ISP Herbstversammlung
Starker Anstieg der Ausbildungszahlen
Mitte September hatte die Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt (ISP) zur Herbstversammlung nach Lenzburg geladen - und knapp 130 Teilnehmer fanden sich dazu ein. Als besonders erfreulich wertete Geschäftsführer Mark Teutsch die Zunahme der Ausbildungsverhältnisse von 77 im Jahr 2024 auf zuletzt 130. Das sei ein großer Erfolg, hieß es, und trotz der Herausforderung, dass viele der Nachwuchskräfte wenig Deutsch sprächen, ein positives Signal für die Branche. Hervorgehoben wurde die Leistung von Janis Schönenberger, der bei den Euroskills 2025 in Dänemark die Bronzemedaille der Parkettleger gewann und im ISP-Modellbewettbewerb den 4. Platz belegte. Derzeit werden die Ausbildungsregularien für Parkett- und Bodenleger überarbeitet. Teutsch informierte über geplante Neuerungen und machte ferner auf die Weiterbildungsangebote der ISP aufmerksam.
ISP-Parkettexperte Ulrich Scheicher blickte indes auf 13 Jahre Gutachtertätigkeit zurück, berichtete von seinen Erlebnissen und Erfahrungen. Er reduziert seit Anfang des Jahres schrittweise seine Einsätze, parallel übernimmt sein Nachfolger Marco Dietiker in einem fließenden Prozess immer mehr Aufgaben. Problematisch ist laut Teutsch der häufige Widerspruch zwischen den Vorgaben von Parkettherstellern und SIA-Normen sowie Verbandsmerkblättern. Die ISP plant einen offenen Brief an die Parkettindustrie, um diese auf für diese Problematik zu sensibilisieren und für einheitliche Standards in der Schweiz zu kämpfen. Und schließlich erklärte Rechtsanwalt Samuel Huwiler, wie wichtig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Unternehmen sind und auf welche Aspekte besonders geachtet werden muss. Unter anderem beleuchtete er dazu die Ungewöhnlichkeitsregel und die Unklarheitenregel.
Die Generalversammlung 2026 der ISP wurde für den 17. April in der Eventalm in Rümlang angekündigt.
aus
Parkett Magazin 06/25
(Wirtschaft)