Brüder Schlau
Insolvenz in Eigenverwaltung, Großhandel teilweise verkauft
Nachdem sich Brüder Schlau im Juni 2025 für zahlungsunfähig erklärt hatte, wurde am 1. September vom Amtsgericht Bielefeld für die Firmen der Unternehmensgruppe nach dem vorläufigen ein reguläres Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung eröffnet. Als Sachwalter fungiert der Bielefelder Rechtsanwalt Prof. Dr. Dirk Andres.
Mitte des Monats gab Brüder Schlau bekannt, dass Verhandlungen mit möglichen Investoren für den Schlau Großhandel nur zum Teil erfolgreich waren: Lediglich ein Fünftel der Handwerkermärkte - vor allem in West-, Mittel- und Norddeutschland (ausgenommen Hamburg) - sollen von Käufern übernommen werden. Für die übrigen rund 50 der zuletzt 61 Standorte einschließlich Lager- und Logistikstandorten sowie der zentralen Einheiten konnte hingegen kein Investor gefunden werden. Sie werden schrittweise geschlossen. Der Abverkauf der Bestandsware und die Abarbeitung bestehender Kundenaufträge begannen sofort; neue Aufträge würden nicht mehr angenommen. Damit beendet das Unternehmen seine Großhandelsaktivitäten.
Für die 172 Hammer Fachmärkte hieß es zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe, die Investorenverhandlungen seien auf der Zielgraden. Sie sind von den Schließungen im Großhandel nicht betroffen und würden fortgeführt.
aus
BTH Heimtex 10/25
(Wirtschaft)