Bauer Raum - Vorbildliche Ladengestaltung 2026
Bauer Raum, Hamburg
Exklusive Beratung in exklusivem Ambiente
Auf 50 ㎡ hat die Firma Bauer Raum 1975 angefangen. Fünf Jahrzehnte später residiert sie in einem 5.000 ㎡ großen Gebäude in Kürn bei Regensburg. Wie Jürgen und Susanne Bauer auf dieser Fläche ihre Waren und Dienstleistungen präsentieren, beeindruckt nicht nur Besucherinnen und Besucher, sondern auch die Jury, die dafür den Heimtex Star „Vorbildliche Ladengestaltung“ vergibt.
Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: die ausladen große 5.000 ㎡ Ausstellungsfläche, maximal einladend gestaltet. Mit den Räumlichkeiten des Hauptsitzes von Bauer Raum im oberpfälzischen Kürn präsentieren Susanne Bauer, die von hier aus arbeitet, und ihr Mann Jürgen Bauer, der meist in der Zweigstelle mit dem Schwerpunkt Fliesen im benachbarten Regenstauf anzutreffen ist, was sie und ihr 13-köpfiges Team können und zu bieten haben. Schon der Eingangsbereich zeigt, wie ausgeprägt das Designverständnis der Unternehmer ist und welch hohen Stellenwert die Präsentation der hochwertigen Materialien hier hat. Auf dem hellen Fliesenboden thront ein dunkel gefliester Empfangstresen. Über der schweren Marmorplatte sind – scheinbar federleicht – imposante Hängeleuchten im Art-déco-Stil angebracht. Ein warmer Blauton ziert die Wände, auf denen in abgesetzten Rundbögen exemplarisch Motivtapeten und dreidimensionale Wandpaneele gezeigt werden. Noch vor dem Betreten der eigentlichen Ausstellung, bekommt man bereits am Empfang einen repräsentativen Eindruck davon, was einen hier erwartet.
Warenpräsentation mit Wow-Effekt
Hinter dem Empfangsbereich wartet das nächste Highlight. Im Zentrum der strahlend hellen Mittelhalle der Ausstellung flankieren Schaukeln einen weiß-marmorierten XXL-Kubus, der als Tisch für die Teppichberatung dient. „Stühle hat jeder. Also machen wir Schaukeln“, erinnert sich Jürgen Bauer an eines der Planungsgespräche mit seiner Frau. Neu ist auch die Gestaltung der sich anschließenden Parkett-Abteilung. Ein hängender Garten lenkt den Blick erst noch nach oben an die Decke. Passend dazu sind die Wände in grünen Motivtapeten mit floralem Print gestaltet. Außerdem warten hier zahlreiche Parkett-Muster darauf, von Kunden näher begutachtet zu werden.
Diese Beispiele zeigen jedes für sich den Anspruch der Firmenleitung: Die neu gestalteten Räumlichkeiten sind ein Statement. Mit ihrer Ausstellung will das Ehepaar Trendsetter in der Branche sein. „Wir wollen die Nummer Eins sein“, erklärt Jürgen Bauer, zu recht selbstbewusst und unbescheiden. „Von der Quadratmeter-Zahl sind wir hier etwas verwöhnt, was die Musterpräsentation angeht.“ Das gilt auch für den hinteren Bereich – hier werden zum einen die Vorhänge gezeigt werden und zum anderen ist dort die riesige Vinylboden-Ausstellung beheimatet – sowie für das Untergeschoss, in dem die Präsentationsräume für Fliesen und Bäder zu finden sind. „Die Präsentation der Verkaufswaren spielt für unseren Kaufabschluss eine extrem wichtige Rolle“, versichert Jürgen Bauer.
Selbst geplant und weitgehend selbst ausgeführt
Die Modernisierung des Empfangs fand bereits 2023 statt. Die Einweihung der in neuem Glanz erstrahlenden Ausstellung konnte im Mai 2024 groß gefeiert werden. Bis es so weit war, wurde ein halbes Jahr lang umgebaut, Teile des Gebäudes komplett kernsaniert. „Meine Frau hat gesagt, wir sollten mal streichen, damit alles frischer aussieht. Das ist dann das Ergebnis, wenn es heißt ,Wir bauen ein bisschen um’“, scherzt Jürgen Bauer.
Auch die Decke wird bei der Raumgestaltung mit einbezogen.
