Betten Friedrich KG - Vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept 2026
Betten Friedrich

Betten Friedrich, Bamberg

So gelingt Nachhaltigkeit im Weltkulturerbe


Wenn man die Luitpoldstraße in Bamberg entlanggeht, fällt Betten Friedrich nicht sofort durch ein typisches modernes Solardach auf. Genau darin liegt die Besonderheit. Am Rande der Weltkulturerbe-Altstadt, in einem denkmalgeschützten Gebäude, wurde eine Photovoltaikanlage installiert – eine, die man nicht sieht. Nicht nur für dieses Projekt erhält das Bettenfachgeschäft den Haustex Star 2026 in der Kategorie „Vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept“. Wer im Laden steht, merkt schnell: Nachhaltigkeit ist hier kein Marketing, sondern Haltung.

„Wir sind bis heute die Einzigen mit einer genehmigten, vollständig in das Dach integrierten Photovoltaikanlage in der Weltkulturerbestadt Bamberg“, erklärt Margit Schütz, die den Familienbetrieb Betten Friedrich gemeinsam mit ihrer Schwester Martina Brendel führt. Was wie eine klassische Neueindeckung wirkt, ist in Wahrheit ein fein abgestimmtes System aus PV-Elementen, die sich nahtlos in die Dachhaut einfügen.

Der Weg dorthin war lang – und wurde eng begleitet vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Stadt Bamberg. „Normale PV-Platten wären bei uns nie durchgegangen“, erinnert sich die Fachhändlerin. „Der Nachbar hat welche montiert und prompt den Denkmalstatus verloren. Das kam für uns nicht infrage.“

Also entschied sich die Familie für eine Sonderlösung: technisch anspruchsvoll, ästhetisch zurückhaltend – und erstaunlich leistungsfähig. Schon der erste Betriebsmonat brachte über 5 Megawattstunden Strom. „Davon haben wir knapp die Hälfte direkt selbst verbraucht“, sagt Margit Schütz. „Wir waren ehrlich überrascht, wie gut es läuft.“

Heute schlagen rund 13 Megawattstunden Ertrag zu Buche. Der Zukauf  ? Gerade einmal 3050 Kilowattstunden – und das nur in dunkleren Jahreszeiten. „Im Sommer sind wir tagsüber eigentlich autark“, berichtet sie. „Nur morgens und abends brauchen wir etwas Netzstrom. Aber das wollen wir in Zukunft mit größeren Speichern noch verbessern.“

ENERGIE-INTENSIV, aber nachhaltig: die hauseigene Bettfedernreinigung

Ein Teil des Solarstroms fließt in einen Bereich, der viel Energie verschlingt: die eigene Bettfedern- und Deckenreinigung. Seit Jahrzehnten ist sie ein Herzstück des Hauses. „Wir haben eine große Anlage von Lorch und zusätzlich eine 13-Kilogramm-Maschine“, erklärt die Händlerin. „Die laufen nicht zwingend nach Terminkalender, sondern gerne auch nach Sonnenertrag: Wenn das Dach liefert, legen wir los.“ Gewaschen werden Daunen und Federn, synthetische Materialien – und sogar Naturhaar.

Betten Friedrich
Tag- und Nachtwäsche sowie Wohndecken und Dekokissen haben einen festen Platz im Sortiment des Traditionshauses.


Ein kleines Detail zeigt, wie ernst Betten Friedrich die Langlebigkeit der Produkte nimmt: Jede gereinigte Decke bekommt eine genähte Schlaufe mit Logo, Datum und Empfehlung für die nächste Reinigung. Margit Schütz: „Wenn fünf oder sechs Schlaufen dran sind, weiß der Kunde: Okay, das gute Stück hat schon viel hinter sich – vielleicht sollte die Füllung aufgearbeitet oder ein Neukauf in Betracht gezogen werden.“ Ein simples System, das Transparenz schafft und die Lebensdauer der Produkte verlängert.

