Knutzen Wohnen GmbH - Vorbildlicher Umbau 2026
Knutzen Wohnen

Knutzen Wohnen, Hamburg

In neun Monaten runderneuert


19 Filialen betreibt Knutzen Wohnen in Norddeutschland und baut diese nach und nach um. Im größten Standort in Hamburg-Wandsbek ist dabei eine beeindruckende Ausstellung entstanden. Obwohl die Fläche insgesamt verkleinert wurde, ist eine moderne, inspirierende Warenpräsentation entstanden. Sie verdient den Heimtex Star 2026 für den „Vorbildlichen Umbau“.

Knutzen Wohnen modernisiert alle Filialen – 2025 war der größte Standort im Hamburger Stadtteil Wandsbek an der Reihe. Pünktlich Ende Juli waren die letzten Arbeiten in der Filiale am Öhlmühlenweg 43 abgeschlossen. Dort atmet jetzt alles entspannte Wohnlichkeit in der typischen Knutzen-Handschrift.

Nach dem Start im November 2024 hat das Familienunternehmen aus Flensburg-Hürup bei laufendem Betrieb neun Monate lang eine Abteilung nach der anderen umgebaut. Geschäftsführer Hauke Knutzen bringt es auf den Punkt: „Wir haben alles völlig auf den Kopf gestellt.“ Der Impuls ? „Erstens: Wir haben diesen Standort vor 20 Jahren eröffnet. Der letzte Umbau lag über zehn Jahre zurück, es gab also einen Sanierungsstau. Zweitens wussten wir, dass wir in Wandsbek zu viel Fläche haben.“ Seine Lösung war der Umbau, gekoppelt mit einer neuen strategischen Nachbarschaft. „1.700 m2 haben wir so abgetrennt, dass zwei weitere eigenständige Stores entstanden. Diese Flächen vermieten wir jetzt an Jysk und Förde Küchen“, führt Knutzen aus.

Mit dieser Entscheidung nahm das Mammutprojekt seinen Anfang. „Zunächst mussten wir einen Räumungsverkauf organisieren, um die Flächen für die neuen Mieter frei zu machen, dann wurden neue Wände eingezogen“, so der Geschäftsführer. Damit allein war es natürlich nicht getan – auch sämtliche Hausanlagen wie Sprinkler und Lüftung wurden neu installiert.

Für Knutzen Wohnen selbst verblieben 8.000 m2, auf denen neue Böden verlegt, die Beleuchtung überholt, Elektrik und Haustechnik erneuert wurden. Wände wurden eingerissen, neue errichtet und der Eingangsbereich umgestaltet. Die meisten Arbeiten konnten mit eigenen Handwerkern und in Zusammenarbeit mit der Industrie erledigt werden – eine Entscheidung, die aus den Erfahrungen vorheriger Umbauten erfolgte. Denn bei Renovierungen in den zurückliegenden sechs Jahren wurden jedes Mal neue Erkenntnisse gewonnen. „Auch das war ein Grund, weshalb Wandsbek jetzt dran war. Wir waren bereit für die ganz große Herausforderung“, so Knutzen.

Knutzen Wohnen
Inspiration für daheim gibt es in kompletten Wohnszenarien.


Verknüpfung von online und offline

Die beiden digitalen Kundenterminals, die in Wandsbek installiert wurden – eines in der Teppichabteilung und eines bei Gardinen und Plissees –, sind ein weiteres Beispiel für diesen Lernprozess. „Die Digitalisierung in den anderen Filialen hat zuerst nur stockend funktioniert, es musste einiges programmiert werden. Jetzt sind wir fast perfekt“, erzählt der Unternehmer. Aber: „Wir bleiben ein klassisch stationärer Händler. Regionalität, die Kunden und das Erleben in den Häusern sind für uns das Wichtigste. Die Synergien des Onlinehandels nutzen wir gut dosiert und gezielt.“

Die Terminals sind für ihn die Antwort auf die Frage, wie das Einkaufserlebnis stationär und online am besten zu verzahnen sind. „Wir haben Online-Konfiguratoren für Gardinen, Plissees und Teppiche entwickelt. Unsere Kunden können sie zu Hause oder an den Kundenterminals in der Filiale nutzen“, erklärt Knutzen. Wer zu Hause sein Wunschprodukt mit individuellen Maßen konfiguriert, kann sich Muster schicken lassen. Oder man kommt in die Filiale, schaut sich dort die Produkte an der Musterwand direkt beim Terminal an und gibt die Konfiguration vor Ort ein. „Immer mehr Kunden wünschen sich das“, führt er aus, das digitale Angebot würde stark angenommen und wachsen. Wobei die Kunden-Konfiguration natürlich auch einen Preisvorteil biete, schließlich entfallen Serviceaufwände. Und noch einen Vorteil gibt es: „Früher hatten wir viel Lagerware in allen Filialen, die brauchen wir jetzt nicht mehr. Heute arbeiten wir nur noch mit einer zentralen Lagerfläche in Flensburg – für alle Filialen. Wir fertigen maßgenau und bedarfsgerecht“, so der Geschäftsführer.

