Ingo Wermbter Malerfachbetrieb GmbH - Vorbildlicher Neubau 2026
Ingo Wermbter Malerfachbetrieb, Bad Zwischenahn
Investition in Raum, Mensch und Zukunft
Aus dem Gartenhäuschen heraus hat Ingo Wermbter seinen Malerfachbetrieb im niedersächsischen Bad Zwischenahn zu einem modernen, nachhaltigen Gewerbebau mit engagiertem Team und starker regionaler Präsenz entwickelt. Dafür wird er mit dem Heimtex Star „Vorbildlicher Neubau“ ausgezeichnet.
Aller Anfang ist schwer. Was nach abgedroschener Floskel klingt, trifft bei Ingo Wermbter ins Schwarze. Noch bevor er seinen Meisterbrief als Maler und Lackierer in der Tasche hat, müssen seine Arbeitgeber Insolvenz anmelden. Es kommt zu Zahlungsausfällen und schließlich zur Arbeitslosigkeit. Doch Wermbter verliert nicht den Mut. Quasi aus der Not heraus macht er sich selbstständig und gründet 2001 sein eigenes Unternehmen – die Mietwohnung wird zum Büro, Gartenhütte und Fahrradschuppen dienen als provisorisches Lager, später kommt eine kleine angemietete Werkstatt dazu. Viel mehr war am Anfang nicht da, außer handwerklichem Können und der Entschlossenheit, es zu schaffen.
Die Beharrlichkeit trägt Früchte. Das kleine Unternehmen wächst schnell, schon bald werden die Räumlichkeiten zu klein. Und wieder beweist Ingo Wermbter Pioniergeist: Mit dem Bau einer Gewerbehalle samt Betriebsleiterwohnhaus erschließt der Maler- und Lackierermeister als erster das damals neue Gewerbegebiet im ländlich vorgelagerten Bad Zwischenahner Ortsteil Kayhausen.
Andere Firmen siedeln sich in der Nachbarschaft an, während der Malerfachbetrieb Ingo Wermbter in der Region an Bedeutung gewinnt. Er erweitert sein Angebot, baut neue Leistungsbereiche auf und vergrößert sein Team. „Platzmangel war immer unser größtes Problem“, erinnert sich der Unternehmer heute. Lange schon hatte er für eine erneute Expansion das unbebaute 4.000 ㎡ große Nachbargrundstück im Visier und als 2021 endlich die Genehmigung erteilt wird, zögert Wermbter keine Sekunde.
Der erste Spatenstich erfolgte im Frühjahr 2022. Der Bau verlief reibungslos, vollständig mit Handwerksbetrieben aus Wermbters Umfeld realisiert, ohne Einbindung eines Architekten. Bereits im Oktober konnten die neuen Büroräume bezogen werden, Lager, Maschinen und Fuhrpark folgten im Dezember.
Heute, 25 Jahre nach der notgedrungen Firmengründung im Gartenhäuschen, steht in Bad Zwischenahn ein moderner Gewerbebau mit einer Nutzfläche von über 800 ㎡, der weit mehr ist als ein funktionaler Standort: Er ist Arbeitsumfeld, Ausstellung, Nachhaltigkeitsstatement und Zukunftsversprechen zugleich.
Showroom als Herzstück
Das Zentrum bildet der 100 ㎡ große Showroom – ein großzügiger, warmer Raum, der Materialien und Oberflächen in authentischer Wirkung präsentiert. Fugenlose Bäder, individuelle Wandmotive, Spanndecken, recycelte Holzpaneele, Bodenbeläge in nahezu allen Varianten, Muster für Sonnen- und Insektenschutz geben Besuchern ein greifbares Bild des Sortiments.
Die Lagerhalle bietet ausreichend Platz für Material und E-Autos.
Ein solcher Raum habe immer gefehlt: „Früher saßen wir auf dem Dachboden, dort war es eng und im Sommer unerträglich heiß. Jetzt kommen die Leute hierher – und wollen gar nicht wieder weg!“, schwärmt Ingo Wermbter lachend.
