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EPLF: Ludger Schindler bleibt Vorsitzender

Die ISO-Norm für Laminatböden kommt

Auch wenn die Finanzkrise immer noch die Entwicklung in vielen europäischen Ländern negativ beeinflusst und lokale Anbieter die Märkte in Nordamerika und Asien versorgen: Europas Laminatbodenhersteller haben derzeit keinen Grund, Trübsal zu blasen. Der Branchenverband EPLF wächst und stellt sich mit seiner Arbeit den Herausforderungen der Gegenwart. Daher ist nicht nur der alte und neue Vorstandsvorsitzende Ludger Schindler positiv gestimmt.

Der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF) steht für personelle Kontinuität. So verwundert es nicht, dass auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung Ludger Schindler in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender bestätigt wurde. Immerhin: Dem Geschäftsführer der Meisterwerke Schulte steht jetzt mit Max von Tippelskirch (Kronotex) ein neuer Stellvertreter zur Seite. Dr. Theo Smet (Unilin) und Volkmar Halbe (Parador) sowie Georg Kruse (WPT) als Kassenprüfer komplettieren die Verbandsspitze.

Zu den erfreulichen Aufgaben Schindlers zählte die Begrüßung zweier neuer außerordentlicher Mitglieder: Die BASF Schweiz beliefert die Laminatbodenindustrie mit Harzen und Lacken, Hueck Rheinische ist Hersteller von Pressblechen und -polstern. Mit ihnen hat sich der Kreis der außerordentlichen EPLF-Mitglieder auf 28 Unternehmen aus der Zulieferindustrie erweitert. Ordentliche Mitglieder, also Laminatbodenhersteller, zählt der Verband 21.

Sowohl Licht als auch Schatten konstatierte Schindler beim Blick auf die momentane wirtschaftliche Lage der Branche. Während sich der Markt in Westeuropa weitgehend stabil zeigt, könnte sich Osteuropa nach Meinung der Verantwortlichen im Verband deutlich besser entwickeln.

Europas Hersteller weltweit präsent

Nordamerika und auch das asiatische Mengengeschäft werde inzwischen von lokalen Anbietern bedient. Den europäischen Herstellern bieten sich in Asien aber zumindest im Hochwertbereich gute Absatzchancen - in erster Linie in China. Wachstumsmärkte bleiben weiterhin Mittel- und Südamerika, hier vor allem Chile und Mexiko. "Ohnehin sind die EPLF-Mitglieder überall auf der Welt mit eigenen Produktionsstätten, Joint Ventures oder Vertriebsbüros präsent", erklärte Ludger Schindler. Ihr Anteil am globalen Markt betrage 50%.

Einen Erfolg meldete auf der Versammlung der Arbeitskreis Technik im EPLF. Nach acht Jahren intensiver Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes und in den ISO-Gremien wird in Kürze die ISO-Norm für Laminatböden verabschiedet. Mit ihr verfügt die Branche dann erstmals über einen weltweit gültigen Standard für die Bewertung und Prüfung von Laminatfußböden.

Neu im EPLF ist eine Arbeitsgruppe zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) in der Laminatbodenindustrie. "Die Anforderungen des Verbrauchers in diesem Bereich werden höher und wir tun gut daran, rechtzeitig darauf zu reagieren", sagte Vorstand Dr. Theo Smet.

In diesen Kontext gehören auch die aktuellen Themen des Arbeitskreises Märkte und Image: Zwei Vorträge - zu Qualitäts- und Umweltzeichen für Bodenbeläge und deren Glaubwürdigkeit einerseits und modernen Verpackungen für Laminatfußböden unter den Aspekten Convenience und Nachhaltigkeit andererseits - sorgten auf der Tagung für neue Denkanstöße.
aus BTH Heimtex 07/12 (Wirtschaft)