Betten Wirth - Vorbildliches Kundenevent 2026
Betten Wirth, Dachau
90 Jahre – und kein bisschen leise
Im Frühling 2025 feierten Nadine Wirth und ihr kleines Team das 90. Firmenjubiläum des Familienbetriebs Betten Wirth im oberbayerischen Dachau. In einem akribisch durchgeplanten Event-Zeitraum von vier Wochen lockte eine attraktive Angebotsvielfalt Stamm- und Neukunden in das Traditionshaus.
Seit Januar 2022 ist Nadine Wirth Inhaberin von Betten Wirth in Dachau. Sie hat das familiengeführte Geschäft in vierter Generation von ihrem Vater Ludwig Wirth übernommen, der den Betrieb 1980 von seiner Großmutter weiterführte. Diese hatte Betten Wirth 1935 gegründet. In neun Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen von einer reinen Bettfedernreinigung zu einem breit aufgestellten Bettenfachgeschäft. Den Reinigungsservice gibt es bis heute; zudem werden in einer kleinen Manufaktur vor Ort Daunendecken und -kissen gefertigt. Wie viel Hingabe und Leidenschaft Nadine Wirth seit der Übernahme in das Geschäft investiert, zeigte sich nicht zuletzt an der Art und Weise, wie sie das Betriebsjubiläum ausrichtete.
Gut Ding will Weile haben – das dachte sich auch Nadine Wirth, als sie bereits im Oktober 2024 mit den Planungen für ihr Event begann, das erst vom 17. März bis zum 12. April 2025 stattfinden sollte. „Wir wollten wirklich jeden Kunden erreichen und haben uns daher für diesen vierwöchigen Zeitraum entschieden“, erklärt die Inhaberin. Mit „wir“ meint sie sich selbst, ihre langjährige Mitarbeiterin Mechele Saenz sowie ihre Eltern Ludwig und Renate Wirth, die eigentlich nur noch sporadisch im Laden aushelfen – beim Jubiläum aber wieder täglich vor Ort waren. Ebenfalls in die Planung eingebunden und während der Umsetzung anwesend waren Meral Hunger und ihr Partner von der Agentur Hunger & Partner aus Berlin. Bereits bei einem früheren Räumungsverkauf aufgrund von Umbaumaßnahmen hatte Nadine Wirth sehr gute Erfahrungen mit der Marketing- und Verkaufsförderungsagentur gemacht. „Bei der Jubiläumsaktion hat Frau Hunger darauf geachtet, dass wir nicht nur im Aktionszeitraum mehr Umsatz machen, sondern dass sich der Aufwand für uns auch langfristig lohnt“, erzählt Nadine Wirth. Auf Empfehlung der Agentur ergänzten beispielsweise ausgewählte Produkte anderer Hersteller das Sortiment.
Auch Frottierware gehört zum Sortiment.
Auch beim Einladungsmanagement und der Pressearbeit erhielt Betten Wirth Unterstützung. 5.000 Stammkunden wurden per Direktmailing eingeladen. Zusätzlich wurde das Event auf diversen Kanälen beworben: Anzeigen in der „Süddeutschen Zeitung“, den „Dachauer Nachrichten“, dem „Kurier“ und dem „Lohhofer Anzeiger“, Außenwerbung am Laden, Flyer, Newsletter, Google Ads sowie Social-Media-Beiträge auf Facebook und Instagram machten auf das Jubiläum aufmerksam. Das Budget der Werbemaßnahmen entsprach rund zehn Prozent des Jahresumsatzes. Nadine Wirth investierte gern in diese außergewöhnlich hohe Sichtbarkeit. „Wir machen normalerweise nicht so viel Werbung. Jetzt sind wir auch bei Leuten, die gar nicht da waren, im Kopf geblieben. Durch die ganze Werbung sind wir wirklich noch ein Stück bekannter geworden.“ Unter den tatsächlichen Besuchern war auch Dachaus Bürgermeister Florian Hartmann, der auf der Gästeliste stand. Bei seinem Besuch waren zudem zuvor eingeladene Pressevertreter anwesend, die über das Jubiläum berichteten. „Vor allem der zweite Aktionstag, als der Bürgermeister zum Gratulieren mit einem Blumenstrauß vorbeikam, war für mich schon etwas Besonderes“, erzählt Nadine Wirth nicht ohne Stolz.
