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Grecon-Holzwerkstoff- Symposium

Umwelt freundlich keit von Holzwerkstoffen ist unbestritten


"Die Umweltfreundlichkeit von Holzbau und Holzwerkstoffen ist unbestritten," erklärte Ulrich Bühler von Egger aus St. Johann auf dem 2. Holzwerkstoff-Symposium des Maschinenbauunternehmens Grecon in Hannover. Dem stimmte Prof. Dr. Gerhard Triebig vom Universitätsklinikum Heidelberg mit neuen Ergebnissen einer Studie zur Bewertung der Wirkung von Formaldehyd in arbeitsplatztypischen Konzentrationen zu. Seine Schlussfolgerung: Die in den Jahren 2008 und 2011 unter Studienbedingungen durchgeführte Inhalation von Formaldehyd habe keine schädigenden Effekte in äußeren Blutzellen und in Zellen der Nasenschleimhaut ausgelöst. Das Thema Formaldehyd aus Sicht der Normen und Grenzwert-Entwicklung behandelte Prof. Dr. Rainer Marutzky vom WKI Braunschweig.

Den 130 Teilnehmern des Symposiums konnte Ulrich Bühler berichten: "Bei der Nachfrage nach Holzwerkstoffen zeichnet sich eine positive Entwicklung ab, wenn auch landesspezifisch differenziert." Hier spielen moderne Beschichtungsverfahren für Holzwerkstoffe im Innenbereich eine innovative Rolle. Dazu nannte Dr. Rico Emmler vom IHD Dresden Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Oberflächentechnologie, riet der Industrie jedoch, bei künftigen Anstrengungen die Prozesssicherheit dieser Verfahren im Fokus zu haben. "Es bleibt abzuwarten, ob Endverbraucher neue Oberflächenfunktionen als sinnvoll ansehen und bereit sind, teilweise höhere Preise dafür zu bezahlen." Zu diesem Sachgebiet passte auch der Vortrag von Klaus Meinert (Bravo-Tech, Duisburg) über die Ansprüche an die Oberflächenbeschaffenheit von Rohplatten für Direktlackierung und Digitaldruck.

Weitere Einblicke in die Zukunft der Bearbeitung von Holzwerkstoffen gaben unter anderem Dr. Jörg Hasener und Jörg Kaufmann von der Firma Sandvik aus Fellbach, die mit der Frage "Pressbänder reparieren oder gleich erneuern?" ein neues Tool (Conti-Log) zur Optimierung von Heißpressen vorstellten. Volker Thole vom WKI Braunschweig referierte über ein neuartiges Quetschverfahren zum Zerspanen von Holz und Claus Seemann von Wodego aus Neumarkt stellte eine neue Generation von Holzwerkstoffen vor. Ihm zufolge muss dabei "nicht immer alles aus Holz bestehen".
aus Parkett Magazin 01/12 (Wirtschaft)