Nachhaltigkeit im Sortiment – regional und langlebig

Die ökologische Haltung bei Betten Friedrich zeigt sich auch im Sortiment, das sich auf der 700 Quadratmeter großen Verkaufsfläche über die Bereiche Matratzen und Schlafsysteme, Bettwaren, Bettwäsche, Frottier, Wohndecken und Haustextilien sowie Tag- und Nachtwäsche erstreckt. Ein großer Schwerpunkt liegt über alle Sortimente hinweg auf dem Angebot der Bettenring-Eigenmarke Dormabell. Mit Marken wie Lattoflex, Röwa, Rummel, Traumina, Elegante, Cawö, Schlossberg oder Pichler setzen die Fachhändlerinnen zudem bewusst auf europäische Hersteller mit kurzen Wegen. „Einige Lieferantenbeziehungen bestehen seit Generationen“, betonen sie. „Das gibt Sicherheit – und kurze Lieferketten sind automatisch nachhaltiger.“

Familienunternehmen mit viel Nähe

Betten Friedrich wurde 1922 gegründet – ursprünglich im Hinterzimmer einer Wildbret- und Geflügelhandlung. Nach und nach entwickelte sich daraus ein Bettengeschäft, das heute im Besitz der dritten und vierten Generation ist. Die Familie lebt die Nähe zum Geschäft buchstäblich: Die Eltern wohnen im Haus, Margit Schütz mit ihrer Familie im Haus gegenüber. „Früher hatten wir 500 Meter Weg“, erzählt sie. „Aber mit Schulkindern und sechs Tagen Öffnungszeit war das irgendwann zu viel. Seit wir 2014 die Wohnung ausgebaut haben, ist es viel entspannter.“ Viele Kollegen könnten sich die enge Kombination aus Wohnen und Arbeiten nicht vorstellen, doch für die Bamberger Familienunternehmerinnen ist es ideal: „Man trifft sich spontan, kann schnell mal was klären – es passt einfach zu uns.“

Team, Beratung und Verbundenheit

Vier Teilzeitkräfte, eine Auszubildende, eine Büromitarbeiterin sowie die beiden Schwestern teilen sich die Arbeit im Betrieb. Montags bleibt das Geschäft geschlossen – nicht aus Bequemlichkeit, sondern für Pflichten wie Büroarbeit oder Weiterbildung. „Der Montag ist zu unserem Schulungstag geworden“, so Margit Schütz. „Der Bettenring bietet ja online viel an. Das nutzen wir sehr intensiv.“

Betten Friedrich
Farblich harmonisch und liebevoll dekoriert ist das vielseitige textile Angebot auf der Verkaufsfläche.


Die Beratung der Kunden ist bei Betten Friedrich persönlich, ausführlich und technisch fundiert – von Messsystemen zur individuellen Matratzenanpassung bis zur Dormabell-Wärmebedarfsanalyse. Wer möchte, wird von den Schlafexpertinnen auch zu Hause beraten. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Wir wollen, dass unsere Kunden richtig gut schlafen. Dafür nehmen wir uns gerne viel Zeit.“

Diese Haltung prägt auch das Nachhaltigkeitskonzept des Hauses: Wer Menschen zu gutem Schlaf verhelfen will, denkt automatisch langfristig – und damit nachhaltig. So geht es auch bei der neuen PV-Anlage nicht nur um Energie, sondern auch um Verantwortung. Margit Schütz: „Viele sagen: Nachhaltigkeit geht auf der grünen Wiese leichter. Das stimmt. Aber wir wollten zeigen, dass es auch im Welterbe möglich ist – wenn man es ernst meint.“ Und genau das ist gelungen: ein traditionsreiches Haus, das mutig Zukunft gestaltet.

Betten Friedrich KG

Vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept des Jahres 2026
Betten Friedrich KG
Obere Königstraße 43
96052 Bamberg
eMail: info@betten-friedrich.de
Internet: www.betten-friedrich.de
Telefon: 09 51/2 75 78
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