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Parkettlegerausbildung in Europa:

Aufbruch in der Ukraine und in Weißrussland


Im Weißrussland und in der Ukraine sollen für Parkett- und Bodenleger Berufsschulen nach dem Vorbild der Berufsschule in Neustadt/Aisch eingerichtet werden. Unterstützt werden die Initiatoren von Uzin und vom Präsidenten des europäischen Verbandes zur Förderung der Berufsausbildung im Parkettlegerhandwerks (EUFA), Heinz Brehm. Der Ulmer Verlegewerkstoffhersteller wird dabei vom Vertreter für Gesamtrussland, Boris Schulmann, sowie den Gebietsvertretern für die Ukraine, Jurij Rudchenko, und für Weißrussland, Ivan Rak, vertreten.

Boris Schulmann informierte sich im Sommer 2010 in der Schule Neustadt über die Ausbildungspläne und den Unterrichtsalltag. Bereits im September 2010 folgte ein Besuch des Verantwortlichen für die Berufsschulen der Stadt Minsk, Vladimir Shcherbo, mit zwei weiteren Repräsentanten aus der Ukraine und Weißrussland. "Wir werden im September 2011 mit dem Unterricht beginnen", machte Vladimir Shcherbo zum Abschluss des Besuchs in Neustadt deutlich.

In kurzer Zeit wurden die Lehr- und Schulpläne übersetzt, für das Fachbuch der Bodenleger wurde die Lizenz zum Übersetzen beschafft. Heinz Brehm und Josef Heller als Vertreter der Berufsschule konnten sich in diesem Frühjahr in Kiew und Minsk von der erfolgreichen Umsetzung der Planungen überzeugen. Sie trafen auf zwei Schulen, in denen ersthaft und mit zählbaren Ergebnissen Ausbildung in vielen Berufen vermittelt wird. Da es in beiden Ländern das Duale Ausbildungs-System nicht gibt, erfolgt die Lehre allein an der Schule, unterbrochen von kurzen Praktika in Industriebetrieben.

Die Ausbildung für Parkett- und Bodenleger wird dort vorerst in gleicher Weise durchgeführt werden. Die Schulzeit wird drei Jahre dauern. Vorgesehen ist aber, auch hier die Duale Ausbildung einzuführen. Zunächst werden für den Unterricht je Schule drei Lehrer ausgebildet. Sie sollen sowohl den theoretischen als auch den praktischen Unterricht übernehmen. Die ausgewählten Lehrer haben bereits im Juni dieses Jahres im Hause Uzin und an der Berufsschule in Neustadt umfassende Informationen erhalten. Uzin vermittelte Grundlagen zur praktischen Ausbildung, die Berufsschule in Neustadt die Umsetzung der Lerninhalte im schulischen Alltag. Bis Ende August sollen die jungen Lehrer die Unterrichtseinheiten für das erste Ausbildungsjahr vorbereiten. Basis bilden dabei das Fachbuch der Bodenleger und die Unterrichtsbeispiele der Berufsschule in Neustadt. Abgeschlossen wird die Vorbereitung mit einer Prüfung Ende August. Dabei werden sowohl Kenntnisse als auch die Umsetzung des Lernstoffes im Unterricht geprüft. Die dortigen Schulbehörden werden dabei vom Vorbereitungsteam der Firma Uzin sowie von Heinz Brehm und Josef Heller beraten.

Die Ausbildung zum Parkett- und Bodenleger wird in Kiew und in Minsk - wie geplant - im September beginnen.
aus Parkett Magazin 05/11 (Wirtschaft)