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Innung Mittel- und Oberfranken: Premiere für Fränkische Parketttage

"Wissenstransfer ist uns ein Anliegen"


So macht sich eine Innung attraktiv: Mit Wissensaustausch und Weiterbildungsangeboten, die auf die Interessen der Mitglieder zugeschnitten sind. Hochwertige Fachvorträge, Workshops und eine begleitende Ausstellung sorgten entsprechend für eine gute Teilnehmerquote der ersten "Fränkischen Parketttage" im Nürnberger Bauzentrum.

Mehrwert macht eine Innung attraktiv. Diesen Ball spielt die Innung Parkettlegerhandwerk und Fußbodentechnik für Mittel- und Oberfranken - und gewinnt damit auch Neuzugänge. Mit den "Fränkischen Parketttagen" in Nürnberg hat die Innung erneut eine Plattform für ihre Mitglieder geschaffen, um mit Experten, Anwendungstechnikern und Vertretern der Industrie in Dialog zu treten. 70 Teilnehmer aus dem Handwerk und 17 Fördermitglieder nahmen das Messeangebot im Bauindustriezentrum Wetzendorf wahr. Mit Infoständen und einer Tombola begleiteten die Sponsoren die Veranstaltung: Ardex, Berger-Seidle, Bona, Hoco, Jaso Trumpf, Jordan, Loba, Mapei, Pallmann, PCI, Reinlein, Saicos, Stauf, Thalhofer, Uzin, Wakol und Weitzer Parkett. "Im Grunde ist die Veranstaltung die Fortführung der Technischen Fußbodentage - nur in einem neuen Format", erklärte Obermeister Jörg Schülein. Ausbildung, Wissensaustausch und Weiterbildung auf hohem Niveau sind der Innung ein Anliegen.

Zugleich nutzte der Vorstand der Innung das Treffen zur Mitgliederversammlung. Schülein machte dabei unter anderem die Notwendigkeit der Digitalisierung im Handwerk deutlich, denn: "Wir müssen dem veränderten Nutzerverhalten der Kunden Rechnung trage."

Neben den praxisorierten Workshops und Vorführungen gab es auch Vorträge. So erläuterte der Sachverständige Ernst Weinzierl, Obmann im Arbeitskreis Fertigteilestrich beim Bundesverband Estrich und Belag (BEB) auf Basis der BEB-Hinweisblätter, wo bei einer Parkettverlegung auf Fertigteilestrich Probleme entstehen können. Er verwies auf die physikalischen Kräfte von Belag und Untergrund: "Der Erfolg ist abhängig von dem zu verlegenden Parkett - Massiv- oder Mehrschchtparket, lange oder kurze Dielen oder Musterparkett." Auch Materialstärke, Verlegeverband und -richtung spielten eine Rolle. Je nachdem könne bei der Untergrundauswahl auch ein Fertigteilestrich aus Holzwerkstoffen von Vorteil sein. Das Hinweisblatt für Fertigteilestriche auf Calciumsulfat- und Zementbasis wird übrigens derzeit aktualisiert, deshalb empfahl Weinzierl zu warten, bis die neue Fassung fertig ist.

Rechtsanwälting Marion Kenklies verriet, wo Handwerker unnötig Geld verbrennen. Beispielsweise beim § 377 HGB, der fordert, dass Ware bei Anlieferung umgehend zu prüfen ist und Mängel unverzüglich nach Bekanntwerden anzuzeigen sind - auch wenn sie nicht auf den ersten Blick erkennbar waren. Ansonsten erlöschen die Ansprüche gegen den Lieferanten. Kenklies warnte ausdrücklich davor, aufgrund Termindrucks mangelverdächtige Beläge einzubauen. Bildhaft und humorvoll brachte sie dem Auditorium auch die neue Datenschutzverordnung näher. Herzstück der diesbezüglichen Aktivitäten eines Unternehmens sei der Ordner, in dem die Maßnahmen zum Datenschutz dokumentiert werden. Achtung: Nicht mehr benötigte Daten unbedingt löschen. Zudem sei Transparenz bei der Datenerhebung wichtig. Dabei ist die Website auf Einhaltung der aktuellen rechtlichen Vorgaben zu prüfen.

Und schließlich eröffnete Thassilo Hager von Helmsauer & Preuß, welche Neuerungen bei der Betriebshaftpflicht bestehen und wie Handwerker mit einem Flottentarif bei der KFZ-Versicherung Geld sparen können. | Silvia Mändle
aus Parkett Magazin 05/19 (Wirtschaft)