Betten- und Raumgestaltung Kniess - Vorbildliches Kundenevent 2026
Betten- und Raumausstattung Kniess, Darmstadt
„100 Jahre – und es geht weiter“
Das 100-jährige Bestehen ihres Betriebes haben Andrea und Michael Kniess auf besondere Weise gefeiert: Ein ganzes Jahr lang gab es Aktivitäten und Aktionen, die für Aufmerksamkeit sorgten und Tradition mit Kundenbindung vereint haben. Dafür verleiht die Jury den Heimtex Star 2026 in der Kategorie „Vorbildliches Kundenevent“.
Andrea und Michael Kniess führen Betten- und Raumausstattung Kniess in dritter Generation und haben zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens gezeigt, wie man ein Jahrhundert Handwerk mit Weitblick feiert. Unter dem Motto „100 Jahre – und es geht weiter“ gestaltete die Familie einen Jubiläumskalender mit monatlichen Aktionen, Themen und Dankesbotschaften, verschickt an über 5.000 Kundinnen und Kunden. Jede Seite stand für ein Stück Familiengeschichte, aber auch für aktuelle Angebote, Rabatte und kleine Überraschungen – wie ein roter Faden durchs Jahr. Die Idee: Dankbarkeit zeigen, sichtbar bleiben und den Kontakt zu den Menschen lebendig halten. „Wir wollten, dass unser Jubiläum nicht nur ein Rückblick ist, sondern ein Signal nach vorne“, sagt Michael Kniess, und Ehefrau Andrea ergänzt: „Das war unsere Art, Danke zu sagen – an unsere Kunden, Mitarbeiter und Partner.“
Der Kalender war nur der Anfang. Über das Jahr verteilt, gab es weitere Aktionen und im September den emotionalen Höhepunkt: ein zweitägiges Jubiläumsfest im Laden und Innenhof. Über 250 Gäste kamen, darunter Vertreter von IHK, Handwerkskammer und Bürgermeister. Statt großer Bühne setzten Andrea und Michael Kniess hier auf Nähe: Sekt, Häppchen, Musik, Gespräche. „Das Schönste war, dass so viele Menschen aus dem Viertel kamen, die uns seit Jahrzehnten begleiten“, erzählt Andrea Kniess. „Das war ein richtiges Nachbarschaftsfest“, findet Tochter Lena Schürmann, die bereits im Unternehmen aktiv ist.
Zwischen Tradition und Aufbruch
Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1924, als Michaels Großvater ein kleines Bettenhaus gründete. Der Vater führte es in den 1960ern weiter, baute aus und erweiterte das Sortiment. Dabei hat sich der Betrieb im Laufe der Jahrzehnte mehrfach neu erfunden, ohne den Bezug zu seinen Wurzeln zu verlieren. Heute lenkt Raumausstattermeister Michael Kniess die Geschicke gemeinsam mit seiner Frau Andrea, die als Bilanzbuchhalterin die Finanzen verantwortet. Eine Rollenverteilung, die zum Erfolgsmodell wurde.
Die Firma ist in einem Fachwerkhaus von 1794 untergebracht, das Geschichte atmet und zugleich modern geführt wird. Nach der Übernahme vor 18 Jahren investierte Michael Kniess in Ladenumbau, Digitalisierung und Sortimentsentwicklung – und der Umsatz stieg deutlich. Mit Tochter Lena Schürmann, frisch gebackener Raumausstattermeisterin, steht die vierte Generation längst bereit. Sie absolvierte die Ausbildung im elterlichen Betrieb, sammelte extern Berufserfahrung und kehrte mit neuen Ideen zurück. „Ich durfte vieles ausprobieren und weiß, was ich verändern möchte, wenn meine Zeit kommt“, sagt sie. Die Übergabe ist langfristig geplant – und sichert die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Das Ladengeschäft mit Bettwäsche und Handtüchern dient als Frequenzbringer.
Handwerk zum Anfassen
Rund 80 % des Umsatzes stammen von Privatkunden. Dabei ist die Zielgruppe breit und reicht von jungen Familien nach dem Hausbau über Menschen, die in der „Nach-Ikea-Phase“ etwas Solides wollen – Qualität, Beständigkeit, Beratung – bis zu langjährigen Stammkunden, die seit Generationen bei Kniess einkaufen. Viele kommen, weil sie wissen, dass hier jemand zuhört.