Den Besuchern blieben vor allem die besonderen Angebote in Erinnerung. Vom 17. März bis zum 12. April 2025 gab es bei Betten Wirth auf jeden Einkauf einen 10-Prozent-Treuerabatt. Die meisten Lieferanten gewährten dem Unternehmen im gleichen Zeitraum ebenfalls zehn Prozent Rabatt. Lieferung und Aufbau von Bettwaren waren kostenlos – ebenso der Abhol- und Bringservice für Kissen und Decken zur Reinigung. Die zuvor angeschriebenen Stammkunden erhielten zudem bis zu 33 Prozent Treuerabatt auf ausgewählte Premiumprodukte. „Das Angebot umfasste Bettwäsche von Estella, unsere selbst gefertigten Daunendecken und -kissen, zugekaufte Kamelhaarkissen und ein Matratzenmodell.“
Neben Kundenbindung und Neukundengewinnung ging es Nadine Wirth auch um emotionale Markenstärkung. Wer vorbeikam, wurde mit Kaffee und Kuchen begrüßt. Im Laden und bei Auslieferungen wurden eigens gestaltete Jubiläums-Prosecco-Dosen verschenkt. Und es gab eine besondere Mitmachaktion: Kunden wurden aufgerufen, alte Betten-Wirth-Rechnungen während des Aktionszeitraums im Laden abzugeben. Der älteste Beleg wurde mit einem 300-Euro-Gutschein prämiert. Eine Stammkundin, die 1987 ein Kissen für 138 DM gekauft hatte, gewann. „Auf der Rechnung sieht man die Handschrift meines Vaters“, freut sich Nadine Wirth über diese auch für sie sehr emotionale Aktion. Übertriebene Rabattaktionen hält sie jedoch für wenig sinnvoll: „Mit Kundenerlebnissen, auch wenn es nur etwas Kleines ist, hebt man sich vom Online-Handel ab. Das macht schon Sinn. Aber wir haben UVPs und wir sind kein Möbelhaus. Wir können nicht 70 Prozent Rabatt geben und dann noch daran verdienen. Da kauft der Kunde später auch nicht mehr zum normalen Preis.“
Die Auswahl an Bettwaren ist ebenfalls groß.
Ein halbes Jahr nach den Feierlichkeiten zieht Nadine Wirth eine positive Bilanz. Nahezu jeder Besucher habe auch etwas gekauft. Anhand von Schätzungen und dem Kassensystem wurde eine Besucherzahl von rund 1.400 ermittelt. Betten Wirth erzielte im vierwöchigen Aktionszeitraum so viel Umsatz wie sonst in einem halben Jahr – die Kosten haben sich mehr als amortisiert. Das Unternehmen gewann zahlreiche Neukunden und erweiterte sein Einzugsgebiet auf einen Radius von 60 Kilometern. Die Kundendatei wurde um viele E-Mail-Adressen für zukünftige Marketingaktionen ergänzt. Die Resonanz der Stammkunden war durchweg positiv; viele freuten sich, dass es das Fachgeschäft weiterhin gibt – was heute keine Selbstverständlichkeit ist. Nadine Wirth berichtet, dass kürzlich drei Fachgeschäfte aus anderen Branchen schließen mussten. In zehn Jahren steht das 100-jährige Jubiläum an. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es uns dann noch geben wird – und das werde ich definitiv wieder groß aufziehen.“ Kollegen, die erstmals ein Jubiläum planen, rät sie: „Holen Sie sich professionelle Hilfe. Man unterschätzt die Besucherzahlen leicht. Es ist eine große Entlastung, wenn ein Profi an der Seite ist. Ist man überfordert, macht es keinen Spaß.“ Profis wissen, wie viele Menschen erfahrungsgemäß nach wie vielen Einladungen tatsächlich kommen – und wie viel Ware für diesen Andrang bereitstehen sollte. Was heute noch bereitsteht, sind einige der 800 Jubiläums-Prosecco-Dosen. Na dann: Prost – und herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Haustex Star 2026.

Vorbildliches Kundenevent des Jahres 2026