Drüsedau stellt Betrieb ein
Wieder verschwindet ein renommierter deutscher Parketthersteller vom Markt: Nach fast 80 Jahren hat die familiengeführte Manufaktur
Drüsedau & Müller im hessischen Densberg ihre Tore geschlossen und stellt den Betrieb ein. Alexander Drüsedau, der in vierter Generation die Geschäfte führte, hat den Spezialisten für individuell angefertigte Massivholzböden ordnungsgemäß liquidiert. Erst im vergangenen Jahr hatte Drüsedau das 1993 installierte Werk in Polen aufgegeben, wo Einkauf und Trocknung der Rohware angesiedelt waren und die Produktion am Stammsitz im Kellerwald konzentriert. Doch offenbar reichte dieser Schritt nicht aus, um im derzeit angespannten Marktumfeld die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenUnilin: CEO Messiaen weg, De Cock kehrt interimistisch zurück

Paukenschlag in der belgischen Branche:
Unilin-CEO Wim Messiaen hat nach nur zwei Jahren den Bodenbelags-, Holzwerkstoff- und Dämmmaterialienhersteller überraschend Anfang Februar 2026 verlassen. Gründe für seine Demission werden nicht genannt. Belgische Zeitungen spekulieren über interne Widerstände und enttäuschende Zahlen.
Kurzfristig übernimmt Paul De Cock, COO der US-amerikanischen Unilin-Mutter
Mohawk, in Doppelfunktion die Führungsspitze des Unternehmens. Der 53-Jährige wirkte bis 2018 bereits in verantworlichen Positionen in Wielsbeke. Sein Vater war einer der Gründer der Unilin-Gruppe, die 2024 mit 7.800 Mitarbeitenden 2,6 Mrd. EUR umsetzte.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenRugvista Group erzielt deutliches Umsatzplus im vierten Quartal 2025
Die
Rugvista Group schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem starken vierten Quartal ab und passt ihre langfristigen Finanzziele an. Laut CEO Ebba Ljungerud stieg der Nettoumsatz im Schlussquartal um 9,9 % auf 270,3 Mio. SEK (ca. 23,8 Mio. EUR), während das Betriebsergebnis auf 32,2 Mio. SEK kletterte. Das Gesamtjahr war durch ein organisches Wachstum von 16,3 % und eine operative Marge von 10 % geprägt. Für die Zukunft strebt die Geschäftsführung ein dauerhaft zweistelliges organisches Wachstum bei einer angestrebten EBIT-Marge von 15 % an. Aufgrund der positiven Entwicklung schlägt der Vorstand eine erhöhte Dividende von insgesamt 5,00 SEK pro Aktie vor. Die neuen Zielsetzungen spiegeln den Fokus wider, Effizienz und Profitabilität im Einklang mit der Expansion weiter zu steigern.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenBaumit: Helmut Batscheider nicht mehr Geschäftsführer
Am 2. Februar 2026 ist Helmut Batscheider aus der Geschäftsführung von
Baumit ausgeschieden. Zusammen mit Robert Fritzsche hat er in den vergangenen zwei Jahren die Geschicke des Unternehmens geleitet. Bartscheiders Posten hat Georg Bursik übernommen - neben seinen bisherigen Aufgaben als Area Manager für Deutschland sowie als kaufmännischer Geschäftsführer in Österreich.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenProsol: Leichter Umsatzrückgang in 2024
Das Aschaffenburger Groß- und Einzelhandelsunternehmen für Maler- und Schreinerhandwerksbedarf
Prosol verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 in seinen 69 Niederlassungen einen leichten Umsatzrückgang von rund 1,4 % auf 193,0 Mio. EUR. Das Unternehmen spricht von einer wirtschaftlich "stabilen" Lage und zieht dazu den Vergleich zum preisbereinigten Umsatzminus von 1 % im deutschen Bauhauptgewerbe in diesem Zeitraum.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenDeutscher Holzhandel: Nach Jahresendspurt 3 Prozent Umsatzplus in 2025
Der deutsche Holzhandel blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück, geprägt von verhaltener Nachfrage einerseits und erheblichen Kostensteigerungen andererseits. Nach einem unerwartet starken Schlussspurt im Dezember mit einem zweistelligen Wachstum schloss das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 3 %. Das verweise allerdings weniger auf eine gute Marktsituation als vielmehr auf eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau, dämpft der Branchenverband
GD Holz Erwartungen an einen nachhaltigen Aufschwung. Für das laufende Jahr 2026 gehen rund zwei Drittel der am GD Holz Betriebsvergleich teilnehmenden Unternehmen von gleichbleibenden oder leicht steigenden Umsätzen aus, wobei der Holzgroßhandel optimistischer eingestellt ist als der Holzeinzelhandel.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenDecora: "Größte Investition der Firmengeschichte"
Decora kündigt mit Start 2026 die "größte Investition in der Firmengeschichte an": Der polnische Designboden-, Wandsysteme- und Verlegezubehörhersteller will 40 Mio. EUR in die Hand nehmen, um mit 30.000 m
2 neuer Produktionsfläche und einer Vergrößerung der Kapazitäten um 5 Mio. m
2 "gezielt die beiden Zukunftssegmente SPC-Designböden und mineralische Wandsysteme" zu stärken. "Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld gilt: Nicht abwarten, entscheiden, investieren, vorangehen", heißt es dazu aus Sroda Wielkopolska.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenClassen verbessert die Ertragslage
Classen bilanziert für 2024 Umsätze in Höhe von 434,9 Mio. EUR (14,3 %). "Damit lagen diese leicht unter unseren Erwartungen", heißt es im Geschäftsbericht. Die schwierige Marktsituation benennt der Konzern als Grund für den Rückgang um 15,4 % auf 365,2 Mio. EUR in der Sparte Flooring (Laminat- und Polymerböden).
Gleichzeitig ist es dem Unternehmen aber gelungen, den Jahresfehlbetrag von knapp 821.000. EUR aus 2023 in einen Überschuss von 5,9 Mio. EUR zu verwandeln. Die eigenen Planungen waren lediglich "von einem leicht steigenden Ergebnis" ausgegangen.
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