Domotex Wir laden Sie ein zum Rundgang

Bodenbeläge Werkzeuge Zubehör


Auer Metallprofile
Profil- und Oberflächenvielfalt

Leisten- und Profilhersteller waren auf der Domotex stark vertreten, teilweise mit großen Ständen - zu den etablierten Anbietern zählt Auer Metallprofile aus dem Erzgebirge. Das 1990 gegründete Unternehmen produziert auf rund 9.000 m2 Profile und Leisten für Parkett-, Laminat- und Designböden.

"Das Geschäftsjahr 2025 verlief insgesamt besser als 2024", erklärte Geschäftsführerin Manja Ulbricht, "wenn auch mit teils deutlichen monatlichen Schwankungen." Co-Geschäftsführer Dirk Rohde ergänzte: "Vor allem die zweite Jahreshälfte hat deutlich angezogen und stimmt uns zuversichtlich für 2026." Die kontinuierliche Investition in Maschinen und Sortimentserweiterungen solle sich langfristig auszahlen. Auch ein Relaunch der Unternehmenswebseite ist für dieses Jahr geplant.

Zur Domotex zeigte Auer Metallprofile eine erweiterte Oberflächenvielfalt, darunter Edelstahlblech im Kreuzschliff sowie Pulverbeschichtungen in Feinstruktur (R12) und mit Antirutsch-Eigenschaften (R10). Neu im Sortiment sind außerdem ein Übergangsprofil (27 2mm), zwei Edelstahl-Abschlussprofile (37 bzw. 27 4,5mm) sowie ein Dehnfugenprofil für den nachträglichen Einbau.



Carl Prinz
Sockelleisten nach individuellen Vorgaben

Das Gocher Traditionsunternehmen Carl Prinz hat in seine technische Ausstattung investiert: Eine hauseigene Manufaktur für Biegen und Stanzen ermöglicht das Fertigen von Profilen und Sockelleisten nach individuellen Vorgaben. "Damit können wir Lösungen realisieren, die mit Standardtechnik kaum umsetzbar sind", erklärte der Marketingverantwortliche Bastian Leukers.

Individuelle Anpassungsfähigkeit ist dabei entscheidend, denn die Nachfrage nach flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten wachse stetig - sei es aus praktischen Gründen, etwa beim Einsatz überbreiter Dehnfugen zur Korrektur schräg verlaufender Estrichfugen bzw. rutschhemmender Aluminium-Treppenkantenprofile, oder aus gestalterischen Gründen, beispielsweise bei Unterputz-Sockelleisten mit integrierter LED-Beleuchtung.

Insgesamt konnte Carl Prinz in 2025 ein Umsatzplus von 3 % verzeichnen. Bei den aktuellen Markbedingungen keine Selbstverständlichkeit. Doch darauf ruht sich der Hersteller nicht aus: Mit über zweihundert neuen Artikeln startet Carl Prinz gut gerüstet ins Jahr 2026.


Classen
Nachhaltige Boden- und Wandkonzepte

Bei Classen stand erneut das Thema Nachhaltigkeit mit kreislauffähigen Produktlösungen für Wand und Bodenbeläge im Fokus des Messeauftritts. Bereits 2024 wurde der Hersteller auf der Domotex mit dem Green Collection Award ausgezeichnet, und auch in diesem Jahr betonte das Unternehmen wieder seine PVC und chlorfreien Konzepte. Der eigens entwickelte und patentierte Werkstoff Ceramin, der zu großen Teilen aus recyceltem Polypropylen besteht, erhielt jüngst die Cradle to Cradle Full Scope Silber Zertifizierung. "Ein Meilenstein", sagte Kathrin Schäfer, Teamleiterin Marketing bei Classen, "aber wir arbeiten auch in diesem Jahr daran, den Recyclinganteil weiter zu erhöhen und zusätzliche Zertifizierungen zu realisieren."

Neben bewährten Laminat- und CeraminBöden zeigte Classen auf der Messe Neuheiten, darunter den "Hybridboden" Fuse, die Looselay-Variante von Ceramin sowie die Designbelagskollektion Nuva. Dem gegenwärtigen Trend "Renovierung statt Neubau" entsprach auch das ausgestellte Sortiment der Ceramin Tiles: Die dünnen, wasserfesten Wand und Bodenplatten mit unterschiedlichsten Dekoren bieten eine Alternative zur Keramikfließe und lassen sich einfach verlegen. Schäfer hob hervor: "Für den Endkunden wie für Handwerker ist das ein einfaches und sicheres Renovierungssystem, das schnell Ergebnisse liefert."



