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Woodcare Denmark investiert in Manpower und Produktoptimierung

Dänischer Ölhersteller setzt auf Auslandsmärkte


Das dänische Unternehmen Woodcare wächst momentan vor allem in den Überseemärkten und will hier weitere Marktanteile hinzugewinnen. Auch deshalb investiert der Hersteller von Produkten zur Pflege und zum Schutz von Holzoberflächen rund 1 Mio. EUR in Produktions- und Standorterweiterungen am Hauptsitz in Lunderskov. Aktuell wurde das Sortiment um neue Farben bei den Ölen, Laugen, Beizen und Lacken erweitert. Weitere Maßnahmen beziehen sich auf die Optimierung der Vertriebswege innerhalb Europas.

Woodcare hat sich international aufgestellt und vertreibt seine Produkte derzeit in mehr als 60 Ländern über den Fach- und Großhandel. Wichtigste Absatzmärkte sind Dänemark und die D/A/CH-Region. Außerhalb Europas haben die Dänen ,Stand-Alone’ Gesellschaften mit einer eigenständigen "WOCA-Identität" etabliert. In Australien etwa arbeitet der Hersteller mit Holzimporteuren zusammen, die die Marke in ihr Sortiment aufnehmen und ihre Verkäufer zu den Produktspezifikationen schulen. "Für den verstärkten Abverkauf unseres Sortiments investieren wir in die Manpower und werden in diesem Jahr weiteres Personal einstellen", erklärt Verkaufsdirektor Jesper Frøkjær-Jensen die Situation. Dabei hat er vorrangig den US-amerikanischen Markt im Blick. Hier soll der Marktanteil von derzeit 50% nochmals deutlich gesteigert werden. Für die ehrgeizigen Ziele erweitert das Unternehmen den Standort in Lunderskov, der für das wachsende Produktionsvolumen zu klein geworden ist.

Auf dem asiatischen Markt ist Woodcare bereits Marktführer mit seinem oxidativ trocknenden Industrie-Öl. Etwa 500 Parketthersteller stehen auf der Kundenliste. Für die Industriekunden haben die Dänen das neue Produkt 1505 entwickelt, mit dem Fertigungsabläufe in der Parkettindustrie optimiert werden könnten. "Wir versuchen unsere Industriepartner in China dazu zu bewegen, ihre Produkte statt nur vorgeölt künftig fertig geölt auszuliefern. Dafür erfüllt das neue Industrieöl die Voraussetzungen. Außerdem sehen wir hierin die Chance, neben dem Öl zusätzlich unsere Pflegeprodukte verkaufen zu können", erklärt Frøkjær-Jensen. Denn alle Woca-Produkte für die Grund- und Endbehandlung sowie für Reinigung und Pflege sind kompatibel zueinander. Deshalb mache es Sinn, sie auch im Gesamtpaket zu verkaufen.

Erweitertes Farbspektrum


Auch bei den Farben wird investiert. Neu sind die Exterieur Farben. Frøkjær-Jensen: "Zunächst gab es nur das farblose Exterior Öl für den Außenbereich. Jetzt ist das Öl auch in zahlreichen Farbeinstellungen lieferbar." Das Spektrum reicht von Rot, Weiß, Grau und Schwarz bis zu Creme, Steingrau, Anthrazit, Stahlblau und Tannengrün.

Auch beim Diamond Oil wurde das Farbspektrum um die Farben Carbonschwarz, Betongrau, Sandgrau, Smokebraun, Schokobraun und Caramelbraun ergänzt. Frøkjær- Jensen verweist in dem Zusammenhang auf die hauseigene Farbmischanlage, mit der sich rund 800 Farben für Woca-Systeme, -Laugen, -Beizen und -Lacke realisieren lassen.

Optimierungen auch in der Logistik und im Service


Für den Fach- und Großhandel möchte Woodcare eine Lieferfähigkeit bis nahe 100 % gewährleisten und baut deshalb über einen QR-Code den ständigen Bedarfsabgleich zwischen Handel und Produktion auf. "Wir wollen erreichen, dass nicht der Händler nachbestellen muss, sondern dass solche Bestellungen als Dienstleistung von uns übernommen werden. Woodcare ermittelt für den Händler den Bedarf und komplettiert das Sortiment", erklärt Frøkjær-Jensen das neue System.

Zudem investiert Woodcare verstärkt in Produktschulungen und will dazu auch das Handwerk stärker einbinden.

Mit diesem Maßnahmenpaket möchte der Hersteller Synergien sowie Marktpotenziale offensiver nutzen. Dabei stellen die Dänen auch ihre Vertriebswege auf den Prüfstand, bleiben jedoch ihren Kernkunden stets treu. "Wir sind die Nummer 1 innerhalb einer
Nische. Aber der Markt wird größer und die Welt immer kleiner. Wir müssen deshalb den richtigen Service bieten und können uns nicht nur auf die Qualität unserer Produkte verlassen", fasst Geschäftsführer Claus S. Norgaard die strategischen Überlegungen zusammen.
aus Parkett Magazin 03/15 (Wirtschaft)