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EPLF: Jahrestagung in Bad Oeynhausen

20 Jahre erfolgreiche Arbeit

Mit einer gelungenen Party hat der EPLF Geburtstag gefeiert. Seit 20 Jahren vertritt er die Interessen der europäischen Laminatboden-industrie. Die ist weltweit erfolgreich. Nur auf dem westeuropäischen Markt hakt es. Und das Geschäft in der Türkei wird von Dumping-Vorwürfen gegen deutsche Hersteller belastet.

Allen Grund zum Feiern hatte der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller auf seiner diesjährigen Jahrestagung. Seit zwei Jahrzehnten besteht der EPLF. 1994 von gerade einmal acht Firmen gegründet, vertritt er heute die Interessen von 21 Mitgliedsunternehmen. Aus deren europäischen Produktionsstätten stammen etwa 55 % der weltweit und gut 80 % der in Europa verkauften Laminatböden.

Ort der Feierlichkeiten war das Kaiserpalais in Bad Oyenhausen. Für die rund 100 ehemaligen und derzeitigen Mitglieder sowie Freunde und Förderer wurde es ein gleichermaßen unterhaltsamer wie emotionaler Abend.

Der amtierende EPLF-Präsident Ludger Schindler zog ein kurzweiliges Resümee der vergangenen 20 Jahre. Elmar Brok, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des EU-Parlaments stellte als Key-Note-Speaker die Vorteile heraus, die aus gemeinsamem Handeln entstehen. Das gelte für die Europäische Union ebenso wie für den EPLF. Und der Ehrenpräsident Ulrich Windmöller sorgte mit seinen Anekdoten aus den Anfangstagen des Verbandes für die emotionalen Momente. Er gehört zu den Gründervätern des Verbandes und betonte, dass es ihm ein besonderes Anliegen gewesen sei, dass die Geburtstagsparty in seiner Geburtsstadt stattfinde.

All das war eingebettet in eine artistische und humorvolle Varietéshow, so dass die Geburtstagsgäste gut gelaunt auf die kommenden 20 Jahre erfolgreicher Verbandsarbeit anstoßen konnten.

Die Stimmung wurde auch nicht durch die aktuellen Marktzahlen getrübt, die am folgenden Tag präsentiert wurden. In den ersten drei Monaten des Jahres haben die EPLF-Mitglieder etwa 113 Mio. m2 aus europäischer Produktion abgesetzt und bewegen sich damit auf Vorjahresniveau.

Verband im Anti-Dumping-Verfahren neutral

Allerdings gibt die Entwicklung in Westeuropa zumindest zu denken. Während in Osteuropa, Asien sowie in Nord- und Südamerika die Verkaufszahlen gestiegen sind, gab es hier einen Rückgang.

Deutliche Einbußen verzeichnet der Verband auf dem türkischen Markt. Hier wirkten sich nicht nur ungünstige Wechselkurse, sondern auch das anhängige Anti-Dumping-Verfahren gegen Hersteller mit deutschen Standorten aus.

Keine einfache Situation für den EPLF, der sich aber grundsätzlich zur Neutralität verpflichtet sieht. In den Worten von Ludger Schindler klang das so: "Im Sinne eines fairen Wettbewerbs müssen sich alle Marktteilnehmer an die Regeln halten. Sollte es tatsächlich berechtigten Grund für Beanstandungen geben, müssen diese im Interesse aller behoben werden."

Schließlich standen in Bad Oeynhausen auch turnusgemäß Vorstandswahlen an. Der bisherige Vorstand wurde für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt, das Gremium gleichzeitig erweitert: Präsident Ludger Schindler (Meisterwerke) hat mit Paul de Cock (Unilin) nun einen zweiten Stellvertreter neben Max von Tippelskirch (Kronotex). Volkmar Halbe (Parador) bleibt Obmann im Arbeitskreis Märkte und Image. Für den aus Altersgründen ausgeschiedenen Theo Smet (64, Unilin) wurde Eberhard Herrmann (Egger) neuer Obmann im Arbeitskreis Technik.
aus BTH Heimtex 07/14 (Wirtschaft)