Durchdachtes Nachhaltigkeitskonzept
Doch nicht nur Showroom und Platzerweiterung machen den Neubau zu einem Vorzeigeobjekt. Hinter der funktionalen, schlicht gehaltenen Außenoptik steckt ein wohldurchdachtes Nachhaltigkeitskonzept: Auf dem Dach sorgt eine Photovoltaikanlage mit 76 Solarmodulen samt Speicher für eine grüne Stromversorgung. Zur besseren Isolierung wurden die Austellungs- und Büroräume zusätzlich mit einer 100 mm starken Dämmung ausgestattet, die Fußbodenheizung läuft über eine Wärmepumpe.
„Heute sind wir zukunftsorientiert ausgestellt“, resümiert Wermbter beim Rundgang durch die weitläufige Lagerhalle. Stolz zeigt er dabei seine langjährig bewährte Wasch- und Spaltanlage mit der Pinsel, Rollen und Werkzeuge fach- und umweltgerecht gereinigt werden. „So eine Anlage sollte eigentlich für alle Malerbetriebe Pflicht sein“, meint der Geschäftsinhaber.
Regional verbunden
Wermbters Engagement für Umwelt und Natur zeigt sich auch auf dem Außengelände: Für die Neuerschließung des Gewerbegebiets mussten Grünflächen einer Straße weichen. Als Ausgleich pflanzte er eine neue, etwa 40 m lange Wallhecke mit heimischen Bäumen und Gehölzen, „um der Natur etwas zurückzugeben und Igel, Fasan & Co. weiterhin Unterschlupf zu bieten.“
Hof und Halle wiederum bieten ausreichend Platz für den firmeneigenen Fuhrpark, der ausschließlich aus E-Autos besteht. Das mit der Reichweite sei dabei kein Problem, die Kundenstruktur ist regional geprägt: Viele kommen aus Bad Zwischenahn, dem Ammerland oder Oldenburg, oft auf Empfehlung, und bleiben dem Betrieb über Jahre verbunden. Nur hin und wieder führt ein Stammkunden-Auftrag Ingo Wermbter und sein Team auch mal zu Ferienhäusern auf Norderney oder Langeoog.
Unterhalb der 245 ㎡ großen Empore bedient der Auszubildende die Farbmischmaschine.
Das Team steht an erster Stelle
Die 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildenden stehen für Wermbter an erster Stelle, auch das spiegelt sich in den Räumlichkeiten wieder: „Wir haben eine überdachte Grillecke für die Mitarbeiter gebaut“, sagt der Unternehmer und deutet auf den begrünten Pavillon. Drinnen lädt ein gemütlicher Aufenthaltsraum zum Zusammenkommen ein. Wertschätzung zeigt sich hier aber auch jenseits der Räume, so haben alle Mitarbeiter als Dankeschön E-Bikes bkommen, regelmäßig gibt es Veranstaltungen, Feiern oder sogar gemeinsame Reisen. „Wir investieren viel ins Team, denn es lohnt sich.“
Rund 1 Mio. EUR hat der Neubau gekostet. Doch es scheint sich bezahlt zu machen: Die Sichtbarkeit an der Straße, die Resonanz der Kundschaft, die effizienteren Abläufe – all das zeigt Wirkung.
Und nun wird die Mühe auch noch mit dem Heimtex Star belohnt. „Gerechnet habe ich damit überhaupt nicht“, gesteht Wermbter bescheiden. Dabei steht das Firmengebäude doch beispielhaft dafür, wie ein handwerklicher Mittelstandsbetrieb heute aussehen kann. Nachhaltig, kundennah, durchdacht, zukunftsfähig und getragen von einem Team, das gerne hier arbeitet. 2026 feiert der Betrieb sein 25-jähriges Jubiläum. Geplant ist ein großes Fest – vielleicht sogar mit Riesenrad. Den geeigneten Rahmen dafür hat Ingo Wermbter selbst geschaffen: einen Neubau, der nicht nur Räume bietet, sondern Möglichkeiten.

Vorbildlicher Neubau des Jahres 2026