Die beiden haben die Umgestaltung der Räumlichkeiten selbst, also ohne einen Innenarchitekten geplant. „Einer unserer Ansprüche war es, jeden Bereich wie den Messestand eines Herstellers zu gestalten“, erklärt Bauer. Inspirationen fand er auf der Cersaie, der internationalen Fachmesse für Fliesen und Badezimmer im italienischen Bologna. „Man kann ganz klar sagen, dass die Italiener unabhängig von den Produkten viel Liebe in die Präsentation stecken. Das ist schon sehr verrückt“, betont Jürgen Bauer beeindruckt.
Was bei der Umsetzung der Ideen durch die eigenen Handwerker realisiert werden konnte, wurde auch in Eigenleistung erledigt. Für alle anderen Arbeiten kamen Gewerke aus der Region zum Zuge. „Die Kosten liegen so bei 300.000 EUR“, erzählt der Unternehmer. Wobei auch an der Fassade und im Außenbereich Umbauten anfielen.
Beratung nur nach Termin
Kosten und Mühen habe sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt. Zum einen kommt hier jeder gerne zur Arbeit. Zum anderen finden die Verkaufsgespräche zu den durch die Bank hochwertigen Produkten nun in einem äußerst exklusiven Ambiente statt. Die Umgebung passt perfekt zu der Art, wie Jürgen Bauer am liebsten Geschäfte macht: „Wir beraten ausschließlich mit Termin. Dabei wollen wir uns für jeden Kunden, egal was er sucht, wirklich Zeit nehmen“, erklärt er. Kommt zum Beispiel jemand, um sich über Parkettböden zu informieren, werde darauf geachtet, dass ihm für die Zeit dieser Teil der Ausstellung möglichst exklusiv zur Verfügung steht. Das gilt für alle Bereiche und für jede Anfrage.
Rund 20 % der Kunden bei Bauer Raum sind Bauträger. So wie das Lilienthalcenter, ein Geschäftsgebäude in Regensburg, bei dem aktuell 11.000 ㎡ Boden in Verlegung sind. Der Großteil der Auftraggeber sind jedoch Privatpersonen, die Wohnungen oder das Dachgeschoss ausbauen oder eben einen neuen Boden für ihre 5 ㎡ große Küche suchen. Die intensive Beratung in den neuen Räumlichkeiten verleiht aber jedem Interessenten automatisch einen VIP-Status.
Immer in der Planungsphase
Das Spiel mit dem Außergewöhnlichen lässt sich auch in Sachen Marketing nutzen. Es war die Idee der Full-Service-Agentur Sowieso aus Bad Kötzting, die vor ein paar Jahren auch den Markenauftritt von Bauer Raum neu gestaltet hat, im Empfangsbereich die sogenannte Insta-Wall zu integrieren. „Die freie Wand wird begrünt und mit einem Kurzstreckenprojektor ausgestattet“, erklärt Jürgen Bauer. „Kommt der Kunde dann zu seinem zuvor vereinbarten Beratungstermin, wird er in einem Schriftzug mit seinem Namen persönlich begrüßt.“ Er fühlt sich wertgeschätzt und postet im besten Fall dieses Erlebnis auf Instagram und weiteren Social Media-Kanälen.
Einrichtungssituationen bieten den Besuchern Inspiration.
Damit es den Kunden nicht langweilig wird – was hier allerdings schwer vorstellbar ist – werden Teile der Ausstellung regelmäßig umgebaut. Aktuell wird der Empfang im Fliesen- und Bäderbereich fertiggestellt, danach bei den elastischen Belägen für frischen Wind gesorgt. Außerdem soll die Fassade des Gebäudes verändert werden. „Wir wollen gar nicht erst in die Gefahr kommen, betriebsblind zu werden und nach zehn Jahren zu sagen, das passt schon so, das haben wir immer schon so gemacht“, erklärt Jürgen Bauer seinen Perfektionismus und die ungebremste Lust auf Veränderung. Seine Frau, so versichert er, sei da ganz genauso: „Wir sind schon beide immer so getrieben.“
Dass es bei Bauer Raum immer etwas – neues – zu sehen gibt, hat sich herumgesprochen. Durch den letzten Umbau konnte der Einzugsbereich auf einen etwa 80 km großen Radius ausgeweitet werden. Neben den Terminen kommen vor allem an den Freitagen und Samstagen auch Besucher vorbei, die einfach nur durch die Räume schlendern. „Sie fühlen sich hier wohl. Einige sagen, dass sie am liebsten den ganzen Tag hier bleiben und Kaffeetrinken würden“, freut sich der Chef.

Vorbildliche Ladengestaltung des Jahres 2026