Der Betrieb mit zwölf Beschäftigten bietet das komplette Portfolio der Raumausstattung von Gardinen und Sonnenschutz über Bodenbeläge, Designbeläge und Parkett bis hin zu Bettwaren und einer eigenen Polsterei. Besonders gefragt ist der Service „Renovieren aus einer Hand“, bei dem Kniess nicht nur eigene Gewerke, sondern auch externe Partner wie Maler oder Elektriker koordiniert – inklusive Möbelrücken und Feinschliff.
Ein zweiter Erfolgsfaktor: Services, die Nähe schaffen. Die Gardinenwäsche mit Abhol- und Aufhängservice ist zu einem festen Bestandteil geworden und besonders bei älteren Kunden gefragt. Die Bettfedernreinigung, durchgeführt mit einer Maschine aus den 1970er-Jahren, sorgt für ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Kunden kommen dafür aus einem Umkreis bis Mainz und Aschaffenburg. „Viele dieser Dienstleistungen sind Relikte aus der Anfangszeit – und gleichzeitig die Zukunft“, sagt Michael Kniess. „Weil sie zeigen, dass wir uns um unsere Kunden kümmern.“
Sichtbar, aber nicht laut
Das Jubiläumsjahr war Teil einer klaren Marketingphilosophie: sichtbar bleiben, ohne laut zu sein. Statt Anzeigen in der Lokalpresse setzt Kniess auf Werbung am Linienbus in Darmstadt und im Ried – ein auffälliger Dauerauftritt im öffentlichen Raum, der Präsenz schafft.
Auch Sondermailings, etwa zur jährlichen Frühjahrsaktion für Gardinenwäsche, sind fester Bestandteil des Marketing-Rhythmus. Ein effektiver Onlineauftritt unterstützt in der Kundenbindung. Die vor drei Jahren neu gestaltete Webseite generiert täglich Kundenanfragen. „Unser Geschäft lebt vom Vertrauen“, sagt Andrea Kniess. „Und Menschen kaufen nun mal bei Menschen. Da helfen keine bunten Anzeigen, sondern Gesichter.“
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt die beeindruckende Zahl von 5.000 aktiven Kundendaten, die laufend gepflegt und aktualisiert werden. Jede Adresse bekommt mindestens einmal im Jahr Post – sei es für die Gardinenwäsche, das Jubiläum oder eine kleine Danksagung. Das sorgt nicht nur für Wiedererkennung, sondern für messbare Frequenz im Laden. Mit einer Annahmequote von rund 85 % bei den Angeboten liegt Kniess weit über dem Branchenschnitt – nicht zuletzt, weil der Aufmaßservice kostenlos ist. „Das senkt die Hemmschwelle und bringt uns ins Gespräch“, erklärt Michael Kniess.
Neben einem eigenen Nähstudio umfasst das Serviceportfolio auch eine kleine Polsterei.
Erfolg mit Menschlichkeit
Trotz aller Erfolge bleibt die Realität des Handwerks spürbar: Fachkräftemangel, Lieferengpässe und Bürokratie – auch Michael Kniess wird damit konfrontiert: „Es ist manchmal durchaus frustrierend, aber wir halten mit Ausbildung, Vernetzung und klaren Prinzipien dagegen.“ Der Betrieb bildet seit Jahrzehnten aus. Mit Erfolg: Eine Auszubildende wurde beispielsweise Beste im Rhein-Main-Gebiet. Durch Kooperationen mit Schulen und Praktikumsangebote sichert sich das Unternehmen früh Talente. „Wir investieren Zeit, aber es zahlt sich aus“, sagt Tochter Lena.
Vielleicht ist das das eigentliche Erfolgsrezept dieses Betriebs: eine Haltung, pragmatisch und menschlich. Hier geht es um Vertrauen und darum, Menschen zu verstehen und Lösungen zu finden. „Wir haben viele Kunden, die schon mit meinen Eltern gearbeitet haben“, sagt Michael Kniess. „Wenn sie heute ihre Kinder zu uns schicken, ist das das schönste Kompliment.“
So verbindet das Jubiläum von Kniess zwei Dinge: Dankbarkeit und Zukunftsfreude. Es erzählt die Geschichte eines Unternehmens, das seit 1924 nicht stehen geblieben ist – und sich dennoch treu geblieben ist. Mit ihrer Jubiläumsaktion haben Andrea und Michael Kniess mit Tochter Lena gezeigt, wie man Handwerk sichtbar, nahbar und zukunftsfähig macht. Ein Jahr lang haben sie ihr 100-jähriges Bestehen nicht nur gefeiert, sondern gelebt – mit Kreativität, Konsequenz und Herz.

Vorbildliches Kundenevent des Jahres 2026