Gunreben:
Mit CO-Bilanz, Klimapass und Klimaschutz-Initiative auf Zukunftskurs
Einer der letzten Massivparketthersteller Deutschlands geht beim Klimaschutz voran: Mit der erstmaligen Erstellung einer umfassenden CO-Bilanz sowie einem standardisierten Klimapass zeigt Gunreben nicht nur Transparenz, sondern auch Verantwortung. Bereits heute verwendet das Traditionsunternehmen 100 % Ökostrom, wovon der Großteil (ca. 84 %) aus eigenen erneuerbaren Quellen stammt.
Die aktuelle CO-Bilanz (erstellt durch Fokus Zukunft) weist für das Jahr 2023 eine Gesamtemission von 1.632 t COe aus. Der Anteil verteilt sich auf 40,3 % Scope 1 (mobile und stationäre Verbrennung), 10,3 % Scope 2 (Strom, Fernwärme) und 49,4 % Scope 3 (eingekaufte Materialien, Pendelverkehr, Kapitalgüter). Gunreben veranschaulicht mit beispielhaften Umrechnungen, was das bedeutet: "Rund 210 durchschnittliche Personen in Europa verursachen pro Jahr dieselbe Menge CO. Alternativ entspricht diese Emission 9,2 Mio. gefahrenen Kilometern mit dem Auto, 207 Weltumrundungen per Flugzeug oder dem CO-Bindungspotenzial von 628 Fichten über ihren gesamten Lebenszyklus." Einen besonders starken Hebel sieht der Parketthersteller bei der Wärmeerzeugung: Durch den Einsatz von Holzhackschnitzel anstatt Heizöl werden jährlich rund 6.200 t COe vermieden. Zudem erzeugt eine seit 2023 betriebene Photovoltaikanlage mit 750 kWp rund 750.000 kWh Ökostrom pro Jahr und trägt zur Einsparung weiterer 890 t COe bei.
Mit dem Beitritt zur Initiative Klimaschutz Holzindustrie im Jahr 2024 verpflichtet sich Gunreben zudem, alle zwei Jahre eine CO-Bilanz nach dem GHG Protocol zu erstellen und konkrete Reduktionsmaßnahmen umzusetzen. Das schafft nicht nur Kundenvertrauen, sondern bietet auch belastbare, zertifizierte Kennzahlen für Bauprojekte, Ausschreibungen, Nachhaltigkeitsberichte oder ESG-Kriterien.
Im Einklang mit den Vorgaben der Science Based Targets Initiative verfolgt Gunreben das Ziel, die Scope 1- und Scope 2-Emissionen innerhalb von fünf Jahren um mindestens 21 % zu reduzieren. Basis dafür sind Maßnahmen wie eine verbesserte Gebäudedämmung, der Ausbau der Eigenstromversorgung, digitale Prozesse und Effizienzsteigerungen in der Logistik. Darüber hinaus fließen Investitionen in langlebige, wertbeständige Produkte mit reduziertem ökologischem Fußabdruck. "Als Familienunternehmen mit über 130 Jahren Geschichte übernehmen wir Verantwortung - nicht nur für unsere Produkte, sondern auch für kommende Generationen. Unsere Investitionen in erneuerbare Energien und die CO-Transparenz sind ein klares Zeichen: Wir gestalten die Zukunft aktiv mit", sagt Bastian Lang, Geschäftsführer des Unternehmens. Mit dieser Haltung zeigt Gunreben, dass Klimaschutz und Holzverarbeitung keine Gegensätze sind, sondern eine zukunftsfähige Kombination darstellen.
aus
Parkett Magazin 04/25
(Wirtschaft)