ter Hürne
Antizyklischer Erfolg
Unwillkürlich schaute man sich in Köln auf dem Stand von ter Hürne nach dem leider kürzlich verstorbenen Bernhard ter Hürne um, der immer Mittelpunkt des Messegeschehens war. Aber sein Wegbegleiter und Vertrauter Torsten Nienhaus, der seit August die Geschäfte führt, und DACH-Verkaufsleiter Dirk Becker halten beherzt die Fahne hoch und verfolgen mit dem Team unbeirrt die von Bernhard ter Hürne initiierte Strategie weiter, die für das Familienunternehmen auch im Schicksalsjahr 2025 Früchte trägt. So konnte Nienhaus von einem zweistelligen Zuwachs berichten, der von allen Produktgruppen und Märkten gespeist wird. Er führt den antizyklischen Erfolg von ter Hürne auf die "mehrwertorientierten Sortimente" zurück und "Konzepte, mit denen unsere Kunden Geld verdienen können". Auch die Politik, sich auf 50 % Eigenfertigung und 50 % Zusammenarbeit mit strategischen Industriepartnern zu stützen, zahle sich aus.
Die Transformation des Werkes in Südlohn sei noch nicht beendet; weitere Maßnahmen, zum Beispiel in die Automatisierung, sollen noch umgesetzt werden, um die Effizienz der Fertigung zu erhöhen, den Ausschuss zu senken und die Kosten zu optimieren. Nach der Demission von Hendrik Voss, bis Juli Geschäftsleiter Technik, wird diese Funktion nicht mehr neu besetzt, sondern stattdessen wurde Jürgen Terfort mit der Werkleitung betraut.
Außerdem soll zeitnah ein Beirat als Sparringspartner für die Geschäftsführung implementiert werden. Dafür konnte Torsten Nienhaus seine drei Favoriten gewinnen: einen aus der Branche, einen Wirtschaftsjuristen und einen aus der Wissenschaft. Ziel ist, ter Hürne gesund als Familienunternehmen weiterzuführen und weiterzuentwickeln, bis die Zwillingssöhne von Bernhard ter Hürne und seiner Frau Celia alt genug sind, um Verantwortung zu übernehmen. In diesem Zusammenhang tritt man in Südlohn auch entschieden Gerüchten entgegen, dass die gebürtige Britin Celia ter Hürne in ihr Geburtsland zurückkehren will. "Ich bleibe da, wo meine Söhne aufgewachsen und zuhause sind", sagt sie bestimmt.
aus
Parkett Magazin 01/26
(Wirtschaft)