M.O.W. Bad Salzuflen

Mit frischen Strategien

Dass sich die Schlafenbranche aktuell teils neu sortiert, zeigte sich auch auf der M.O.W., die vom 21. bis 25. September in Bad Salzuflen über die Bühne ging. Doch obwohl der Markt herausfordernd bleibt, herrschte in den Hallen überwiegend eine positive Stimmung. Auffällig war: Es gab nicht die großen Produkttrends. Stattdessen haben die Hersteller ihre Strukturen gestrafft, an den Sortimenten gefeilt und ihre Strategien überarbeitet.

Auf der M.O.W., die unter dem Motto "Messe ist hier!" stattfand, präsentierten sich in 17 Hallen insgesamt 558 Aussteller aus 39 Nationen (2024: 535 Aussteller aus 40 Ländern). Die stärksten Ausstellernationen nach Deutschland waren Polen, Bosnien & Herzegowina, Dänemark, die Niederlande, Italien, Frankreich, China, Litauen und die Türkei. Besucherseitig kam laut der Messe besonders starker Zuspruch aus dem Ausland. Der internationale Anteil stieg auf 43 Prozent, vertreten durch Fachbesucher aus 61 Nationen. Deutlich zugelegt haben demnach die Niederlande, Belgien, Österreich, Frankreich, Italien, die Schweiz und die skandinavischen Länder. "Neben den großen Händlern und Filialisten fanden bemerkenswert viele Einzelhäuser den Weg nach Ostwestfalen, darunter zahlreiche Spezialisten und verbandsfreie Möbelhändler", so die M.O.W. Zudem seien alle wichtigen Verbände und die führenden Onliner präsent gewesen - wenn auch mit kleineren Ausschüssen und Gruppierungen.

Die Schlafenbranche vor Ort

Neben einem Feintuning in allen Bereichen gab es unter anderem im Segment Schlafen eine gezielte Erweiterung. Die Unternehmen, die Flagge zeigten, müssen aktuell an vielen Fronten kämpfen - von Kaufzurückhaltung bis Preiserhöhungen. Die Schwäche der einen forciert die Stärke der anderen. Stellplätze werden neu verteilt. Was jetzt gefragt ist, sind Mut und frische Strategien - und die sehen durchaus unterschiedlich aus. Während die einen sich breiter aufstellen, fokussieren sich andere auf ihre Kernkompetenz. Mehrere Neustarts nach Insolvenzen zeigen, dass der Blick nach vorne geht.
aus Haustex 11/25 (Wirtschaft)