Hagebau

Hagebau investiert in praxisorientierte digitale Tools für die Gesellschafter


Vom Hagebau-Stand wehte ein zarter Duft nach Popcorn durch die Messehallen. Philipp Trunkwalter, Abteilungsleiter Einkauf Fachhandel Holz und Bauelemente, Bianca Lange, Abteilungsleiterin Vertrieb und Einkauf Bauelemente und Sabine Krause, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation, zeigten sich zufrieden mit Quantität und Qualität der Standbesucher. "Auch Händler anderer Kooperationen waren zu Gast bei uns, das ist für das Netzwerk und den Austausch hilfreich."

Die Kooperation befindet sich im Umbruch. Nach mehreren Wechseln im Spitzen- und mittleren Management scheint nun auf personeller Ebene Ruhe eingekehrt zu sein. Doch erlitt die Hagebau einen Aderlass an Gesellschaftern, einige wanderten mit ihren Hagebaumärkten zu Obi ab. In Soltau weiß man um die Gründe der Abgänge, etwa Nachholbedarf bei der Digitalisierung, und arbeitet dagegen an. So wurden digitale Tools entwickelt, die die Gesellschafter bei ihren alltäglichen Aufgaben entlasten - wie eine digitale Bauakte für Planung, Steuerung und Dokumentation - Leads sowohl bei Handwerkern als auch Endverbrauchern generieren und Frequenz, sprich konkrete Kaufinteressenten, ins stationäre Geschäft bringen sollen.

Die Spezialisierungssysteme für den Holzbau-Fachhandel, den Fachhandel Fenster, Türen, Tore und den Holzprofi sollen weiter ausgebaut, die Serviceleistungen optimiert werden. Auch werde es künftig darauf ankommen, Sortimente zu schärfen, sagt Philipp Trunkwalter. Mit Blick auf die Profikunden würden dabei vorgefertigte Elemente an Bedeutung gewinnen, "damit wir im handwerklichen Prozess Teil der Wertschöpfung bleiben".
aus Parkett Magazin 01/26 (Wirtschaft)