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3 Fragen an Julian Utz, Jürgen Rehmann und Katrin Dannenberg

Schulungsangebot wird intensiviert


FussbodenTechnik: Herr Rehmann, am neuen Wolff-Standort in Ilsfeld wird es auch regelmäßige Schulungen geben. Wie ist die Planung?

Jürgen Rehmann: Bislang haben wir vorwiegend Schulungen mit dem Großhandel oder bei den Verlege-Betrieben selbst durchgeführt. In Ilsfeld verfügen wir nun über moderne Schulungsräume auf 250 m2, in denen zunächst zweimal monatlich Seminare stattfinden werden. Das konkrete Schulungsprogramm werden wir im Herbst/Winter ausarbeiten, wenn der Umzug in das neue Gebäude abgeschlossen ist. Bei der Planung der Schulungsflächen haben wir die Bodenplatten des Schulungsareals extra vom Rest des Gebäudekomplexes getrennt, sodass wir in den Praxisräumen ungestört Krach machen können, ohne die Belegschaft zu stören.

FT: Ist der Schulungsbedarf generell gestiegen, weil die Technik anspruchsvoller geworden ist?

Julian Utz: Es gibt mittlerweile lösemittelfreie Produkte auf dem Markt, die nicht mehr so aushärten wie früher, sondern länger elastisch bleiben. Damit müssen sich die bodenverlegenden Gewerke auseinandersetzen. Wir stellen leider fest, dass sich das Handwerk immer weniger Zeit nimmt, neue Mitarbeiter einzuarbeiten. Irgendwann stehen sie vor der Fragestellung, warum die Maschine nicht mehr funktioniert. Dabei muss zum Beispiel lediglich das Strippermesser ausgetauscht werden, weil es stumpf geworden ist. Unsere Aufgabe ist es, die neuen Verarbeiter in die Maschinentechnik einzuweisen und für konkrete technische Themen zu sensibilisieren. Wir investieren außerdem in Anwendungsvideos, die die Bedienung der Maschinen erläutern.

FT: Spielt E-Commerce in Ihrem Geschäftsfeld eine Rolle?

Julian Utz: Uns ist bewusst, dass sich das Kaufverhalten verändert. Wir sehen die zunehmende Digitalisierung des Handels in erster Linie als Chance, unsere bestehenden Vertriebswege zu ergänzen. Über das Uzin-Portal www.frag-bop.de vertreiben wir ebenfalls Wolff-Produkte bislang im Bereich des Paketversands. Es wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen, ob sich unsere Zielgruppe dem Thema noch stärker öffnet.

Katrin Dannenberg: Unser Geschäft ist in der Regel sehr beratungsintensiv, weshalb wir unseren Außendienst immer für den persönlichen Kundenaustausch brauchen werden. Wir haben viele Themen, die wir über den Online-Handel gar nicht abwickeln können. Uns ist besonders daran gelegen, dass die Wolff-Produkte korrekt eingesetzt werden, damit der Verwender auch lange etwas davon hat.
aus FussbodenTechnik 06/14 (Wirtschaft)