklung und Innenarchitektur zu verknüpfen. Für die Branche bedeutet dies einen verbesserten Zugang zu Entscheidern aus den Bereichen Resort, Wellness und Pflege. Bereits auf der kommenden Heimtextil 2026 wird sich das neue Format mit einem eigenen Lounge-Areal präsentieren, um die künftigen Synergien vorzustellen. Damit positioniert die Messe Frankfurt das Hospitality-Segment als zentralen Wachstumstreiber für das globale Objektgeschäft.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenParkettleger-Innungen: Fusion im Nordwesten

Die Innung Parkett- und Fußbodentechnik Lüneburg-Stade und die Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Niedersachsen/West haben sich zum 1. Januar 2026 zusammengeschlossen. Die neu formierte "
Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Nord/West" deckt künftig nahezu ganz Niedersachsen ab und verzeichnet seit fünf Jahren kontinuierlich steigende Mitgliederzahlen.
Bereits im Mai 2025 hatten die Mitglieder beider Innungen dem Zusammenschluss zugestimmt. Bis zur nächsten Wahl bilden Stephan Ankert (1. Obermeister) und Steffen Jacksteid (2. Obermeister) gemeinsam die Vorstandsspitze. Weitere Vorstandsmitglieder sind Heiko Böger, Fitim Beqiraj, Bernd Klute, Oliver Große und Kai Abker. "Mit dem einstimmigen Fusionsbeschluss zur neuen Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Nord/West setzen die Mitglieder beider Innungen ein klares Zeichen für Zusammenhalt, für eine starke Interessenvertretung und für die Zukunft des Parkett- und Bodenlegerhandwerks in Niedersachsen/Bremen", blickt der Vorstand mit Zuversicht nach vorn.
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parkettmagazin.de.
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