Curt Bauer:
Endgültiges Aus für Traditionsunternehmen
Der auf Heim- und technische Textilien spezialisierte Hersteller Curt Bauer aus Aue-Bad Schlema steht vor dem Aus. Aufgrund anhaltender Verluste sieht das Unternehmen keine Möglichkeit mehr zur Fortführung des Geschäftsbetriebs. Die Produktion soll nach Angaben von Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch bis Ende Juli kontrolliert heruntergefahren werden.
Wie Bauch mitteilte, wird das traditionsreiche Unternehmen, das sich seit Jahrzehnten einen Namen in der Textilbranche gemacht hat, vollständig abgewickelt. Von der Schließung sind rund 90 Beschäftigte betroffen, die bereits über den bevorstehenden Stellenabbau informiert worden seien.
Alle Versuche, einen Investor für die Weiterführung des Unternehmens zu gewinnen, seien gescheitert. Der Insolvenzverwalter erklärte: "Ich musste deshalb die schwere Entscheidung treffen, den Geschäftsbetrieb bei Curt Bauer im Zuge einer Ausproduktion kontrolliert herunterzufahren und Stand jetzt mit Ablauf des Monats Juli einzustellen." Hauptgrund für das Scheitern sei laut Bauch, dass potenzielle Übernahmeinteressenten nicht bereit gewesen seien, die Produktion am Standort im Erzgebirge fortzuführen.
Bis zur endgültigen Schließung wird der Betrieb im reduzierten Umfang fortgeführt. Kunden können weiterhin Aufträge erteilen, die innerhalb der auslaufenden Produktion noch abgewickelt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Lagerware aus dem bestehenden Sortiment an Heim- und technischen Textilien zu erwerben.
aus
Haustex 05/25
(Wirtschaft)