Aktuell gibt es 43,4 Mio. Wohnungen in Deutschland
Das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen, wurde 2022 deutlich verfehlt: Laut Statistischem Bundesamt wurden lediglich 295.300 Einheiten gebaut, aber auch 12.500 abgerissen oder zu Gewerbeflächen umgewidmet. Netto erhöhte sich der Bestand nur um 282.800 und liegt damit aktuell bei 43,4 Mio.
41,9 Mio. Wohnungen befinden sich in Wohngebäuden, davon mit 22,0 Mio. gut die Hälfte in einem der 3,3Mio. Mehrfamilienhäuser in Deutschland. Die haben im Schnitt 6,7 Wohneinheiten. Es gibt 13,0 Mio. Einfamilienhäuser, 6,4 Mio. Wohnungen in Zweifamilienhäusern und 0,5 Mio. Wohnungen in Wohnheimen, etwa für Studierende, Geflüchtete und Wohnungslose. Unter die restlichen Wohnungen in Nichtwohngebäuden fallen beispielsweise Hausmeisterwohnungen in Bürogebäuden.
Im Durchschnitt ist eine Wohnung heute 92,2 m groß, die Wohnfläche pro Kopf beträgt 47,4 m. Rein rechnerisch leben in jeder Wohnung 1,9 Personen. 2012 gab es in Deutschland 40,8 Mio. Wohnungen. Die waren im Schnitt 91,2 m groß und wurden von 2,0 Personen bewohnt, denen jeweils 45,2m Wohnfläche zur Verfügung stand. Trotz der Defizite bei der Schaffung neuen Wohnraums bleibt demnach festzuhalten: In der zurückliegenden Dekade sind sowohl der Wohnungsbestand (+6,3 %) als auch die Wohnfläche (+7,4 %) stärker gewachsen als die Bevölkerung (+4,8 %).
aus
BTH Heimtex 09/23
(Bau)