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IMM Cologne 2018, Köln

Von Großstadtnomaden und Wohnbädern


Mit der Weiterentwicklung der Living Interiors, einer Erweiterung um das Thema Bad und dem Schwerpunkt Licht geht die IMM Cologne an den Start. Mittendrin der Tapetenverband, wieder mit einem inspirierenden Messestand - und natürlich Anbieter hochwertiger Teppiche wie Jan Kath oder erstmals The Rug Company. Und parallel zur Messe bietet der Design-Parcours Design/18/12 Ausstellungen, Kunst und Vorträge.

Mehr als 1.200 Aussteller, davon über 70 % aus dem Ausland, erwarten vom 15. bis 21. Januar 2018 auf der IMM Cologne den Besuch des Fachpublikums. Die Flächen auf dem Deutzer Messegelände dürften dann komplett belegt sein. In den unterschiedlichen Bereichen der Kölner Möbelmesse wird sieben Tage lang zu sehen sein, was die Industrie an Möbelsortimenten, Einrichtungsideen und Wohntrends für das kommende Jahr entwickelt hat. Neben den unzähligen Anbietern von Wohnmöbeln werden auch wieder ein paar Handvoll Aussteller aus der Teppichbranche auf der Messe sein. Insbesonders Anbieter hochwertiger Designteppiche zieht es auf die Imm Colgone. Neben langjährigen Ausstellern wie Jan Kath, Vartian oder Domaniecki ist erstmals The Rug Company dabei.

Premiere hat im kommenden Jahr das neue Messeformat Pure Architects, eine Weiterentwicklung der Living Interiors. "Damit gehen wir den eingeschlagenen Weg - nämlich die Ergänzungen des Kernsortiments Möbel um die Bereiche Boden, Wand, Decke und Licht - konsequent weiter", erläutert Arne Petersen, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. "Ziel ist es, für Architekten, Designer, Planer und Raumausstatter sowie für Endverbraucher ein innovativ inszeniertes Raumerlebnis zu schaffen."

Ein Schwerpunkt in diesem Segment wird auf den Themen Smart Home und Bad liegen. Mit der interaktiven Installation Smart Home widmet sich die IMM Cologne einem wichtigen Zukunftsthema und zeigt live, wie sich die neuen Technologien auf die Gestaltung des Wohnraums auswirken und wie das Interior Design darauf reagiert.

Das Bad wird zum Wohnraum

Entspannende Wellness-Stunden oder Fitness-Kult, Landhausstil oder Urban Chic, Parkett oder Fliesen in Holzoptik, dekoratives Schaffell oder trendige Zementfliesen: Das Bad wird immer stärker als Wohnraum wahrgenommen und genutzt. Die Grenzen zwischen den Bereichen verschwimmen, wie es zuvor schon bei Küche und Wohnraum der Fall war. Daraus ergeben sich neue Gestaltungskonzepte für die Raumausstattung. Auch für diejenigen, die selbst keine Ambitionen in der Sanitärbranche haben, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklungen, weil sie eben immer stärker in andere Bereiche der Wohnung ausstrahlen.
Tapeten im
Beduinenzelt

Jedes Jahr präsentiert die deutsche Tapetenindustrie auf der IMM Cologne kreativ die Produkte ihrer Branche und inspiriert damit nicht nur Tapetenfans. Schauplatz ist diesmal ein stilisiertes Beduinenzelt, das sinnbildlich für den Wohnbereich der modernen (Stadt-)Nomaden steht - jene 4 Mio. Menschen, die in Deutschland jährlich für Job, Studium, Liebe oder Familie den Wohnsitz wechseln. Die Kernfrage dabei: Wie soll das neue Zuhause aussehen, damit man sich möglichst schnell wieder wohlfühlt? Inspiration und Antworten auf die Frage geben die Dessins im Beduinenzelt des Tapetenverbandes.

Design-Parcours
als Off-Event

Parallel zur IMM Cologne geht der Parcours Design/18/12 in seine dritte Runde - ein Off-Event, das jährlich zur Möbelmesse IMM Cologne im Rahmen der Passagen stattfindet. Ausstellungen, Performances, künstlerische Arbeiten, Lesungen und Vortragsreihen rund um das Thema Design stehen auf dem Programm. Bespielt werden rund 30 außergewöhnliche Standorte in den Kölner Stadtteilen Sülz, Klettenberg und Zollstock; alle Orte liegen in Laufweite zueinander. Mitwirkende sind Hersteller, Marken, Künstler, Designer, Newcomer und Hochschulen aus dem In- und Ausland.

Einer der Höhepunkte: In der Kirche St. Johannes XXIII, einer modernen begehbaren Beton-Freiplastik, lässt die Kölner Gartenmanufaktur Schmidt eine blühende Interpretation des Garten Eden entstehen. Mit von der Partie ist das österreichische Familienunternehmen Lehner Wolle mit ihrem Teppichsystem Felice und dem Akustikfilz Silentum. Eine experimentelle Studienarbeit rundet die Installation klanglich ab.

Wie im Vorjahr zeigen auch mehrere Hochschulen die Ergebnisse ihrer Arbeit, darunter das Institut für Materialdesign IMD an der Kunsthochschule HfG Offenbach und der Fachbereich Design der HMKW Köln.•
aus Carpet Magazin 01/18 (Wirtschaft)