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Ligna 2017: Neues Flächenkonzept, neue Impulse, starke Internationalität

Prozessoptimierung im Fokus


Mit einer deutlich gestiegenen Internationalität sowie einem nachhaltigen Schub bei der Digitalisierung ist die weltweit wichtigste Messe für Maschinen, Anlagen und Werkzeuge für die Holzbe- und -verarbeitung zu Ende gegangen. Mehr als 1.500 Aussteller präsentierten zukunftsweisende Technologien und innovative Fertigungsanlagen.

Rund 93.000 Besucher zählte die Deutsche Messe während der siebentägigen Laufzeit der Ligna. Darunter 42.000 internationale Fachleute aus mehr als 100 Ländern. Zuwächse gab es insbesondere aus Asien, Nordamerika und Europa. Top Ten-Besucherländer waren Deutschland, Frankreich, Österreich, USA, Schweden, Belgien, Spanien, China, Polen, Italien und Russland.

Als vorherrschendes Thema der diesjährigen Veranstaltung hatte die Messeleitung "Industrie-4.0-Konzepte für die Holzwirtschaft" ausgerufen. Gregor Baumbusch, Weinig-Vorstand Vertrieb und Marketing, nahm dazu Stellung: "Die bloße Digitalisierung bringt noch keinen Wettbewerbsvorteil. Unsere Lösungen zielen immer auf den Kundennutzen". Für die verschiedenen, holzbasierten Produkte der Fußbodenindustrie ging es weniger um gesamte Anlagentechnologien, als vielmehr um Details der Prozesskette.

Fertigungsstraßen können nicht alle zwei Jahre rund-erneuert werden. Computersteuerung, Vernetzung und Automatisierung gehören ohnehin längst zum Standard. Aber einzelne Anlagenkomponenten lassen sich durchaus effektiver gestalten. Dies umfasst die Ausbeute bei der Auftrennung zu Decklamellen, betrifft die Werkzeugstandzeiten und die Verringerung von Ausschuss und geht bis in den auf der Ligna 2017 neu ausgeflaggten Bereich Oberflächentechnik, für den sich, laut Messe, jeder dritte Besucher interessierte. Ein weiteres Ziel nennt Weinig-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pöschl: "Wir tun alles, um die Lieferzeiten nicht zu lang werden zu lassen."

Das gilt nicht nur für die großen Fußbodenhersteller. Auch große Händler oder Handwerksbetriebe können mit Maschinen zur Veredelung von Rohware eigene Akzente setzen. Das weiß auch ein Industrie-orientiertes Unternehmen wie Homag. Pekka Paasivaara, Vorsitzender des Vorstandes, bekannte: "Vor allem unser Handwerksbereich war sehr stark frequentiert." Und Marcel Pfost, Leiter Trainings & Fairs der Festool aus Wendlingen, wird mit den Worten zitiert: "Die Mischung aus Groß- und Kleinmaschinen hat dazu geführt, dass wir neue Besuchergruppen begrüßen und so auch die Zielgruppe der Zimmerer und Schreiner erreichen konnten".

Im Pavillon an Halle 11 fanden gemeinsam mit der Sprint-Akademie aus Köln erstmalig Trainings für Handwerker statt. Unter Anleitung der Anwendungstechniker konnten Teilnehmer die handgeführten Maschinen zur Holzbearbeitung direkt vor Ort erproben. Ein nutzwertiger Zugewinn im Rahmenprogramm der internationalen Leitmesse.

Die nächste Ligna öffnet auf dem Messegelände in Hannover vom 27. bis 31. Mai 2019 ihre Pforten.
Von der Ligna berichtet Henrik Stoldt
aus Parkett Magazin 05/17 (Wirtschaft)