Das Teppichwerk
Fokus auf Teppichfliesen

Das Teppichwerk hatte auf seinem Kommunikationsstand im Retailers Park vor allem im Objektgeschäft Neuheiten zu verkünden; ein Bereich in dem sich die Hamelner gänzlich neu positionieren möchten. Auch personell wurde dafür aufgestockt: Objekt-Verkaufsleiter Danjiel Baric hatte seit seinem Einstieg im Juni 2025 alle Hände voll zu tun: "Ich bin seit sieben Monaten im Unternehmen und wir bringen elf neue Produkte auf den Markt - so darf es nicht weitergehen", erklärte er augenzwinkernd.

Die Teppichfliese gewinnt im Objekt mehr und mehr an Bedeutung, entsprechend handelt es sich bei den neuen Produkten ausschließlich um Teppichfliesenkollektionen, die unter den markanten Namen Erste Liebe, Harry & Sally und Bord/Stein/Kante im März auf den Markt kommen sollen. Alle Produkte werden direkt in Hameln gefertigt - "Made in Germany" bleibt bei Das Teppichwerk zentrales Verkaufsargument. Doch das ist für dieses Jahr nicht alles : "Im dritten Quartal wird es auf jeden Fall weitergehen", so Baric. Weitere Produkte seien derzeit schon in der Entwicklung.

Von der Messe hatte man am Stand ein gemischtes Bild: "Im Vergleich zu früher ist die Domotex nur noch ein Schatten ihrer selbst", sagte Peter Leinweber, Verkaufsleiter Handel. "Aber das gilt für viele andere Messen auch. Wir sind nun mal über lange Wege im Hier und Heute angekommen. Es ist nicht besser, aber es ist anders." Die Frequenz am Stand sei aber schon am Eröffnugstag besser als erwartet gewesen.



Egger
Wasserresistente Laminat- und Hybridböden

Produktseitig präsentierte Holzwerkstoffhersteller Egger ausgewählte Lösungen aus der Fußbodenkollektion 2025+, darunter wasserresistente Laminat- und Hybridböden sowie verschiedene Dielenformate. Zur aktuellen Marktlage äußerte sich Alexander Nestler, Vertriebsleiter für Zentraleuropa, zurückhaltend, aber realistisch: "Es ist für uns herausfordernd - wie für alle." Entscheidend sei, "die Situation anzunehmen und die daraus entstehenden Chancen zu nutzen". Mit der Entwicklung zeigte er sich dennoch "nicht völlig unzufrieden", zugleich bestehe branchenweit der Wunsch nach einer spürbaren Belebung.

Für das Jahr 2026 rechnet man bei Egger mit einer vergleichbaren Marktentwicklung. "Wir hoffen auf einen leichten Aufschwung. Es wird sicherlich keine große Boom-Phase", so Nestler. Der Markt sei schwer einzuschätzen, da neben internen Faktoren auch äußere, (welt-)politische Einflüsse für Verunsicherung sorgten.

Größere Veränderungen standen und stehen für den Hersteller nicht ins Haus. "Wir setzen weiterhin auf Kontinuität", betonte Nestler. Die Präsenz auf der Domotex bewertete er insgesamt positiv. Der kleinere Messeauftritt im Retailers Park sei aber die richtige Wahl gewesen, Leitmesse bleibe für Egger weiterhin die BAU in München.


FN Neuhofer
Expansion im Fokus

Gleich zwei einander gegenüberliegende Stände mit insgesamt 300 m2 Fläche hatte FN Neuhofer in Halle 20 aufgefahren. Das passte zur Botschaft, denn bei den Österreichern gehörten nicht nur die Produkte, sondern auch die expansive Ausrichtung zu den Neuheiten. "Unser Highlight dieses Jahr ist, dass wir gleich drei neue Standorte eröffnen", berichtete die Marketingverantwortliche Julia Hofmann. Über 40 Mio. EUR wurden investiert. Neben einem Distributionszentrum in Polen eröffnet Neuhofer im März gleich zwei neue Werke: Eines in South Carolina in den USA und eines im oberösterreichischen Pöndorf, unweit des Firmenstammsitzes. Dort ist inzwischen die Eigenproduktion stanzbarer extrudierter Kernsockelleisten FN Xtru-Pro angelaufen. "Das ist unsere große Neuheit, der ganze Nebenstand ist darauf gebrandet", so Hofmann.

