U. Leibbrand GmbH - Vorbildliche Social Media-Strategie 2026
U. Leibbrand
Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital
101 Jahre alt, 115 Mitarbeiter stark – seit Frank Krämer den Handwerksbetrieb Leibbrand vor mehr als drei Jahrzehnten übernahm, wurden die Tätigkeitsfelder und die Belegschaft fortlaufend ausgebaut. Das funktioniert nur, wenn das Team mitzieht. Das ist so in Schorndorf – weil das Familienunternehmen ein von Teamgeist, Wertschätzung und Vertrauen geprägtes Miteinander sicherstellt. Dafür vergab die Jury den Parkett Star 2026.
Seit der Übernahme seines einstigen Lehrbetriebes vor inzwischen mehr als drei Jahrzehnten weitete Frank Krämer die Tätigkeitsfelder von Leibbrand in Schorndorf sukzessive aus. Heute versteht sich der einst klassische Malerbetrieb als „Komplettanbieter im Handwerk“ – mit Malern und Lackierern, Stuckateuren und Trockenbauern, Bodenlegern und Raumausstattern, Innenausbauern und Schreinern. Auch ein Farbenmarkt und Spezialisten für fugenlosen Bodenbeschichtung, Beton- und Balkonsanierung gehören zum Portfolio. Das breite Spektrum an Handwerksleistungen wird im modernen „Schau_raum“ präsentiert, einer Ausstellung und einem Ladengeschäft. Auf 650 ㎡-Fläche finden sich alle Produkte für die Raum- und Fassadengestaltung zum Anschauen und Anfassen.
Da das Familienunternehmen über die Jahre stetig mit dem Kundenbedarf wuchs, bildete Frank Krämer Meistergruppen – Maler-, Stuckateur-, Raumausstatter-, Bodenleger- und Schreinermeister – mit Teams bestehend aus fünf bis 15 Mitarbeitern. „Die Meister sind für ihre Teams verantwortlich, sie sprechen mit ihren Kunden und organisieren sich selbst“, erklärt Frank Krämer, der selbst einen Maler- und Lackierermeisterbrief besitzt. Zu Beginn des Jahres würden gemeinsam Umsatzziele geplant, bei Bedarf sei er jederzeit ansprechbar, besuche auch mal eine Baustelle, lasse aber sonst die Meister, die wie Selbstständige agieren, ihre Bereiche entsprechend führen. Ungeachtet dessen ist es dem Inhaber wichtig, dass es im Betrieb auch ein Miteinander gibt und einen institutionalisierten Austausch: „Die Meister tauschen sich untereinander offen aus, wer vielleicht Kapazitäten hat und dem Kollegen aushelfen kann oder wer kurzfristig Unterstützung benötigt.“ Dieses sehr lösungsorientierte Betriebsklima spüren die Kunden und das kommt dem Unternehmen nachhaltig zugute.
„Vieles was wir machen, hat mit Wertschätzung zu tun“
Das geht aber nicht von alleine. „Bei uns arbeiten, wie überall, viele Menschen mit Migrationshintergrund“, sagt der Geschäftsführer – und will das explizit nur als Beispiel verstanden wissen. „Da bin ich als Arbeitgeber schon auch in anderer Hinsicht gefragt, als nur darauf zu achten, dass alle pünktlich zum Dienst erscheinen.“ Will sagen: Den Menschen bei der Wohnungssuche behilflich sein, sie auf dem Weg zur Gesellenprüfung unterstützen und bei Bedarf auch mal psychologisch, wenn sie die Ereignisse der Vergangenheit einholen – alles das schließt der Wertekanon des Unternehmens ein. Frank Krämer sieht das so: „Wenn sich immer weniger Menschen für einen Beruf im Handwerk begeistern, dann müssen wir anders mit ihnen umgehen.“
Ein großer Zusammenhalt zeichnet das Team von Leibbrand aus.
Das Ausbilden des eigenen Fachkräftenachwuchses hat einen hohen Stellenwert – jedes Jahr durchlaufen im Schnitt zehn Lehrlinge in sechs unterschiedlichen Berufen bei Leibbrand ihre Ausbildung. Die jungen Fachkräfte werden übernommen und bleiben dem Unternehmen oftmals langjährig treu. Allein 2025 begingen neun Mitarbeiter 10-, 20- und 30-jährige Jubiläen. Um die Mitarbeiter möglichst langfristig im Unternehmen zu halten, fördert die Geschäftsführung ihre individuelle Entwicklung vielseitig.
Wohlfühlen sollen sich die Beschäftigten auch im Betrieb selbst. „Bei uns stand die Erneuerung des Mitarbeiterbereichs an, wo sich unsere Angestellten duschen, umziehen, aber wo sie auch ihre Pause verbringen können. Was wir hier gemacht haben, erinnert eher an luxuriöse Hotelzimmer als an das, was man früher unter dem Begriff ,Sozialräume‘ verstand.“ Küche, Sanitärbereich mit Walk in-Duschen und Wohnmöblierung – alles stammt aus der Planung der hauseigenen Diplom-Designerin Imma Gall. „Ich möchte den Mitarbeitern zeigen, was für tolle Sachen wir hier bei Leibbrand machen, und sie sind Teil davon“, sagt Frank Krämer, der großen Wert auf Teamgeist, respekt- und vertrauensvolles Miteinander legt. „Ganz viel von dem, was wir machen, hat mit Wertschätzung zu tun.“
„Es ist immer ein Geben und Nehmen“
Auf die individuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Belegschaft einzugehen, ist dem Führungsteam bestehend aus Frank und Susanne Krämer sowie Thomas Mürdter, der 2006 ins Unternehmen kam, sehr wichtig. Und da mittlerweile 115 Mitarbeitende zusammenkommen, ist es naheliegend, dass nicht alle die gleiche Lebenssituation teilen. Das weiß auch die Geschäftsführung und kommt individuellen Wünschen entgegen: „Manchmal geht es um Kinderbetreuung, wenn beide Elternteile arbeiten oder um die Pflege von Angehörigen“, berichtet Mürdter. Die Lösung sind dann häufig flexiblere Arbeitszeiten.
Der „Schau_raum“ in Schorndorf präsentiert das gesamte Tätigkeitsspektrum des Unternehmens.
Die Liste dessen, was das Unternehmen seinen Mitarbeitenden bietet, damit das Betriebsklima stimmt, ist lang: von kostenlosen Getränken und frischem Obst, einmal im Monat kocht die Chefin, über Job-Bike-Leasing, fair produzierte Arbeitskleidung und Unterstützung für ein kostengünstigeres Sportangebot in Fitnesseinrichtungen bis zur betrieblichen Altersvorsorge. Und wo erfolgreich gearbeitet wird, kommt auch das gemeinsame Feiern nicht zu kurz: Beim Azubi-Tag geht es schon mal auf die Kart-Bahn. Zu Weihnachtsfeiern dürfen die Partner und zu Sommerfesten die Familie mitgebracht werden.
Für Frank Krämer sind diese Angebote und Maßnahmen Investitionen in die Zufriedenheit seines Teams, die sich auszahlen: „Wir erwarten natürlich, dass unsere Leute gute Arbeit leisten und müssen auch wirtschaftlich denken. Aber wir sind davon überzeugt, dass Mitarbeitende, die Wertschätzung erfahren, gerne arbeiten und bereit sind, sich mehr für das Unternehmen einzusetzen. Es ist immer ein Geben und Nehmen.“

Vorbildliche Social Media-Strategie des Jahres 2026