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Moso

Gute CO-Bilanz von Bambusböden bestätigt


Der holländische Bambusbodenhersteller Moso hat die Nachhaltig und Umweltverträglichkeit seiner Produkte zum zweiten Mal nach 2011 von der Delfter University of Technology prüfen lassen. Das unabhängige Forschungsinstitut legte für das Life Cycle Assessment (LCA) die neuen Produktionsdaten nach ISO 14040 und 14044 zugrunde. Der LCA-Bericht umfasst eine vollständige Bewertung des CO-Fußabdruckes aller Massivböden, Dielen, Paneele und Balken. Das Ergebnis: Alle untersuchten Produkte sind über ihren gesamten Lebenszyklus CO-neutral oder sogar -negativ.

Pablo van der Lugt, Leiter Nachhaltigkeit und Innovation bei Moso, erklärt: "Die Riesenbambus-Wälder, aus denen Moso seinen Rohstoff gewinnt, wachsen durch den steigenden Marktanteil von Bambus-Produkten jährlich um eine Fläche von rund 5 % und speichern weiteres CO. Nach der Ernte bleibt das CO im Holz gebunden und wird nur freigegeben, wenn es in einem Biomasse-Kraftwerk als Ersatz für Kohle oder Gas verbrannt wird. Diese Freisetzung wird beim LCA als negative CO-Emission gewertet."

Um die CO-Bilanz eines Produktes zu ermitteln, werden zwei Werte verglichen. Auf der einen Seite stehen die Gutschriften: der CO-Entzug der Luft während des Wachstums und der Ersatz fossiler Brennstoffe in der End-of-Life-Phase. Auf der anderen Seite stehen die CO-Emissionen bei der Herstellung, dem Transport und der Verwendung. Ist die Menge des gespeicherten CO größer als der Wert des freigesetzten CO, wird die Bilanz negativ. Und negativ ist in diesem Fall gut.

Die Untersuchungen der Delfter Universität zu den Moso-Produkten sind vor allem für Green-Building-Architekten wichtig. Die zusätzlichen CO-Speicherungen werden bei den strengen Zertifizierungen für nachhaltiges Bauen, beispielweise die neue Version 4 von Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) und Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology (BREEAM), als Gutschrift gewertet.

Nach der ersten CO-Bilanzanalyse 2011 hat Moso seinen Produktionsprozess durch eine Senkung des Leimanteils optimiert. Geringerer Treibstoffverbrauch beim Transport pro Einheit hat ebenfalls zur verbesserten Bilanz beigetragen. Der Anteil formaldehydfreier Leime wurde entsprechend der strengsten E0-Norm erhöht. Derzeit sind sogar rein biobasierte Leime im Test.

Flaggschiff der Öko-Neuheiten ist der Bodenbelag Bamboo Forest. Er wird aus naturbelassenen Bambusrohren hergestellt. Um die runden Stämme zu geraden Latten zu pressen, ist nur ein geringer Energieaufwand erforderlich. "Gleichzeitig fällt durch diese Methode kaum Abfall an und wir müssen nur geringe Mengen Leim einsetzen", so van der Lugt.
aus Parkett im Holzhandel 04/14 (Sortiment)