Parkett Wagner - Vorbildliches Marketing im Handwerk 2026
Parkett Wagner, Lüdenscheid
Marketing, das Spaß macht
Mit Jannick Wagner kam nicht nur der Sohn des Gründers Uwe Wagner zu Parkett Wagner in Lüdenscheid, sondern auch frischer Wind in Sachen Social Media-Marketing. Entertainer-Qualitäten beweist der Junior in werbewirksamen Videos in den Social Media-Accounts des Handwerksbetriebes. Dieses kreative Engagement verdient den Parkett Star 2026 für vorbildliches Marketing.
In der 400 ㎡ großen Ausstellung von Parkett Wagner in Lüdenscheid bleiben in Sachen Bodenbeläge keine Wünsche offen. Neben einer großen Auswahl an Parkett in allen Variationen finden gewerbliche wie private Kunden hier zudem Design-, Kork-, und Laminatböden sowie textile Beläge. Daneben zählen Wand- und Decken-Paneele sowie Türen zum Angebot. Das Leistungsspektrum umfasst neben der kompetenten Fachberatung professionellen Verlegeservice. Neben Jannick Wagner und seinen Eltern Uwe und Heidi Wagner gehören aktuell sechs Mitarbeiter zum Team. Der Junior-Chef begann 2019 seine Ausbildung zum Parkettleger im elterlichen Betrieb, 2024 absolvierte er erfolgreich die Meisterprüfung. Im selben Jahr reifte in ihm der Wunsch, die klassische Werbung komplett durch Social Media Marketing zu ersetzen.
„Wir hatten bis 2024 gar kein digitales Marketing. Heute ist das aber sehr, sehr wichtig“, erklärt Jannick Wagner. Denn zu den Kernzielgruppen in der Region Lüdenscheid im Sauerland zählen neben Älteren, deren Kinder aus dem Haus sind und die es sich noch einmal schön machen wollen, auch junge Familien, die Häuser bauen oder kaufen und sanieren wollen. Die jüngeren Generationen informieren sich im Internet, nutzen Social Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und TikTok, weiß der 24-Jährige. Werden dort wichtige Parameter wie Geschlecht, Alter, Wohnort und Interessen beim Streuen von digitaler Werbung richtig angegeben, verringert das den Streuverlust – sie wird nicht nur denjenigen angezeigt, die den Kanälen bereits folgen, sondern auch potenziellen Vertretern der Zielgruppe, die vielleicht bis dahin noch nie etwas von Parkett Wagner gehört haben.
Um die Stärken des Social Media-Marketings zu nutzen, richtete Jannick Wagner Firmen-Accounts bei Facebook (facebook.com/parkett.wagner) und Instagram (@parkettwagnerluedenscheid) ein. Der Senior-Chef war anfänglich skeptisch und auch der Junior musste noch einmal Lehrgeld bezahlen. Social Media Manager und Content Creator sind eigenständige Berufe und deren Tätigkeiten nichts, was man als Handwerker einfach so nebenher macht. Zumindest nicht, wenn man es richtig machen und damit erfolgreich sein möchte.
Dank Profis zu mehr Followern und Sichtbarkeit
Nachdem sich Tim Ihne (Reach Next Agency, Plettenberg) proaktiv bei Jannick Wagner meldete, hat der seinen professionellen Partner in Sachen Social Media-Marketing gefunden. Mit dem Mehr an Content, das die beiden seither gemeinsam produzieren, steigen die Follower-Zahlen; vor allem auf Instagram. Das Konzept haben sich die beiden Männer gemeinsam ausgedacht. Die Idee ist es, wöchentlich drei Beiträge zu posten. Regelmäßigkeit ist auf Social Media-Kanälen äußerst wichtig, um nicht wieder von der Bildfläche, also den Bildschirmen der Nutzer, zu verschwinden.
Abwechslungsreich: In regelmäßigen Instagram-Posts werden mal Mitarbeiter vorgestellt, mal Verlegeprojekte thematisiert.
