Lacolore-Schilling GmbH - Vorbildliche Sortimentserweiterung 2026
Lacolore-Schilling

Lacolore-Schilling, Limeshain

Vom traditionellen Malerbetrieb zum ganzheitlichen Raumgestalter


In dritter Generation führen Kerstin und Pierre Schilling ihr Unternehmen Lacolore. Sie haben die klassische Baudekoration behutsam, aber konsequent weiterentwickelt. Die strategische Neuausrichtung durch die Ergänzung im Portfolio mit dem Bereich Raumausstattung prämiert die Jury mit dem Heimtex Star für eine „Vorbildliche Sortimentserweiterung“.

Wenn Kerstin und Pierre Schilling von ihrem Betrieb sprechen, schwingt da ganz viel Leidenschaft mit. Die von seinem Großvater und Vater auf- und ausgebaute Baudekorationsfirma in der hessischen Wetterau, etwa 50 km nordöstlich von Frankfurt, präsentiert sich heute als Unternehmen, das Räume als Einheit begreift, als Zusammenspiel von Farbe, Licht, Material, Akustik und Atmosphäre.

Der Weg dahin, war nicht so leicht. Kerstin Schilling erinnert sich: „Mein Mann kam hochmotiviert vom Studium und der Maler-Meisterschule und fiel dann schnell auf den harten Boden der Tatsachen. Wir bekamen Großaufträge nicht mehr durch langjährige gute Kontakte und eine gute Arbeitsleistung, sondern vieles ging rein über den Preis.” So hatte er sich das für seine Firma mit damals 20 Beschäftigten nicht vor­gestellt. Auch nicht, den nächsten Häuserblock genauso unspektakulär wie die 15 davor im Ton „Maisgelb 18“ zu streichen. Stattdessen suchte das Paar nach Projekten, die handwerkliche Qualität und Design­bewusstsein verbinden. Es entstand eine klare Fokussierung auf individuelle Oberflächen, Kalk-Marmorputz, fugenlose Bäder und exklusive Wand­gestaltungen. Damit machte sich Lacolore-Schilling schnell einen Namen im Rhein-Main-Gebiet.

Doch der entscheidende Schritt kam später mit der Erweiterung um den Bereich Raumausstattung. Viele Kunden wollten nach einer gelungenen Wand- oder Badgestaltung auch textile Ergänzungen, passende Vorhänge oder Teppiche im gleichen Stil. „Aber es gab niemanden, der das weitergedacht hat“, erinnert sich Kerstin Schilling. „Die Leute standen nach der Renovierung da und wussten nicht, wo sie den Look fortsetzen können. Also haben wir es einfach selbst gemacht.“

„Alles aus einer Hand“

Mit der Einführung der Raumausstattung wurde Lacolore, übrigens ein Kunstname, den die Schillings selbst kreiert haben, zum Komplettanbieter. Heute umfasst das Portfolio Malerarbeiten, Raumausstattung, Badgestaltung, Heizung und Sanitär (seit 2022) sowie Wasserschadenbehebung (seit 2025), ergänzt durch die Sachverständigentätigkeit von Pierre Schilling für das Maler- und Lackiererhandwerk. Damit steht das Unternehmen auf einer sehr breiten Basis.

„Alles aus einer Hand“ ist bei Lacolore keine PR-Floskel, sondern Strukturprinzip. Drei separate GmbHs – Maler & Raumausstattung, Heizung & Sanitär sowie Trocknung – greifen wie Zahnräder ineinander. So entstehen reibungslose Abläufe zwischen den Gewerken. Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner, das Projekt bleibt in einer Hand. Gerade bei der Modernisierung von Bädern oder der Sanierung von Wasserschäden zeigt sich die Stärke dieses Modells. Statt vieler Dienst­leister, die sich gegenseitig womöglich blockieren, wird bei Lacolore abgestimmt gearbeitet.