Hintergrund dieser Investitionen ist ein ausgesprochen positives Geschäftsjahr. Firmeninhaber Franz Neuhofer habe zuletzt von "38 % Wachstum" gesprochen, ein Wert, der in der aktuellen Marktlage heraussticht. Auch personell gebe es zweistellige Zuwächse. Hofman betonte, es sei "eine extrem produktive und erfolgreiche Zeit". Diese Entwicklung sei kein Zufall, sondern Teil einer langfristigen Strategie: antizyklisches Investieren. "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten investieren, um danach gestärkt dazustehen - das hat Franz Neuhofer schon von seinem Vater übernommen", so der Einblick in die Familiengeschichte des inzwischen in zehnter Generation geführten Unternehmens.

Weitere Produktneuheiten wie der bewegliche MDF-Raumteiler FN Para-fix, dekorative Wandlösungen oder neue Akustikelemente wurden als Beispiele dafür genannt, wie bestehende Technologien weitergedacht werden. Der Messeverlauf selbst wurde positiv bewertet. Die Qualität der Gespräche stimme, das internationale Publikum und die Konzentration im Retailers Park sorgten aus Sicht des Unternehmens für eine stimmige Plattform.



Gerflor
LVT- und Linoleumböden aus recycelten Rohstoffen

Kaffee für alle gab es am Stand von Gerflor im Retailers Park - jedoch nicht frisch aufgebrüht, sondern in Form von Kaffeesaat zum selber einpflanzen. Der Marketinggag verwies auf die neuen Linoleumböden DLW Lino Art, die neuerdings zu 4 % aus gemahlenen Kaffeehäutchen bestehen. "Wir produzieren unsere Linoleumböden in Delmenhorst bei Bremen, dort gibt es viele Kaffeeröstereien", erklärte Dirk Scholz vom Vertrieb. "Das Silberhäutchen der Bohne ist für die Rösterei ein Abfallprodukt. Wir mahlen diese nun fein und mischen sie dem Holzmehl bei. So benötigen wir auch weniger Holz und erhöhen den Anteil schnell nachwachsender Rohstoffe - von 76 auf 83 %." Nachhaltigkeit beim Material sowie warme, erdige, naturnahe Farben und Dekore bleiben weiter stark nachgefragt, auch bei der neuen LVT-Kollektion Creation, die übrigens erstmals auch ein KI-generiertes Dekor enthält.

Dass Gerflor trotz schwierigem Markt gut aufgestellt bleibt, habe man dem breiten Portfolio zu verdanken. "Wir sind zum Glück nicht produktspezialisiert. Wir mögen Marktführer im LVT sein, aber wir hängen uns nicht allein daran auf", stellte Scholz fest. Die Sportbeläge etwa kamen bei der zeitgleich laufenden Handball-EM zum Einsatz und auch bei den homogenen Bodenbelägen gebe es mit Astro eine neue Kollektion, die schon jetzt sehr nachgefragt sei.



Hamat
Designbeläge ohne Preisdumping

Seit Januar 2026 ist Björn Schulze als D/A/CH-Vertriebsleiter für LVT beim niederländischen Bodenbelags- und Schmutzfangmattenhersteller Hamat tätig. Das Unternehmen setzt bewusst nicht auf Preiswettbewerb. "Jeder Artikel ist heute vergleichbar. Aber über den Preis gewinnt man keine Partnerschaften", so Schultz. Stattdessen verfolge man einen selektiven Vertriebsansatz: "Ich möchte entscheiden, mit welchen Partnern wir arbeiten - fair, verlässlich und ohne Preisdumping." Auch das Sortiment ist darauf ausgelegt: Jedes LVT-Dekor ist in mehreren technischen Varianten erhältlich, etwa als Klebe-, Fischgrat- oder Klick-Version.

Die Domotex bewertet Schultz positiv. "Sie ist kleiner als früher, aber die Qualität der Gespräche ist hoch." Viele Besucher seien gezielt gekommen. "Die Frequenz und die Stimmung haben uns positiv überrascht."



Küberit
Maßgeschneiderte, praxisnahe Lösungen

Den besten Überblick über Halle 21 hatte man vermutlich vom Stand von Küberit, der mit einer erhöhten Terrasse ausgestattet war. Von hier aus blickte auch die Marketingverantwortliche Heike Dörk optimistisch auf die Situation des Profilherstellers: "Es war für uns zwar kein Rekordjahr, aber wir sind zufrieden." Sie sieht den Grund für die positive Bilanz vor allem in Anpassungsfähigkeit und der breiten Produktpalette - ein großer Vorteil in einer unruhigen Branche. "Es ist in dieser Zeit sehr wichtig, dass man sich nicht zu sehr spezialisiert. Wir passen uns immer den individuellen wünschen unserer Kunden an, dabei richten wir uns nicht nach Standards, sondern suchen maßgeschneiderte Lösungen. Wenn ein Kunde merkt, dass wir uns seiner voll und ganz annehmen, kommt er auch wieder." Selbiges gelte für den internationalen Markt: Küberit liefert in 65 Länder weltweit und reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der Märkte.

