DGM-Mitgliederversammlung

Möbelhersteller wollen Nachhaltigkeitskurs vorantreiben

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) will ihren Qualitäts- und Nachhaltigkeitskurs auch im schwierigen Marktumfeld konsequent vorantreiben. Das unterstrich Geschäftsführer Jochen Winning auf der diesjährigen Mitgliederversammlung. Auch künftig wolle die DGM ihre Rolle als Aushängeschild für nachhaltiges Wirtschaften und Handeln erfüllen.

"Klimafreundliches Handeln fängt in der eigenen Wohnung an. Wer hier die richtigen Entscheidungen trifft, schafft die Grundlage für einen klimabewussten Lebensstil. Dabei hilft die Qualitätssicherung und -kennzeichnung der DGM", sagt Jochen Winning. Seit 1963 zeichnet die DGM ihre Mitgliedsunternehmen nach bestandener Qualitätsprüfung in objektiven Testlaboren mit dem RAL-Gütezeichen "Goldenes M" aus und liefert dem Endverbraucher damit ein relevantes Erkennungszeichen für Möbelqualität.

Auf dem Weg zu noch mehr Qualität und Nachhaltigkeit ließ die DGM unter anderem das RAL-Gütezeichen "Möbel Schadstoffgeprüft" (72 zertifizierte Unternehmen) und den Klimapakt für die Möbelindustrie folgen. Von den 79 am Klimapakt teilnehmenden Möbelherstellern wirtschaften bereits 51 klimaneutral. Die DGM hat den Klimapakt für die Möbelindustrie im Jahr 2016 gegründet, um das 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen zu unterstützen und im Schulterschluss mit den teilnehmenden Möbelherstellern sukzessive CO-Emissionen einzusparen.

Erfreulich habe sich auch das Interesse am neuen RAL-Gütezeichen "Möbel Zirkulär Nachhaltig" entwickelt, so der DGM-Geschäftsführer. Mittlerweile wurden acht Unternehmen mit dem Gütezeichen zertifiziert, das alle bisherigen DGM-Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Möbeln zusammenführt und insbesondere im Bereich der Nachweispflichten ergänzt. Unter anderem müssen Kriterien wie Reparatur- und Recyclingfähigkeit oder umweltschonende Materialien, Produktionsverfahren und Verpackungen, aber auch soziale Anforderungen eingehalten werden. Zudem tragen 61 Hersteller das Herkunftsgewährzeichen "Möbel Made in Germany", das für Qualitätsmöbel aus deutscher Fertigung steht.

Darüber hinaus unterstützt die DGM die Möbelbranche dabei, neue regulatorische Anforderungen rechtssicher zu erfüllen, etwa bei Themen wie dem digitalen Produktpass, dem Lieferkettengesetz oder der EU-Produktsicherheitsverordnung.

Schließlich standen auf der Versammlung Vorstandswahlen an: Als Sprecher wurde der seit 2015 amtierende Andreas Decker (Möbelwerke A. Decker) bestätigt. Dem Vorstand gehören zudem André Eikenkötter (RMW Wohnmöbel), Dr. Jochen Peters (Pelipal), Karl Friedrich Rudolf (Möbelfabrik Rudolf) und Stefan Schulz (Koinor) an. Mit Dank für ihr Engagement im Vorstand verabschiedet wurden Udo Groene und Roland Mayer (beide vormals Paidi) sowie Gunther Reischle (Das.Concept). Neuer Rechnungsprüfer ist Axel Faber (Ponsel).
aus Haustex 05/25 (Wirtschaft)