Professionelle Ausstellung als Kern der Kundenberatung

Wer die Räume in Limeshain betritt, spürt sofort, worum es hier geht. Der 2011 erbaute, 300 ㎡ große Showroom wurde schrittweise von einer reinen Musterpräsentation zu einer umfassenden Ausstellung für Wand- und Bodenbeläge, Wohntextilien, Sonnenschutz und ausgesuchte Möbel weiterentwickelt. Dabei legen die Schillings großen Wert auf die großzügige Präsentation von Materialien, damit sich die Kunden die Wirkung im Raum besser vorstellen können. Moodboards mit Originalmaterialien werden digitalen Entwürfen vorgezogen, um die Haptik erlebbar zu machen. Das Sortiment ist bewusst gestrafft und präsentiert sich als kuratierte Produktauswahl. Dabei konzentrieren sich die Schillings auf hochwertige Marken und außergewöhnliche Produkte, um sich zu differenzieren und die Kunden zu inspirieren.

Lacolore-Schilling
Individuelle Wandgestaltungen machen aus Bädern Wohnräume und sind häufig der Ausgangspunkt für umfassende Gestaltungskonzepte.


Tapeten lagern hier nicht in Musterbüchern, sondern hängen an den Wänden. Teppiche liegen nicht (nur) im Regal, sondern in echten Raumsituationen. Stoffe, Tapeten, Böden, Möbel – alles ist miteinander arrangiert, fühlbar, greifbar, kombinierbar. „Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen sehen, riechen, anfassen können, was sie später umgeben wird“, sagt Kerstin Schilling. Hinter jeder Inszenierung steckt eine Geschichte: Teppichwände, Lichtzonen, eine kleine Lounge mit Polstermöbeln – und draußen eine Terrasse mit Markisen, Outdoormöbeln und wetterfesten Kissen. „Wir beraten nicht an Ständern, sondern in Stimmungen.“

Ob Kalk-Marmorputz, Mooswand oder Seidentapete – vieles, was bei Lacolore gezeigt wird, erzählt von der Leidenschaft für Materialität. Es geht um Haptik, um das Zusammenspiel von Oberfläche und Licht, um sinnliche Tiefe. Manche Tapeten duften nach Kräutern, andere schimmern mit Metalleffekt oder fühlen sich wie Stoff an. „Wir wollen Räume gestalten, die zu Menschen passen“, sagt Kerstin Schilling. „Manchmal bedeutet das, weniger zu machen. Manchmal, mutiger zu sein.“

Die Investitionen sind beträchtlich: 30.000 bis 40.000 EUR fließen jedes Jahr in die Aktualisierung der Ausstellung. Doch das lohnt sich. Der Showroom ist heute das Herz des Unternehmens und der wohl schönste Beweis, dass sinnliche Erfahrung im digitalen Zeitalter wichtiger ist denn je.

Dabei ist Lacolore auch ein hochdigitales Unternehmen. Jede Baustelle, jedes Projekt, jeder Zeiteintrag läuft über eine App. Das Team arbeitet mit Tablets, auf denen Grundrisse, Bemusterungspläne und Abnahmeprotokolle hinterlegt sind. Wareneingänge werden sofort digital erfasst, die Kommunikation läuft über strukturierte Kanäle. Digitalisierung ist hier Werkzeug, um Prozesse zu entlasten und Qualität zu sichern. „Wir wollen mehr Raum für die Dinge, die wir wirklich können: gestalten, beraten, Lösungen finden.“

Beratung mit Ruhe, Ausführung mit Präzision

Wer bei Lacolore anruft, landet nicht in einer klassischen Auftragsannahme. Es beginnt meist mit einer Einladung in den Showroom, zu einer ersten Geschmacks-Beratung. Dort sitzt man mit Kerstin Schilling – gelernte Kauffrau, Designaffin und intuitive Menschenkennerin –, die zwischen den Zeilen liest, Stilrichtungen erkennt und Budgets auslotet. Erst danach kommen Aufmaß, Ausführung, Montage. „Wir trennen das bewusst“, erklärt sie. „Kreative Ideen brauchen Ruhe, handwerkliche Präzision braucht Struktur.“

So behandelt das Unternehmen auch Themen wie Lichtplanung oder Akustik – zwei Bereiche, die viele Kunden zunächst unterschätzen. Statt nur über Farbe zu sprechen, erklärt man bei Lacolore, warum offene Wohnkonzepte Nachhall erzeugen, wie textile Elemente die Raumakustik verbessern oder warum Lichtquellen Emotionen steuern. Das Ergebnis: Räume, die nicht nur schön aussehen, sondern funktionieren.

