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Ligna

Drohneneinsatz im Forst


Wer bei einem Waldspaziergang in naher Zukunft auf seltsame Flugobjekte stößt, muss keine UFO-Meldung machen. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um so genannte Multicopter - unbemannte Flugplattformen, die wie ein Hubschrauber senkrecht starten und landen können. In der Forstwirtschaft lassen sich solche Drohnen für Waldinventuren, Kartierung von Schäden nach Katastrophen und mehr einsetzen. Mit hochauflösender Kamera oder Sensoren bestückt, erkundet die Drohne den Forst aus der Vogelperspektive.

Die vom Multicopter live gesendeten Bilder sind "geo- referenzierbar" - sie lassen sich exakt an bestehenden geographischen Koordinaten ausrichten. Fotografierte Objekte können genau verortet werden. Auch 3D-Oberflächenmodelle und Videobrillen, die es erlauben, in Echtzeit das Livebild der Kamera zu sehen, sind längst Realität. Durch eine Kombination aus Infrarotaufnahmen und NDVI-Fotos (Normalized Difference Vegetation Index) können Bilder erstellt werden, anhand derer Pflanzenwachstum, Vegetationsausdehnung und die Produktion von Biomasse gemessen werden. Bestimmung von Feuchtigkeit oder Totholzumfang, den Zustand von Baumkronen - all das dokumentieren Drohnen binnen weniger Minuten.

Vorgestellt wird die Arbeitsweise von Forstdrohnen auf dem Freigelände der Holzmaschinenmesse Ligna 2015 auf der Aktionsfläche des KWF (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik).
aus Parkett Magazin 01/15 (Wirtschaft)