Victoria sieht sich trotz schwacher Zahlen auf dem richtigen Weg
Der Geschäftsbericht des britischen Bodenbelagsherstellers
Victoria für 2025/26 (28. März) spricht von erheblichen operativen Fortschritten bei der Integration von Geschäftsbereichen, Maßnahmen zur Kostensenkung und der Inbetriebnahme effizienterer Anlagen. Dennoch blieben der Umsatz mit 1,05 Mrd. GBP (1,23 Mrd. EUR, -6,3 %) und das EBITDA mit 92,3 Mio. GBP (-18,8 %) unter den Werten des Vorjahres, der Verlust vor Steuern erhöhte sich von 11,5 auf 62,0 Mio. GBP.
Die Sparte UK & Europe Soft Flooring (textile Bodenbeläge, Unterlagen, LVT und Kunstrasen) habe im wichtigsten Teilmarkt, dem Vereinigten Königreich, zwar Marktanteile hinzugewonnen; trotzdem gingen die Absatzmenge um 11,8 % auf 108,5 m
2 und der Umsatz um 5,1 % auf 551,3 Mio. GBP zurück. Negativ wirkte sich hier die noch voraussichtlich bis ins dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres andauernde Verlagerung der Produktion abgepasster Teppiche (
Balta Rugs) von Belgien in die Türkei aus, sowohl was den Output als auch was die Produktivität betrifft. Umsatzeinbußen erlitt Victoria auch in Nordamerika (-12,4 %) und bei keramischen Fliesen in Europa und UK (-7,8 %). Einzig in Australien (+0,6 %) wurde das Niveau gehalten.