Fritz Egger GmbH & Co. OG

Egger verabschiedet sich vom Leithandelskonzept


Egger gibt nach über 30 Jahren sein Leithandelskonzept auf. Das Ziel: näher an die Praxis, näher an den Handwerker, aber nicht in Form eines Direktvertriebes, sondern weiterhin mit dem Händler als Partner. "Wir wollen verstehen, was auf der Baustelle zählt", konkretisiert Michael Egger jr., innerhalb der Führungsspitze des österreichischen Holzwerkstoffkonzerns für Vertrieb zuständig, betont aber zugleich explizit, dass der Fachhandel eingebunden bleiben soll. "Wir gehen zum Handwerker, aber das Geschäft läuft weiterhin über den Händler." Egger will auf Poolmarketing setzen: Mehr Sichtbarkeit beim Verarbeiter und gezielte Schulungsangebote, um dem Verarbeiter die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Produkte des Familienunternehmens nahezubringen.

Andersherum können Händler, die bislang exklusiv mit Egger zusammengearbeitet haben, nun auch andere Marken ins Sortiment nehme und breiter aufstellen. "Für beide Seiten eröffnen sich damit neue Märkte."

Anlass für den Strategiewechsel ist unter anderem der Ausbau der Produktionskapazitäten: Im Werk Markt Bibart bei Nürnberg hat Egger in zwei neue Kurzpressen investiert. Damit sollen Versorgungslücken geschlossen werden, etwa bei Rohspanplatten.
aus Parkett Magazin 05/25 (Wirtschaft)