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Moso International BV

Wie entsteht Thermobambus?


Um Bambusprodukte für den Outdoor-Einsatz dauerhaft haltbar zu machen, hat sich die Kombination zweier Methoden bewährt: Bambusfasern werden einer thermischen Hitzebehandlung bei rund 200 °C unterzogen und in der Folge gepresst und verdichtet. Seit 2014 hält Moso ein internationales Patent auf dieses Verfahren.

Unbehandelter Bambus besitzt nach EN 350 die Dauerhaftigkeitsklasse 5. Das reicht nicht für den langfristigen Einsatz im Garten und Landschaftsbau. Mit der sogenannten Thermo-Verdichtung allerdings lässt sich die Maßhaltigkeit des asiatischen Grases um nahezu 50 % steigern. Dazu wird im Hitzeprozess zunächst der Vielfachzucker (Hemicellulose) aus den Bambuszellen getrieben. Anschließend werden die Fasern mit einem Bindemittel aus 8 % Phenolharz imprägniert und getrocknet. Dabei müssen alle Hohlstellen im Bambus mit dem Bindemittel gefüllt sein. Nun erfolgt in der heißen Etagenpresse die Pressung des Materials zu Platten. In der Aufteilsäge schließlich werden die gewünschten Formate geschnitten und dann sortiert.

Durch diese Maßnahmen verbessert das Bambusprodukt seine Stabilität und Haltbarkeit von der Klasse 5 zur höchsten Haltbarkeitsklasse 1. Als Terrassendiele ist der Thermobambus auch gegen oberflächliche Pilze geschützt und darf in Kontakt mit dem Erdreich und frischem Wasser kommen. Laut Hersteller sei dieses Outdoor-Produkt im Vergleichstest sogar wesentlich stabiler als Bangkirai und andere tropische Harthölzer.
aus Parkett Magazin 04/18 (Sortiment)