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Staatliche Berufsschule Neustadt/Aisch

Maschinenkurs für Lehrer aus der Ukraine und Weißrussland


Im Sommer 2012 konnten die beiden Schulen für Parkett- und Bodenleger in Kiew und in Minsk das erste Ausbildungsjahr erfolgreich abschließen. Jeweils 25 Schüler wurden dort sowohl theoretisch als auch praktisch ausgebildet. Bei einem Besuch dieser Schulen durch Bundeslehrlingswart Heinz Brehm und Studiendirektor Josef Heller war bereits im Mai beschlossen worden, für die Lehrer einen Maschinenkurs an der Staatlichen Berufsschule in Neustadt/Aisch anzubieten.

Im August kamen sechs ukrainische und weißrussische Lehrer für eine Woche nach Neustadt. Organisiert wurde die Reise von Ivan Rak, dem weißrussischen Vertreter der Uzin Utz AG. Er übernahm zusätzlich die wichtige Aufgabe des Übersetzens. Vor Ort waren die Berufsschullehrer Germann Kirschbaum und Josef Heller für die Organisation zuständig. Kirschbaum leitete den Maschinenkurs. Durch seine große Erfahrung, sein umsichtiges Führen und gute Vorbereitung konnten die Lehrer reiches Wissen und viele Fertigkeiten mitnehmen.

Die Osteuropäer erhielten Einweisung in die Sicherheitstechnik und zum effektiven Einsatz der Maschinen. Großen Wert legte Kirschbaum darauf, dass die Arbeit auf dem Papier geplant wurde und dass sie erst nach Einweisung in die Technik selbstständig ausgeführt wurde. Dabei standen der Altdeutsche Verband, Fischgrät-, Würfel- und Kassettenmuster im Vordergrund. Den Abschluss bildete eine Parkett-Tafel, die von den Gästen selbständig geplant und gefertigt wurde.

Das Interesse der beiden mitgereisten Lehrerinnen Tamara Dyleuskaya und Natalia Mikhalian galt vor allem der methodischen Umsetzung der Lerninhalte. Für sie war wichtig, die Erfahrung mitzunehmen, dass Unterricht gelingt, wenn die theoretische Vorbereitung zur fachgerechten und erfolgreichen Umsetzung der praktischen Arbeit führt.

Der Vorsitzende des Verbandes zur europäischen Förderung der Ausbildung für Parkettleger und Fußbodentechnik (EUFA), Heinz Brehm, wünschte abschließend den Gästen, dass sie die neuen Erfahrungen erfolgreich für die Ausbildung in ihren Ländern einsetzen können. Er dankte besonders dem Unternehmen Uzin Utz mit dem russischen Vertreter Boris Schulmann sowie Ivan Rak für die großzügige Förderung dieser Form der Ausbildung.
aus Parkett Magazin 05/12 (Wirtschaft)