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Moso: Durch Sortimentserweiterung neue Märkte erschließen

"Man sieht Bambus noch viel zu wenig"


Seit 1997 engagiert sich Moso im Bambusgeschäft und beansprucht heute mit einem breiten, innovativen Produkt- und Serviceangebot europaweit führende Position und auch international eine Spitzenrolle. Für die Zukunft sieht der Bambusspezialist beste Perspektiven durch die Expansion in neue Märke und Kundengruppen. Auftrieb erhofft man sich auch von der eigenen CE-Kennzeichnung für Bambus, die Ende 2017 kommen soll.

Der neue Hauptsitz von Moso im niederländischen Zwaag ist die beste Visitenkarte für den Bambusspezialisten: Fassade, Terrassendecking, Treppe, Bodenbeläge, Fenster- und Türrahmen, Mobiliar, Schallschutzelemente - alles ist aus dem nachhaltigen Naturmaterial gefertigt und belegt, wie vielseitig sich das als schnellwachsende Hartholz-Alternative positionierte Gras einsetzen lässt. Das 1997 gegründete Unternehmen residiert in einem neuen, verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebiet auf 1.300 m2 Bürofläche. Angegliedert ist ein 4.000 m2 großes Lager, in dem das umfangreiche Programm vorgehalten wird - "das größte Sortiment am Markt". Moso agiert in vier Geschäftsbereichen: Bodenbeläge mit Bambusparkett für Wohnen und Objekt, Konstruktion mit Furnieren, Balken, Massivplatten und Rollenware, Outdoor, mit rund 50 % Umsatzanteil derzeit die wichtigste Sparte und individuelle Sonderanfertigungen für verschiedenste Kunden. Hier reicht das Spektrum von der spektakulären Deckengestaltung für den internationalen Flughafen in Madrid bis zu Armaturenbrettern für BMW.

100 % Kontrolle über die Produktionskette

Neben der Zentrale unterhält Moso Vertriebsniederlassungen in Barcelona, Mailand, Kapstadt und Shanghai. Produziert wird in China in der Bambusregion um Hangzhou. Dort betreiben die Niederländer ein Joint Venture und kooperieren mit weiteren Werken zusammen, in denen zum Teil eigene Maschinen stehen, etwa Lackstraßen. Eine verlässliche, kontinuierliche Produktqualität ist eine der Säulen der Unternehmensstrategie. Alle Fabrikationen sind ISO 9001 und 14001 zertifiziert, fünfzehn Techniker vor Ort garantieren "höchste Qualitätssicherung", betont Michael van Houten, Vertriebsleiter für die DACH-Märkte. "Wir haben 100 % Kontrolle über die Produktionskette". Zudem setzt Moso bei den Additiven wie Leimen, Lacken und Ölen auf die strategische Partnerschaft mit europäischen A-Qualität-Lieferanten: das sind Dynea für Leime, Bona für Lacke und Woca für Öle.

Seit 2016 EPDS

Ein weiterer Fokus des Unternehmens lag von Anfang an auf der Nachhaltigkeit. Abgesehen davon, dass Bambus per se eine nachwachsende, ökologische Ressource ist, bietet Moso schon seit 2008 FSC-zertifizierte Bambusprodukte an, alle massiven Artikel sind laut einer Studie der Technischen Universität Delft CO-neutral. Sämtliche Produkte der Niederländer sind emissionsarm laut EN 717-1, einige erfüllen sogar die Anforderungen der strengsten Norm E0. Moso unterstützt wichtige Green Building-Programme wie LEED und BREEAM und hat 2016 die ersten EPDS veröffentlicht.

Als dritte Säule der Strategie nennt van Houten Innovationen. "Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung technischer Features wie Stabilität, Passgenauigkeit und Dauerhaftigkeit sowie an neuen Produktlösungen für die verschiedensten Anwendungsbereiche." Dabei können dann auch ganz neue Produkte herauskommen, wie vor einigen Jahren High Density Bambus, der vor dem Verleimen unter hohem Druck zu 700 bis über 1.000 kg/m3 verdichtet wird und dadurch
extrem robust und strapazierfähig wird. Jüngste Entwicklung sind vakuumdruckimprägnierte Konstruktionsbalken für Innenausbau und Hochbau, die durch ein patentiertes Keilzinkverfahren besonders dauerhaft und stabil sind.

Im Bodenbelagsbereich erhofft man sich in Zwaag durch den Fall der bauaufsichtlichen Zulassung für Bambus wieder deutlich mehr Schub im Objektgeschäft. Die ersten Projekte konnten bereits realisiert werden, unter anderem die neue Hauptverwaltung von Südwestmetall in Esslingen.
Claudia Weidt

Moso International B.V.

Adam Smithweg 2,
1689 ZW Zwaag, Niederlande
Tel.: +31 (0) 229/265732
E-mail: info@moso.eu
www.moso.eu

Gründung: 1997
Geschäftsführung: René Zaal, Gerry Jansen, Arjen Veltman
Vertriebsleitung DACH:
Michel van Houten
Mitarbeiter: 61, zzgl. 150 im Werk in China, acht Außendienstmitarbeiter für die DACH-Region
Märkte: DACH, Benelux-Staaten, Frank-reich, Italien, Spanien, Naher Osten, Iran, Afrika, Südamerika, China
Niederlassungen: Spanien, Italien, Südafrika, China
Geschäftsbereiche:
-Bodenbeläge: Bambusparkett in elf Varianten zur schwimmenden Verlegung und Verklebung für Wohnen und Objekt
-Konstruktion: Furnier, Balken, Massivplatten (5 bis 50 mm), Rollenware
-Outdoor: Terrassenbeläge, Fassaden, Zaunsysteme, Möbel
- Sonderanfertigungen: Nach kundenspezifischen Wünschen hergestellte Sonderanfertigungen, zum Beispiel Parkettdeckschichten, Doppelböden, Decken- und Wandprofile, Tür- und Fensterrahmen, Armaturenbretter
Kunden: Holzhandel, Bodenbelagsgroßhandel, Fachhandel, Parkettleger, Industrie, Objekt
aus Parkett Magazin 03/17 (Wirtschaft)