30.09.2026 - FussbodenTechnik

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gibt nach

Die deutsche Bauwirtschaft blickt trotz eines aktuellen Umsatzplus sorgenvoll auf ihre Auftragsbücher. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 %. Während der Umsatz dank des Abarbeitens älterer Aufträge noch um real 4,6 % zulegte, fehlen im Hochbau neue Impulse. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), warnt vor einer zunehmend fragilen Lage. Grund für die Zurückhaltung der Bauherren sei vor allem die anhaltende Unklarheit über künftige Förderbedingungen. Zum Jahreswechsel drohe eine Förderlücke, da Sonderförderungen auslaufen und Kürzungen im Neubau-Etat im Raum stehen.

Besonders der Wohnungsbau erweist sich weiterhin als Sorgenkind der gesamten Branche. Nach einer kurzzeitigen Erholung im Juni mussten die Betriebe im Juli bei den Wohnungsbau-Aufträgen erneut einen deutlichen Rückgang um nominal 3,6 % hinnehmen. Ähnlich verhalten zeigt sich der gewerbliche Hochbau, in dem die Investitionsaufträge der Unternehmen um 2,6 % nachgaben. Zwar stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Juli leicht um 1,9 %, doch viele Vorhaben werden vorerst nicht umgesetzt, hieß es von Seiten des ZDB.
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gibt nach
Foto/Grafik: SN-Verlag
Trotz laufender Arbeiten auf den Baustellen: Sorgen bereiten der Branche die sinkenden Auftragseingänge im Wohnungsbau.