Dirkschnieder Fussbodentechnik & mehr e.K. - Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb 2026
Dirkschnieder Fussbodentechnik & mehr, Drensteinfurt
„Wertvolle Investition in die Zukunft“
„Wer nicht selbst ausbildet, darf sich nicht wundern, wenn er keinen qualifizierten Nachwuchs findet“, sagen Vater und Sohn Dirkschnieder, die gemeinsam den gleichnamigen Verlegebetrieb führen. Jan Dirkschnieder selbst ist der Beweis dafür, wieviel man im Bodenhandwerk erreichen kann – und will jungen Menschen mit gutem Beispiel vorangehen. Das explizite Engagement für Ausbildung verdient den Parkett Star, war sich die Jury einig.
Wie geht’s jetzt weiter ? Eine Frage, die sich viele junge Menschen nach der Schule stellen. So auch Jan Dirkschnieder, der Fachabitur gemacht hat. Nachdem ihm durch ein Praktikum klar wurde, dass ein Bürojob nicht das Richtige für ihn ist, entschied er sich für eine Ausbildung zum Bodenleger im Betrieb seines Vaters Thomas Dirkschnieder. Die Entscheidung fürs Handwerk hat er bislang keine Minute bereut. „Ich habe meine Leidenschaft gefunden, meine Arbeit erfüllt mich. Parkettleger sein bedeutet für mich, mit Freude und Leidenschaft unser Handwerk auszuüben. Damit lassen sich Kunstwerke erschaffen, auf die man stolz ist und die vielen Menschen lange Freude bereiten. Und ich bin immer wieder beeindruckt, wie man nur durch das Verlegen des Bodens aus einer Baustelle einen lebenswerten Wohnraum schaffen kann.“
Mit gutem Beispiel vorangehen
Als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb bei dem Parkett Star Award ausgezeichnet zu werden, ist für Jan und Thomas Dirkschnieder eine „große Ehre“. Die Ausbildung neuer, qualifizierter Nachwuchskräfte sehen beide als wertvolle Investition in die Zukunft. Denn: „Wer nicht selbst ausbildet, darf sich nicht wundern, wenn er keine qualifizierten Nachwuchskräfte findet“. Dabei geht es dem zielstrebigen Junior vor allem darum, mit gutem Beispiel voranzugehen. Er will jungen Menschen zeigen, dass man mit Interesse und Engagement, praktischer Erfahrung und handwerklichem Geschick im Bodenhandwerk weit kommen kann. Das beste Beispiel dafür ist er selbst. „Jans Entwicklung hätte nicht besser laufen können. Er ist der Beweis dafür, wieviel man im Bodenhandwerk erreichen kann“, so der Inhaber und Gründer der Dirkschnieder Fussbodentechnik, Thomas Dirkschnieder. Er freut sich natürlich sehr darüber, dass sein Sohn seit 2020 an Bord seines Unternehmens und obendrein so ein großes Vorbild für die Azubis ist.
Nach der Gesellenprüfung ging’s erst richtig los
Mit seiner Gesellenprüfung zum Bodenleger im Jahr 2022 wurde Jan Dirkschnieder nicht nur Landessieger der Bodenleger, sondern im selben Jahr auch zweiter Bundessieger. Zusätzlich legte er im darauffolgenden Jahr die Gesellenprüfung für Parkettleger ab. 2024 folgte die Meisterprüfung. Doch damit nicht genug. Wenig später siegte er bei der Qualifikation zu den Euroskills 2025 in Dänemark. Und auch bei der Europameisterschaft der Berufe im letzten September begeisterte er mit seinem Können die Jury, rutschte am Ende nur knapp am Podium vorbei und errang mit einer sehr guten Wettkampfleistung eine Exzellenzmedaille. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn vielleicht noch ein klein bisschen mehr drin gewesen wäre“, bilanziert der Parkettlegermeister, der schon seit jüngster Kindheit ein echter „Wettbewerbstyp“ ist. Beispiel gefällig ? Schon mit acht Jahren brachte er es beim Kart-Slalom zum Westfalen-Vizemeister.
Mentor Jörg Schülein (li.) und Klaus Stolzenberger (Pallmann) feiern Jan Dirkschnieder zum Gewinn der Qualifikation für die Euroskills.
