VDP

Parkettindustrie "wieder in ruhigerem Fahrwasser"


Zwar sind die Absatz- und Umsatzzahlen der deutschen Parketthersteller auch im ersten Halbjahr 2024 noch rückläufig. Dennoch spricht Michael Schmid, Präsident im Verband der Deutschen Parkettindustrie (VDP) von einem "ruhigeren Fahrwasser", in dem sich die Mitglieder inzwischen wieder bewegen: "Die stürmischen Zeiten der letzten Jahre mit teilweise zweistelligen Umsatz- und Absatzrückgängen sowie enormen Preissprüngen sind vorbei. Jetzt haben sich die Preise für Parkett wieder normalisiert." Zudem ließen die verbesserte Konsumlaune und eine gesunkene Inflationsrate auf eine Konjunkturbelebung hoffen. "Wenn die EZB nachzieht und die Leitzinsen weiter senkt, ist zumindest im Renovierungsmarkt wieder an ein Wachstum zu denken. Denn der Bedarf an Sanierungen von Bestandsgebäuden ist nach wie vor sehr groß", gibt sich Schmid optimistisch.

Festzuhalten bleibt aber auch: Laut einer Umfrage unter den VDP-Mitgliedern sind deren Umsätze in den ersten sechs Monaten des Jahres nochmals um rund 8 % auf etwa 91 Mio. EUR gesunken. Die Absatzmenge blieb mit ca. 2,5 Mio. m2 ebenfalls rund 4 % unter dem Vorjahreswert. Einbußen habe es in allen Segmenten gegeben: -3,3 % auf 1,3 Mio. m2 bei 3-Schicht-Parkett, -9,5 % auf 0,69 Mio. m2 bei 2-Schicht-Parkett, -1,4 % auf 0,14 Mio. m2 bei Massivparkett und -7,4 % auf 0,32 Mio. m2 bei Mosaikparkett.
Parkettindustrie "wieder in ruhigerem Fahrwasser"
Foto/Grafik: Adrian Hofmann
"Wenn die EZB die Leitzinsen weiter senkt, ist zumindest im Renovierungs-markt wieder an ein Wachstum zu denken."
Michael Schmid, Präsident VDP
aus BTH Heimtex 12/24 (Wirtschaft)