Auf der Messe präsentiert wurden zahlreiche Profil- und Treppenkantenlösungen, darunter Rampenprofile, Edelstahl-Eckschutzwinkel und Montagehilfen für Boden- und Wandbeläge. Besonderes Augenmerk lag auf praxisnahen Lösungen wie formschlüssigen Adaptern, taktilen Profilen für Sehbehinderte und speziell entwickelten Werkzeugen für die Montage. Auch neue Pulverbeschichtungen in UV-beständigen, naturnahen Farben, die sich für Innen- und Außeneinsätze eignen, stießen auf Interesse.

Heike Dörks Zwischenfazit zur Domotex: "Wir sind äußerst positiv überrascht, wie stark der Zulauf ist. Allein in den ersten zwei Tagen hatten wir sehr viele Kontakte und gute Gespräche - sowohl mit Stammkunden als auch mit potenziellen neuen Kunden. Das war wirklich sehr schön." Der Aufwand eines zweigeschossigen Standes habe sich gelohnt.



Project Floors
LVT-Trend: ruhig statt rustikal

Am Stand von Designbelagsspezialist Project Floors im Retailers Park zog Selçuk Güler, Key Account Manager für Nordwestdeutschland, ein positives Messefazit. Die Domotex sei "deutlich besser als erwartet" verlaufen, nach schwachen Jahren sei wieder ein leichter Aufwind spürbar.

Neuheiten zeigte Project Floors unter anderem mit der LVT-Kollektion Mellow Woods. "Mellow steht für sanft, entspannt, ruhig", so Güler. Die Dekore verzichten bewusst auf rustikale Optiken und starke Astbilder und greifen damit einen Trend auf, der insbesondere aus den Niederlanden komme. Ergänzend präsentierte das Unternehmen neue Fliesenformate im Maß 60 60 cm in Betonoptiken für den Objektbereich. Hinzu kam das weiterentwickelte Unique-Design-Konzept, das Planern eine projektbezogene Individualisierung ermöglicht.
Strategisch setzt Project Floors bewusst auf Profi-Produkte und verzichtet weitgehend auf klickbare DIY-Lösungen. Ziel sei es, das verarbeitende Handwerk zu stärken und sich klar von rein preisgetriebenen Angeboten abzugrenzen. Wirtschaftlich zeigte sich das Unternehmen zufrieden: "Wir konnten in einem stagnierenden Markt zulegen", sagte Güler. Auch der Wegfall eines größeren Großhandelskunden habe das Ergebnis insgesamt nicht entscheidend beeinträchtigt. Entscheidender Vorteil sei die eigene Produktionsstätte in Taiwan, die es erlaubt, spontan auf Markbedürfnisse zu reagieren.



Selit
"Bodenbelag und Unterlage als funktionale Einheit"

Auf einem imposanten Stand präsentierte Selit Dämmtechnik die Next Gen-XPS-Verlegeunterlagen sowie die bewährten XPO-Materialien. "Bodenbelag und Unterlage betrachten wir als funktionale Einheit - nur so lässt sich das Optimum herausholen", erklärte Marketingleiterin Lydia Bober. Ein wichtiger Trend sei die Individualisierung: Geprägte Oberflächen oder farbliche Akzente steigern die wahrgenommene Wertigkeit des Bodens, auch wenn sie "unten drunter" liegen. Ergänzend stellte Selit flexible Akustikpaneele aus PET sowie neue EPS-Formteile für flexible Wandgestaltungen vor.

Die Marktlage beschreibt Bober als herausfordernd: "Die Stimmung am Markt ist nach wie vor schlecht. Aber dass der jetzige Zustand das neue Normal ist, will ich noch nicht glauben." Das Geschäftsjahr 2025 verlief für Selit stabil. Durch gezielte Investitionen konnte die Marktposition gefestigt und Materialeigenschaften sowie Rezepturen weiter verbessert werden. Auch für 2026 plant das Unternehmen, die Weiterentwicklung von Materialien und Produktlösungen voranzutreiben und den Handel mit praxisnahen Konzepten zu unterstützen.

In Hannover verlief der Messeauftakt erfolgreich: "Wir wurden am ersten Tag regelrecht überrannt", so Bober. Die klare Trennung der Geschäftsbereiche Industry und Retail auf dem Stand und die praxisnahen Präsentationen unterstrichen den strategischen Fokus.



