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BVPF: Restauratoren-Jubiläumstagung

Parkettrestauratoren verjüngen sich

Das 30-jährige Jubiläum in Rain nutzte die Fachgruppe Parkettrestauratoren im Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik, um mit Thorsten Barth einen jungen Stellvertreter in den Vorstand zu wählen. Zudem wird im Herbst 2019 wieder eine Fortbildung zum geprüften Restaurator im Parkettleger-Handwerk angeboten.

Anders als die Politik regelt die Fachgruppe der Parkettrestauratoren im Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik (BVPF) die Nachfolge in der Führungsebene frühzeitig und nahm dazu ihr 30-jähriges Jubiläum zum Anlass. Vorrangiges Ziel des Kreises ist, das Wissen um die Geschichte und den Erhalt historischer Holzböden an die nächste Generation weiter zu geben. "Dazu müssen junge Mitglieder auch in die Verantwortung der Fachgruppe eingebunden werden," sagte Leiter Jochen Michalik zur Eröffnung der Tagung in Rain, wo die Fachgruppe vor 30 Jahren gegründet worden ist.

Vorstandswahlen mit einstimmigem Votum

Die Wahlen in der Mitgliederversammlung standen damit im Zeichen der Verjüngung. Torsten Barth, bereits Stellvertreter im Fachausschuss, wurde einstimmig in das Amt des stellvertretenden Fachgruppenleiters gewählt. Parallel amtiert er weiter als Leiter der Fachgruppe EDV. Barth folgt auf Dieter Humm, der nicht mehr kandidierte, um Platz für ein jüngeres Mitglied zu machen. Der erfahrene Restaurator bleibt der Fachgruppe aber als Referent in der Fortbildung erhalten.

Der langjährige Fachgruppenleiter Jochen Michalik will Barth noch eine Amtsperiode begleiten. Im Fachausschuss bekleidet Gerd Kleditzsch unverändert den Vorsitz, zur Stellvertreterin wurde Susann Schmid gewählt. Als Beisitzer fungieren Marko Domschke und Christian Gangloff. Doris Gangloff hat die Schriftführung übernommen.

Ausbildung im Restauratoren-Handwerk

Seit Bestehen der Fachgruppe wurden 120 Parkettrestauratoren ausgebildet. Um die Nachhaltigkeit in der Ausbildung zu gewährleisten, wird im Herbst 2019 wieder ein Kurs zum geprüften Parkettrestauratoren in Neustadt/Aisch angeboten. Anmeldungen liegen bereits vor. Basis bildet dabei die aktuelle Ausbildungsordnung der HWK Nürnberg. Das Tauziehen um die geplante Novellierung der Ausbildungsordnung für Restauratoren im Handwerk geht zwar in die nächste Runde, doch bis zur Umsetzung wird es noch länger dauern, schätzt Michalik, der in die Verhandlungen eingebunden ist.

Hintergrund für die Neuordnung ist die Aufwertung der Ausbildung im Deutschen Qualifizierungsrahmen (DQR) vom jetzigen Niveau 6 auf künftig 7. Der "Restaurator im Handwerk" ist dann mit einer Masterqualifikation vergleichbar. Zudem sollen künftig alle 14 Gewerke, die in der Restauration tätig sind, eine einheitliche Regelung für die Ausbildung erhalten. "Die geprüften Parkettrestauratoren haben mit 400 Unterrichtsstunden und einem umfassenden Ausbildungskonzept hier die Vorreiterrolle", freute sich Michalik.

Für die Aufwertung im DQR werden jedoch weitere 400 Stunden mit betriebswirtschaftlichem Bezug nötig sein. Dieser Teil könnte dann im Selbststudium durchgeführt werden oder mit dem Betriebswirt im Handwerk gekoppelt werden. Anmeldungen und Informationen zum Kurs erhalten Interessenten unter info@parkettrestauratoren.org. Eine Verstärkung des Ausbildungsteams mit jungen Restauratoren wäre wünschenswert, betonte Michalik in Rain und appellierte an die Mitglieder sich zu überlegen, in welchem Teil sie unterrichten könnten.

Über die Fortbildung hinaus plant die Fachgruppe weitere Veranstaltungen. So ist für den 22. bis 23. März 2019 eine Fachtagung mit Workshop in Nürnberg vorgesehen, eventuell gemeinsam mit der Innung Mittel- und Oberfranken. Thema ist die "Sanierung von Strukturdielen - eine Alternative zum Rausreißen." Die nächste Fachgruppentagung findet vom 17. bis 19. Oktober 2019 in Dresden statt. Geplant sind Besuche einiger Kulturdenkmäler in Meißen und Dresden sowie ein Workshop. | Silvia Mändle
aus Parkett Magazin 01/19 (Wirtschaft)