DKV: 40-jähriges Jubiläum im Spreewald
Strategische Weichenstellungen
Unter anderem die Krise in der Bauwirtschaft hat 2024 den Absatz von Korkbodenbelägen in Deutschland erstmalig unter 1 Mio. m2 gedrückt. Die Mitglieder des Deutschen Korkverbands (DKV) ließen sich auf ihrer Jahresversammlung trotzdem nicht die Stimmung verhageln, sondern sehen Chancen, das Profil von Korkprodukten gezielter in Richtung Nachhaltigkeit, Wohngesundheit und ökologisches Bauen zu stärken.Die Mitglieder des Deutschen Korkverbands trafen sich zu ihrer Jahresversammlung auf Einladung des außerordentlichen Mitglieds Léon Wood in Burg im Spreewald - ein besonderes Ereignis, denn auf der Agenda standen nicht nur der Rückblick auf das Jahr 2024 und die künftigen Perspektiven, sondern auch die Feier zum 40-jährigen Jubiläum. Bei der Gründung im Oktober 1985 war zunächst die Fachgruppe Korkstopfen federführend, in der Folgezeit kamen immer mehr Korkbodenbelags-Anbieter hinzu. Sie stellen heute die Mehrheit der inzwischen zwölf Mitglieder aus Deutschland und der Schweiz.
Das vergangene Jahr stellte auch das Segment Korkbodenbeläge vor massive Herausforderungen. Die Bauflaute und die Zurückhaltung der Konsumenten ließen den Absatz erstmalig unter die 1 Mio. m
2-Schwelle fallen. doch der Verband will nicht zurück-, sondern nach vorn blicken und gibt sich offensiv: "Die aktuell zurückhaltende Bauaktivität erfordert von unseren Mitgliedern neue Impulse", erklärt Vorstandssprecher Edgar Huber, Nachhaltigkeitsbeauftragter von Zipse. "Wir sehen darin die Chance, das Profil von Korkprodukten gezielter in Richtung Nachhaltigkeit und Gesundheit zu positionieren und unsere Stärken im Bereich ökologischer Baustoffe deutlicher zu zeigen - nicht nur bei den Endkunden, sondern gerade auch im Fachhandel." Vor allem diesen gelte es, für Kork zu begeistern.
Huber bezeichnete es als künftige Aufgabe, "die Geschichte hinter dem Naturprodukt Kork emotional und zugleich faktenbasiert zu erzählen - von der CO
2-Bindung über die Langlebigkeit bis zur Recyclingfähigkeit." Kork sei kein austauschbares Produkt, sondern ein Werkstoff mit Mehrwert, die erklärt werden wollen", betonte in diesem Zusammenhang auch Lico-Gründer und -Geschäftsführer Edwin Lingg, DKV-Vorstandsmitglied und Sprecher der Fachgruppe Bodenbeläge. "Kork kann einfach mehr als andere Materialien - das kostet in der Anschaffung vielleicht etwas mehr, rechnet sich aber über die gesamte Nutzungsdauer hinweg."
Wie sich diese Themen eindrucksvoll kommunizieren lassen, erlebten die Gäste bei Gastgeber Léon Wood. Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Dieter Schenkling führte durch die 2020 errichtete repräsentative Firmenzentrale, die gleichzeitig als interaktiver Showroom fungiert. Léon Wood setzt Kork sowohl als Bodenbelag wie auch als nachhaltiges Dämmmaterial ein. Abgerundet wurde die Tagung durch einen feierlichen Jubiläumsabend, zu dem Jens Weißflog, Deutschlands erfolgreichster Skispringer und Léon Wood-Bauherr, als Überraschungsgast hinzustieß.
DKV
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kork.de, info@kork.de
Vorstand: Edgar Huber (Sprecher), Rüdiger Bleckmann, Edwin Lingg
Geschäftsführer: Sascha Tapken
Gründung: 1985
Mitglieder: 12 - Amorim Cork Deutschland, Amorim Cork Flooring, Corpet Cork, Gültig, Henjes, Korkindustrie Trier, KWG, Leon Wood, Lico, Naturo Swiss, Neveon, Zipse
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Parkett Magazin 05/25
(Wirtschaft)