Schritt für Schritt durch das Mammutprojekt

Bevor die Kundenterminals installiert werden konnten, musste alles andere fertig sein. Da im laufenden Betrieb umgebaut wurde, wanderte die Baustelle von Abteilung zu Abteilung. Das „Bau-Ambiente“ blieb über die gesamten neun Monate eine Herausforderung. „Dass alles so gut lief, ist vor allem unserer Filialleiterin Tanja Adam und ihrem Team zu verdanken. Sie haben die Hauptlast getragen“, bemerkt Knutzen. Eine so große Filiale mit Bodenbelägen, Gardinen und Sonnenschutz, einer großen Möbel- und Bettenabteilung mit Wohnwelten sowie Flächen für Wohnaccessoires im laufenden Betrieb komplett umzugestalten, ist nun mal keine Kleinigkeit. Mit der Teppichabteilung fingen sie an. „Das war auch die Fläche, die wir gleich zu Anfang frei räumen mussten. Der finale Schritt war die Möbel- und Bettenabteilung, dort mussten wir alles herausreißen“, erzählt er. Heute ist all das Vergangenheit. Auf zwei neu gestalteten Etagen lädt die Filiale zum Flanieren und Planen von Wohnprojekten ein.
Was waren die größten Herausforderungen ? Knutzen muss kurz überlegen. „In der Planungsphase die Frage, wie wir unser Sortiment auf der kleineren Fläche weiterhin mindestens genauso kompetent darstellen können wie vorher. Darüber haben wir lange nachdenken müssen, um zum Beispiel im Segment Bodenbeläge, mit dem wir an diesem Standort besonders stark sind, nichts zu verlieren.“ Sie sind das Herzstück in Hamburg-Wandsbek: inklusive der Serviceleistung machen sie rund 40 bis 50 % des Geschäfts aus.

Im Zuge der Neuplanung wurde der Bereich mit den abgepassten Teppichen reduziert, während die Präsentationsflächen für Bodenbeläge, Gardinen und Sonnenschutz unverändert groß blieben. Die schwierigste Aufgabe in der Bauphase war es, trotz laufendem Geschäft rechtzeitig fertig zu werden. Jysk hatte ein fixes Eröffnungsdatum – „da wollten wir mithalten“, so Knutzen. Und das gelang.

Detailverliebt: Filiale im neuen Look

Neue Markeninseln haben in die Filiale Einzug gehalten wie das Rolf-Benz-Studio im Möbelbereich. Der Shop von Sonnenschutz-Lieferant MHZ wurde vollständig modernisiert, unter anderem mit Fenstersimulationen, die den natürlichen Lichteinfall realitätsnah nachstellen. In diesem Warenbereich ist jetzt auch Jasno mit seinen Shutters stärker sichtbar. Die Präsentation zur Treppenrenovierung wurde neu konzipiert.
Über zwei Etagen hinweg finden sich viele Details – Wegweiser, Wechselzonen mit unterschiedlichen Bodenbelägen, Wohnwelten mit Namen und Moodboards, Infomonitore, Servicehinweise und Markenkommunikation, die zentral aus Flensburg gesteuert werden. Für den Gesamtlook verantwortlich ist, wie bei allen Filialen, Bettina Kawall – sie prägt die unverwechselbare Interieur-Signatur des Hauses.

Knutzen Wohnen
Accessoires vom Bilderrahmen bis zum Kerzenhalter machen das Sortiment komplett.


Hinzu kommt eine Investition, die Kundinnen und Kunden nicht auf den Flächen sehen: eine 300-kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach. „Die haben wir vor zwei Jahren installiert. Seitdem produzieren wir unseren Strom selbst“, berichtet Hauke Knutze – für die Filiale, aber auch zum Auftanken der E-Fahrzeuge im Fuhrpark.

Insgesamt war das Investitionsvolumen erheblich. Aber der Geschäftsführer weiß, warum er investiert. Das Familienunternehmen legt Wert darauf, ein erfolgreicher regionaler Player mit Service zu sein, mit hauseigenem Nähatelier, Handwerkern für Treppenrenovierungen und alle Bodenbeläge, einer Möbelauslieferung und einer Raumausstatterabteilung. „Wir versuchen einfach, an den einzelnen Standorten die Nr. 1 zu sein“, fasst Knutzen es knapp zusammen.

Knutzen Wohnen GmbH

Vorbildlicher Umbau des Jahres 2026
Knutzen Wohnen GmbH
Gutenbergstraße 12
24941 Flensburg
eMail: info@knutzen.de
Internet: www.knutzen.de
Telefon: 04 61/99 93 70-0
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