Bei den Beiträgen von Parkett Wagner handelt es sich entweder um Fotos oder Videos, sowie um sogenannte Social Media-Kacheln, auf denen Textbeiträge präsentiert werden. Die visuelle Aufmachung der Kanäle zeichnet sich durch einen hohen Wiedererkennungswert aus. So prägt das Orange von Logo und Homepage auch den Look der Instagram- und Facebook-Accounts. Die Beiträge sind abwechslungsreich, liefern dem Kunden Sachinformationen und somit einen Mehrwert. Außerdem gewähren sie einen Einblick in den Betrieb: In Team-Posts werden Mitarbeitende vorgestellt, Bauprojekte können virtuell begleitet werden und Vorher-Nachher-Videos visualisieren eindrücklich die handwerkliche Kompetenz des Teams. Zufriedene Kundenbewertungen und -kommentare werden mit Nennung der Namen prominent auf Kacheln präsentiert.
Das Highlight jedoch sind Videos, in denen der Junior-Chef das Zepter in der Hand hält. Das Zepter ist in diesem Fall immer eine Holzleiste, auf der ein Mini-Mikrofon klemmt, in das der Profi spricht, während er sich zum Beispiel durch die Ausstellung bewegt und über die Bodentrends des Jahres referiert oder die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile von lackiertem und geöltem Parkett erklärt. Diese Videos schaffen Transparenz und Nähe, machen neugierig und vermitteln Wissen auf eine Weise, die auch der Laie versteht.
Die Kosten-Nutzen-Rechung geht auf
Dass sich Jannick Wagner vor der Kamera sichtlich wohlfühlt, sieht man beim Schauen der Videos, bei denen oft auch gelacht wird und gelacht werden darf. Doch um die betrieblichen Abläufe nicht ständig für die Video-Produktion zu stören, werden diese Beiträge mithilfe der Agentur kompakt gedreht. „Wir treffen uns regelmäßig zu Produktionstagen und dann drehen wir an einem Tag so 20 bis 30 Videos hintereinander weg“, erklärt der Parkettlegermeister. Ausgespielt werden sie dann nacheinander über einen längeren Zeitraum. Parallel halten er und seine Kollegen auf interessanten Baustellen den Vorher-Nachher-Effekt fest oder dokumentieren einzelne Arbeitsschritte. Jeder Mitarbeiter kann die Videos und Fotos in einen iCloud-Ordner hochladen, auf den die Agentur Zugriff hat. Die Infos zu den Projekten bekommt die Agentur durch Briefings von Jannick Wagner. „Länger als drei, vier Stunden im Monat habe ich mit dem Social Media Management nicht zu tun“, versichert er.
Zahlreiche Vorher-Nachher-Videos visualisieren eindrücklich die handwerkliche Leistung des Teams.
Das Meiste macht die Agentur. Dass sich der professionelle Aufwand lohnt, zeigen steigende Follower-Zahlen: Waren es im Dezember 2024 noch 100 Follower auf Instagram, freute sich das Team im November 2025 schon über knapp 850 Follower. Das bisher meist gesehene Reel, das beworben wurde, wurde von 340.000 Instagram-Nutzern gesehen. Jannick Wagner selbst wurde in der Region auch schon von Fremden gegrüßt mit Sätzen wie: „Bist du nicht der aus den Videos ?“ Das Konzept geht also auf.
Erste Ziele wurden erreicht – und es werden immer wieder neue gesteckt. Um auf sich aufmerksam zu machen, wäre dem Junior-Chef ein virales Video wichtig. Doch Videos, die sich wie von selbst verbreiten und von einer Vielzahl von Menschen gesehen, geteilt und geliket werden, kann man nicht planen. Aber sollte es klappen mit dem viralen Hit – und wir drücken die Daumen – werden die Menschen an den Smartphones und Tablets einen sehr sympathischen Betrieb kennenlernen. Und bestimmt wird es mit weiteren unterhaltsamen Videos zukünftig auch leichter, geeignete Auszubildende zu finden, denn auch das war zuletzt ohne Social Media-Marketing nicht so einfach.

Vorbildliches Marketing im Handwerk des Jahres 2026