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Mega ist erfolgreich bei der Ausbildung von Flüchtlingen


Die Nachwuchsgewinnung ist ein wichtiges Thema für die Branche. Das Thema stand im Mittelpunkt der Fachmesse Farbe, Ausbau & Fassade in Köln. Auch die Mega sieht die Ausbildung von jungen Menschen angesichts sinkender Bewerberzahlen als Herausforderung. Sie setzt bei der Personalrekrutierung auch auf Geflüchtete. "Das deutsche Bauhandwerk wird ohne die Öffnung hin zu Menschen mit Migrationshintergrund nicht klarkommen", ist Vorstandschef Volker König überzeugt.

Die Mega macht an ihrem Hauptsitz in Hamburg gute Erfahrungen. Im gewerblichen Bereich wird Abdirahman Abdullahi Yasin aus Somalia im Juni 2019 nach bestandener Prüfung zur Fachkraft Lagerlogistik übernommen. "Er war anfangs sehr verschlossen und schüchtern", erinnert sich Katrin von der Born, die bei der Mega im Bereich Personalbeschaffung tätig ist, im Gespräch mit BTH Heimtex. Doch der 21-Jährige habe sich sehr schnell positiv entwickelt, spreche inzwischen fließend Deutsch und sei sehr wissbegierig. "Die Flüchtlinge kommen aus anderen Kulturkreisen. Man muss für sie Verständnis aufbringen", meint von der Born.

Der künftige Lagerist ist sehr zufrieden mit seiner Ausbildung und freut sich auf seine Übernahme. "Die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit", sagt er. Sie hätten sogar die Erstausstattung für sein kürzlich geborenes Kind organisiert.

Nach dem Erfolg im Bereich der gewerblichen Ausbildung wagt die Mega nun den nächsten Schritt und bildet ab 1. August einen jungen Syrer zum Groß- und Einzelhandelskaufmann aus, der seit vier Jahren mit seiner Familie in Hamburg lebt. Er hat in seiner Heimat Abitur gemacht und spricht gut Deutsch.

Da Sprachkenntnisse zwingend erforderlich sind, müssen die jungen Leute in der Ausbildung insgesamt drei statt zwei Tage pro Woche zur Schule gehen, um Deutsch zu lernen. Das zahle sich aus. "Denn die Erfahrungen mit ihnen sind sehr gut", betont Vorstand Dr. Peter Zillmer. Nach Meinung von Volker König sollte im allgemeinen gar nicht mehr über die Nationalität von Bewerbern nachgedacht werden. Die Flüchtlinge würden gebraucht. Zudem biete ihre Beschäftigung dem Unternehmen den Vorteil, dass sie Kunden aus ihren Herkunftsländern in deren Muttersprache betreuen könnten. "Wir sind froh über jeden, der sich bei uns bewirbt und erfolgreich seine Ausbildung absolviert", macht König deutlich.
aus BTH Heimtex 05/19 (Wirtschaft)