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Woodcare Denmark: Standorte zusammengeführt

Neue Unternehmens- und Personalstrukturen

Seit April 2009 ist Benny Møller der neue CEO der Woca Group. Er ist angetreten, die zwei Standorte, den Hauptsitz in Hadsund und die Produktion in Lunderskov, zusammenzuführen, zwei Unternehmenskulturen zu einer zu verschmelzen und die notwendigen personellen Änderungen vorzunehmen. Über den aktuellen Stand der Dinge informierte sich ParkettMagazin anlässlich eines Besuchs am neuen Firmensitz Lunderskov.

Woodcare Denmark, Hersteller von Produkten zum Schutz von Holzoberflächen und Pionier für geölte Oberflächen, hat Forschung und Entwicklung sowie die gesamte Administration aus Hadsund abgezogen und nach Lunderskov verlagert. Drei Jahre zuvor hatte das Unternehmen das Werk Lunderskov übernommen und dort alle Produktionsbereiche konzentriert. Die Zusammenlegung von Hadsund und Lunderskov erforderte aufgrund der räumlichen Entfernung und der verschiedenen Unternehmenskulturen personelle Änderungen und neue Strukturen. Mit der Umsetzung beauftragten die Woca-Eigentümer den Techniker und Kaufmann Benny Møller, der mit 27 Berufsjahren in der Holzbranche, davon 17 Jahre als Managing Direktor, über die dazu notwendige Erfahrungen verfügt.

Das dänische Unternehmen hat in den vergangenen Jahren zwar schwarze Zahlen geschrieben, habe aber von 2004 bis 2009 keine zufriedenstellenden Zuwächse generiert. Erwartet wird, dass sich durch die Zusammenlegung zumindest die Kostensituation zum Positiven entwickelt, vor allem durch kurze Wege und Aktivierung vorhandener Synergien. Um zudem auch die Umsatzzahlen zu steigern, haben Eigentümer und das neue Führungsteam eine vier Punkte umfassende strategische Neuorientierung beschlossen. Der erste Punkt gilt bereits als abgehakt: Standortzusammenführung und optimale personelle Besetzung. Der zweite Punkt befasst sich mit Umsatzmaximierung. Leistungsfähige Forschung und Entwicklung, Qualität, Flexibilität und ein excellenter Service bieten laut Benny Møller die dazu erforderlichen Voraussetzungen. Im dritten Punkt wird eine wesentlich intensivere Marktdurchdringung gefordert. Erreicht werden könne dies durch mehr Händlerkontakte und stärkeren Zugang zu Importeuren. Helfen sollen dabei neue Produkte sowie eine noch nachhaltigere Platzierung des Woca-Markenzeichens. Im vierten Punkt sind deutliche Zuwachsvorgaben fixiert. Erwartet wird von den Eigentümern ein jährliches Plus von 10%. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass der geforderte Zuwachs auch durch Akquisition realisiert werden kann.

Die Vorstellungen der Eigner sind damit klar umrissen, erforderliches Kapital ist bereitgestellt. Benny Møller sieht gute Chancen für die Umsetzung des Strategieplanes: "Es gibt weltweit ein großes Potential an Abnehmern, die unsere Produkte vermarkten können. Unsere Aktivität richtet sich daher außer auf Europa auch auf Asien (China, Südostasien) und Nordamerika."

Besondere Vertriebsphilosophie

In Dänemark wird das gesamte Woca-Sortiment unter dem früheren Label "Trip Trap" verkauft. Alle in den Export gehenden Produkte tragen das Markenzeichen "WOCA". Für beide Produktbezeichnungen übergreifend das Messingschild beizubehalten, habe sich als richtige Entscheidung erwiesen. Woca-Händler und -Importeure haben vormals Pflegeprodukte zumeist als Zusatzsortiment geführt. Hauptprodukte waren und sind in der Regel Holzböden, oft werksseitig oberflächenbehandelt. Um hier mögliche Irritationen auszuschließen, haben viele der Woca-Importeure Tochterfirmen gegründet, die sich nur mit dem Woca-Sortiment befassen. Laut Jesper Frøkjr Jensen, Exportleiter für Pflegeprodukte und für Industrieöle, hat sich diese Aufteilung bestens bewährt, so dass vergleichbare Lösungen in weiteren Exportmärkten angestrebt werden.

Die deutschen Kunden werden direkt aus Dänemark betreut und über Allianz-Partner beliefert. Einige dieser Partner haben dabei den Status eines Lager haltenden Großhändlers. Daneben gibt es einige Handelskunden, die aufgrund ihrer hohen Abnahmemengen direkt beliefert werden.

Im Export sichtbare Erfolge

In Deutschland konnten die Umsätze im vergangenen Jahr um etwa 11% gesteigert werden. In den übrigen Exportmärkten konnten trotz Finanzkrise die 2008 erzielten Umsätze gehalten werden. In Dänemark, wo das Woca-Sortiment über den Holzhandel zu 95% an Endverbraucher geht, war ein Rückgang von 15% zu verzeichnen.
aus Parkett Magazin 03/10 (Wirtschaft)