Der wichtigste Akquisekanal ist die eigene, suchmaschinenoptimierte Webseite mit hochwertiger Fotografie. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag werden Kunden aktiv um eine Google-Bewertung gebeten. Das stärkt Vertrauen und sorgt für kontinuierliche Sichtbarkeit. „Das ist ehrlicher als jede Anzeige“, meint Pierre Schilling. „Wenn jemand unsere Arbeit bewertet, spricht das mehr als jede Kampagne.“

30 Beschäftigte, sechs Auszubildende, davon mehrere Frauen im Handwerk – Zahlen, die zeigen, dass Lacolore auch als Arbeitgeber Maßstäbe setzt. Die Mischung ist bewusst gewählt: erfahrene Fachkräfte, die Wissen und Ruhe einbringen, und junge Auszubildende, die Energie und Neugier mitbringen.
„Wir suchen keine Stars, sondern Menschen, die mitdenken“, sagt Pierre Schilling. Digitalisierung, geordnete Strukturen und ein gepflegter Fuhrpark sind für ihn keine Nebensache, sondern Wertschätzung. Das spüren auch die Lehrlinge, die hier ausgebildet werden. Viele bleiben, manche entwickeln sich weiter – alle lernen, dass Handwerk heute Hightech sein kann.

Lacolore-Schilling
Hochwertige Stoffe treffen auf ausgewählte Wohnaccessoires – so entsteht im Showroom ein stimmiges Gesamtbild aus Material, Farbe und Licht.


Marktveränderung als Chance

Die klassische Raumausstattung, wie sie jahrzehntelang existierte, steht auf dem Prüfstand. Viele Betriebe haben geschlossen, der Onlinehandel drängt in die Nische. Für Lacolore war das der Antrieb, neu zu denken. Anstatt in Nostalgie zu verharren, hat das Unternehmen die Möglichkeiten genutzt: Die Raumausstattung wurde nicht als Dekoration, sondern als Verlängerung des Innenausbaus verstanden – funktional, ästhetisch, integriert. So entsteht aus einem Handwerksbetrieb gewissermaßen ein hybrides Wohnatelier, das sich zwischen Bau und Design bewegt. „Unsere Kunden sind oft 45 plus, mit einem hohen Anspruch an Qualität und Nachhaltikeit“, sagt Kerstin Schilling. „Sie wollen keine 20 Anbieter, sie wollen einen, der alles koordiniert. Das ist unser Versprechen.“

Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund 3,5 Mio. EUR, getragen von den vier Leistungsbereichen, die einander ergänzen: Der größte Anteil entfällt auf Malerarbeiten, gefolgt von Heizung/Sanitär, Raumausstattung und dem jungen Geschäftsfeld Trocknung. Diese strategische Diversifizierung erlaubt es Lacolore, flexibel auf Konjunkturschwankungen zu reagieren und Kundenprojekte von der Instandsetzung bis zur Designumsetzung durchgehend zu begleiten.

Die Firma ist ein Beispiel dafür, wie Handwerk heute aussehen kann: vernetzt, visionär, menschlich. Die Sortimentserweiterung zur Raumausstattung war ein Bekenntnis zu Ganzheitlichkeit, Qualität und Verantwortung. Sie zeigt, dass Zukunft im Handwerk dort entsteht, wo man Tradition mit Mut verbindet. Wo Digitalisierung Struktur schafft, um Kreativität zu ermöglichen. Und wo Menschen wie Kerstin und Pierre Schilling Räume nicht nur renovieren, sondern neu denken, ganz nach ihrem Unternehmens-Claim: „Raum. Design. Leben.“

Lacolore-Schilling GmbH

Vorbildliche Sortimentserweiterung des Jahres 2026
Lacolore-Schilling GmbH
Werkstraße 8
63694 Limeshain
eMail: kontakt@lacolore.de
Internet: www.lacolore.de
Telefon: 0 60 48/95 07 62
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