Swiss Krono
Wasserfestes Laminat mit Echtholzoberfläche

Der Schweizer Laminathersteller Swiss Krono hatte in Halle 20 sein eigenes Holzhaus errichtet und präsentierte hier unter anderem die neue Artureon-Kollektion mit Echtholzoberflächen auf Spanplatten-Trägern. Verkaufs- und Marketingleiter Fabian Kölliker erklärte: "Uns ist es gelungen, den Träger wasserdicht und formschlüssig herzustellen." Die Kollektion umfasst zwei Linien: eine klassische Design-Kollektion sowie eine Wood-Linie mit Echtholzfurnier. "Bis zu 30% recyceltes Echtholz ist bereits enthalten, das wollen wir aber noch weiter steigern."

Laminat habe es auf dem Markt weiterhin schwer, LVT-Produkte bleiben starke Konkurrenz: "LVT ist ein gutes Produkt, es wird gut gekauft - und es macht uns das Leben nicht einfacher", so Kölliker. Für 2026 ist er vorsichtig optimistisch: "Am Ende des Horizonts hoffe ich auf eine leichte Verbesserung, aber man weiß ja momentan nicht, was morgen ist."


ter Hürne
Flexible Raumteiler zur Marktreife gebracht

Unter dem Motto "Wenn nicht Holz - wann dann?" zeigte ter Hürne in Halle 21 Echtholzböden und neue Systemlösungen. Im Fokus standen die Parkett- und Hywood-Böden, die in Südlohn produziert werden und laut Laura Gehling, Leiterin operatives Marketing, "das Herzstück unseres Unternehmens" bilden. Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr aber auch auf dem neuen, beweglichen Raumteiler-System Divisio. Die Lamellen sind mit einem Aluminiumkern stabilisiert, Montage und Handling sollen auch für DIY-Anwender einfach sein. Gehling erklärte dazu: "Es war immer ein bisschen das Baby von Bernhard ter Hürne. Schade, dass er jetzt nicht sieht, wie es am Markt ankommt. Wir sind zuversichtlich, dass es sich gut etabliert."

Geschäftsführer Bernhard ter Hürne war im vergangen Jahr nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Am Messestand erinnerte eine Fotowand seiner Person und erlaubte persönliche Einblicke in die Geschichte des Familienunternehmens, in das nun Ehefrau Celia ter Hürne als Geschäftsführerin operativ stärker eingebunden ist. Auch sie war am Stand präsent.

Neben Böden und Raumteilern stellte ter Hürne Akustikpaneele, Dekorelemente und ein Treppenstufensystem für den Objekt- und Wohnbereich vor. Gehling fasste zusammen: "Unsere Partner wollen heute mehr als nur Produkte - sie wollen Lösungen, die einen echten, praxisorientierten Mehrwert bieten." Der Markt jedoch sei eine Glaskugel, selten konnte man ihn so schwer einschätzen. Eines jedoch sei offensichtlich: "Nur mitschwimmen reicht im Moment nicht. Man muss etwas tun, oder man geht unter."


Wulff
4er-Prinzip für schnelle Verlegelösung

Bei Wulff zeigte sich Geschäftsführer Alexander Israel positiv überrascht von der diesjährigen Domotex: "Die Hallen waren morgens um 10 Uhr schon gut gefüllt. Das neue Konzept scheint tatsächlich gut anzukommen." Er sah mit seinem Messestand im Retailers Park vor allem Chancen, internationale Kontakte zu knüpfen.

Denn für die Zukunft kündigte Israel an, dass Wulff den Fokus aufs Ausland weiter verstärken will und zugleich das Handwerk als Kernkundschaft pflegt: "Wir sind und waren immer auf Augenhöhe mit dem Handwerk und haben nicht vor, da Abstriche zu machen. Unser Motto Freunde des Handwerks ist für uns mehr als nur Marketing."

Dabei setzt Wulff auf das "4erPrinzip": Vier aufeinander abgestimmte Produkte sollen das gesamte Standardgeschäft der Bodenverlegung abdecken, dabei Lageraufwand und Fehlgriffe reduzieren, und damit letztlich Handwerker im Alltag entlasten.

Insgesamt hat das Unternehmen - wie alle anderen auch - gegenwärtig mit Kostensteigerungen und Rückschlägen zu kämpfen. Aber man wirtschafte solide und so blickt Israel trotz aller Widrigkeiten eher erwartungs- als sorgenvoll auf 2026: "Es wird sicher eines der spannendsten Jahre seit langem. Es tun sich viele Möglichkeiten auf."
aus BTH Heimtex 02/26 (Wirtschaft)