Ausbildung seit 2020
Ein derart ausgeprägtes Wettbewerbsdenken erwartet Dirkschnieder Fussbodentechnik nicht von seinen Azubis, die sie seit 2020 ununterbrochen ausgebildet werden. Wichtiger sind Eigenschaften wie Motivation, Teamgeist, Verantwortung, Engagement, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. „Wenn wir merken, dass unsere Azubis mitziehen und was erreichen wollen, führen wir sie schon früh an komplexe Aufgaben heran. Darüber hinaus tun wir aber noch viel mehr für sie“, berichtet Jan Dirkschnieder. Auch wenn er nicht Pflicht für den Bodenleger ist, wird zum Beispiel der Maschinenschein bezahlt. Die Kosten für den Kfz-Führerschein werden ebenfalls übernommen.
Damit nicht genug: Damit die Azubis mobil sind, stellen ihnen die Dirkschnieders ein eigenes Auto, einen Peugeot 208 Neuwagen, zur Verfügung. „Mit der Beklebung „Azubi on tour“ schafft das Fahrzeug große Aufmerksamkeit.“ Hinzu kommen praktische Weiterbildungen (z.B. Schleiflehrgänge) und Schulungen bei Industriepartnern wie Pallmann, Uzin, und TAC (Think about carpet), Einladungen zu Firmenfeiern und die Freistellung zum praktischen Üben für die Zwischen- und Abschlussprüfung oder Wettbewerbe. Auch bei schulischen Themen gibt es Unterstützung. „Und zu guter Letzt haben wir immer auch ein offenes Ohr für private Belange. Denn wir pflegen ein enges, freundschaftlich-familiäres Verhältnis zu den Auszubildenden und stärken ihnen somit in allen Situationen den Rücken“, erläutert Jan Dirkschnieder.
Weil er freiwilliges Engagement wichtig findet und auch in berufspolitischer Hinsicht etwas bewegen will, ist er ehrenamtliches Mitglied im Prüfungsausschuss (Arbeitnehmerseite) der Bodenleger bei der Handwerkskammer Münster und außerdem im Vorstand der Innung Münster. Sein Vater Thomas Dirkschnieder ist ehrenamtliches Mitglied im Prüfungsausschuss (Arbeitgeberseite) der Bodenleger bei der HWK Münster.
Fokus auf hochwertigen Parkettarbeiten
Alle Sortimente unter einem Dach: Mit dem Neubau wurde es möglich, vier ehemalige Niederlassungen im Umkreis von 12 km zusammenzuführen.
Gegründet wurde Dirkschnieder Fussbodentechnik 2017 in Drensteinfurt – mit Spezialisierung auf Bodenbelagsarbeiten und Fokus auf Parkett. Schnell ist es gelungen, sich am Markt zu etablieren, stetig und gesund zu wachsen. Heute besteht das Team aus insgesamt fünf Personen, darunter sind derzeit ein Auszubildender und ein Jung-Geselle. Das Haupttätigkeitsfeld liegt im Bereich Neubau und Umbau für Privatkunden. Komplettiert wird das Portfolio durch eine überschaubare Anzahl an Projekten im Objektbereich. „In den letzten Jahren haben wir unsere Expertise weiter ausgebaut und den Fokus auf hochwertige Parkettarbeiten gelegt. Für uns bedeutet Qualität nicht nur einwandfreie handwerkliche Ausführung, sondern auch Zuverlässigkeit, saubere Arbeit und das ernsthafte Bemühen, die Wünsche unserer Kunden bestmöglich umzusetzen“, sagt Thomas Dirkschnieder. Zu seinen Hauptlieferanten gehören Boen, Bauwerk und Jordan.
Regionales Sponsoring erhöht den Bekanntheitsgrad
Um dem Bekanntheitsgrad bei der jungen Zielgruppe zu erhöhen, setzt der Betrieb nicht nur auf einen modernen Internetauftritt, sondern auch auf regionales Sponsoring – sowohl beim Tennisclub TC Drensteinfurt, als auch beim Junggesellenschützenverein St. Hubertus. Die letzten Auszubildenden konnten die Dirkschnieders über Praktika oder Weiterempfehlungen gewinnen. Wie viele andere Betriebe würden auch sie gern weitere Auszubildende einstellen, sofern sich geeignete Kandidaten finden ließen. „Die Generation Z bereitet uns teilweise Bauchschmerzen. Da sind zu wenige, die im Handwerk ihre Zukunft sehen, auch weil das Elternhaus oftmals nicht mitzieht“, beklagt Jan Dirkschnieder. Doch er bleibt optimistisch. „Gemeinsam mit unserem Team werden wir mit unserer tollen Ausbildung weiter beim Nachwuchs punkten und interessierte Leute finden, an die wir unsere Begeisterung weitergeben können. Daran lässt sich nicht rütteln.“

Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb des Jahres 2026